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November 2013

Montenegro – Wälder und Welterbe

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | No Comments

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Montenegro hat mich mit strahlendem Sonnenschein und mit wunderschönen Herbstwäldern empfangen. Mein Begleiter hat mich von der Grenze zum Kosovo im Nordosten Montenegros bis zum Süden ans Mittelmeer durch buntes Laub gefahren und mir dabei allerhand Sehenswertes gezeigt. Dabei hat er sich zwei-, dreimal verfahren. Ich kenne also auch die Fleckchen Wald, die nicht auf der Reiseroute vorgesehen waren. Bis auf ein paar wilde Müllkippen macht der Wald einen echt guten Eindruck.

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Montenegros Hauptstadt Podgorica hat wenige besonders hübsche Gebäude, denn wie Radko, mein Begleiter, erwähnt, haben die Architekten von Tito fast alles kaput gemacht. Er empfindet die Besichtigung Podgoricas als Zumutung, der sich kein intelligenter Mensch freiwillig aussetzen sollte. Wir sind also schnell fertig und fahren weiter nach Süden.
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Albanien – Im Land der Skipetaren

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | No Comments

Albanien ein erneuter Besuch

Hoxha Pyramide, Tirana

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich vor ein paar Jahren schon einen kurzen Ausflug in die albanische Hauptstadt Tirana unternommen habe und dort mit offenen Armen empfangen wurde, wollte ich schon seit langem mal wieder in diese Region der Welt, in den wilden Balkan eintauchen. Damals hatte mich der freundliche Mann, der die Flughafenangestellten von ihrem Arbeitsplatz in die Stadt bringt, freundlicherweise mit ins Zentrum genommen. Diesmal erwartet mich mein Reiseleiter, ein freundlicher Albaner mit einer interessanten Mischung aus Begeisterung, Politikverdrossenheit, Hunger und Kompetenz in Geschichte.

Bunker in Albanien

 

 

 

 

 

Ich besuche Museen, Städte, alte Festungen und hübsche Strände und auf dem Weg sehe ich Tausende von Bunkern, die heute genau wie früher zu nichts Nütze sind. Mein Begleiter erklärt mir, dass die eigenartigen Verteidigungsanlagen, die Enver Hoxha zu Zehntausenden im ganzen Land hat bauen lassen, heute von den Anwohnern nach und nach auseinandergenommen und ihre Armierungen zum Bauen von sinnvollen Dingen genutzt werden.
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Lissabon und Fatima – Luxuspilgern in Portugal

By | Kurz und schmerzlos | No Comments

Lissabon hieß das Ziel an Allerheiligen. Zu einem so hohen katholischen Feiertag bot es sich quasi an, einen kleinen Abstecher zu Portugals berühmtestem Pilgerort zu unternehmen. Ich erinnere mich noch daran, dass meine Großmutter mir in ihrem Pilgerwahn einst aus Fatima irgendeinen heiligen Unsinn mitgebracht hat und mir voller Begeisterung von den Hirtenkindern erzählt hat, die dort die Mutter Gottes gesehen haben. Ich hatte fast den Eindruck, dass meine Großmutter etwas enttäuscht war, dass mir keine Heiligen erschienen sind. Schliesslich war ich damals auch in dem richtigen Alter. Wer weiss, wie mein Leben dann verlaufen wäre. Grund genug, sich das Ganze einmal mit eigenen Augen anzusehen.
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Da die Mutter Gottes hier an einem 12. erschienen ist, wird jeden Monat am 12. eine Riesenparty hier gefeiert. Dazu ist ein gigantischer Platz vorhanden, auf dem es eigenartiger Weise verboten ist, Gruppenfotos zu machen. Da ich nicht an einem 12. in Fatima bin, kann ich nur über sehr wenige Pilger staunen. Zum Staunen bringen sie mich dennoch, denn einige von ihnen rutschen tatsächlich auf ihren Knien durch die Gegend. Über den ganzen Platz ist eine marmorne “Rutschbahn” gezogen, die mindestens 200 Meter misst. In einer kleinen Kapelle kann man vor etwas weniger Publikum rund um den Altar rutschen. Es ist für alles gesorgt, denn es werden sogar Knieschoner angeboten.

Die blonde Dame auf dem Foto, die entlang der offiziellen Rutschbahn kniend in Richtung Kapelle rutscht, hat sich ihre Hose komplett ruiniert.

Papst Johannes Paul II war ein großer Fan von Fatima und von der einzigen Überlebenden der drei Hirtenkinder, von denen zwei schon sehr früh gestorben sind. Die dritte empfing den vorletzten Papst mehrmals in Fatima, bis sie im hohem Alter schließlich auch starb. Dem Papst wurde sogar ein dickes Denkmal mit Blick auf den eindrucksvollen Platz gebaut.
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Nevers – Leckere Crepe und noch eine Leiche

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Nevers ist ein winziges und eigentlich eher langweiliges Städtchen in der Bourgogne. Darauf, dass ich Nevers unbedingt einen Besuch abstatten muss, bin ich aufmerksam geworden, als ich in Lourdes auf den Spuren der heiligen Bernadette wandelte und mir den Devotinoalienwahnsinn und das heilige Quellwasser angeschaut habe. Von den Nonnen, die in Lourdes voller Glauben und Hingabe der Mutter Gottes dienen, habe ich erfahren, dass der angeblich vollkommen unverweste Leichnam der heiligen Bernadette quasi als Beweis für ihre Heiligkeit in Nevers im Kloster aufgebahrt liegt. Solche Hinweise kommen mich immer teuer zu stehen.

 

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Also nichts wie hin, zur zweitheiligsten Pilgerstätte Frankreichs. Mit einem teilweise modernen Zug fahren wir von Paris nach Nevers und finden dort zunächst eine ganz normale etwas verschlafene französische Kleinstadt vor. Viele Häuser sind alt und verfallen, andere sind liebevoll in Stand gehalten und die Straßen in der Innenstadt wirken so, als ob sie nicht für den Gebrauch durch motorisierte Fahrzeuge gedacht seien.
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