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September 2015

München – Ausflug zum legendären Oktoberfest

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Oktoberfest München Reisebericht von Beatrice Sonntag

Es waren einmal zehn Amerikaner, die nach München aufs Oktoberfest fahren wollten. Daran fand ich nichts ungewöhnliches, denn in meinen Augen war das Oktoberfest eine bayrische Tradition, die zu einer Sehenswürdigkeit für Amerikaner und Japaner geworden war. Ich wollte nichts damit zu tun haben und wünschte den Amerikanern viel Spaß.

 Oktoberfest  München Rathaus

Die Vorbereitungen waren in vollem Gange, als einem der Amerikaner die Hochzeit seiner Schwester dazwischen kam und er abspringen musste. Da waren’s nur noch neun. Kein Problem. In den nächsten Wochen und Tagen sagten dann aber immer mehr unter Anbringung von fadenscheinigen Ausreden ab, so dass am Ende nur noch ein einziger Amerikaner übrig blieb. Dieser hatte in München schon eine Wohnung gemietet, wochenlang nur Weizenbier getrunken, um sich auf München vorzubereiten und sich ernsthaft und beinahe wissenschaftlich mit dem Thema bayrischer Trachten auseinandergesetzt. Außerdem hatte er sich so sehr auf den Ausflug gefreut. Und irgendwie hat er es dann geschafft, mich in quasi letzter Minute dazu zu überreden, als Ersatzmann einzuspringen. Wer mich kennt, kann ahnen, dass dies ein Akt der Verzweiflung gewesen sein muss, denn ich bin der wohl denkbar schlechteste Kandidat für eine Tour, die sich hauptsächlich um bayrische Traditionen und Weizenbier dreht. Ich trinke im Durchschnitt pro Jahr etwa vier Gläser Bier (und wenn dann kein Weizenbier und schon gar nicht aus Ein-Liter-Krügen!) und Bayern ist mir höchst suspekt, weil ich Dirndl im Grunde lächerlich finde und Edmund Stoiber spätestens seit seiner Rede über den Problembär für einen Komiker halte. Schon die Tatsache, dass mich jemand am frühen Morgen mit den Worten „Grüß Gott“ begrüßt, verursacht mir als Atheistin Magenschmerzen.

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London – M&Ms, Kunst und schon wieder kein Regen?!?

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London Reisebericht von Beatrice Sonntag

Es wäre ja unheimlich traurig, wenn ich es im Jahr 2015 nicht mindestens einmal nach London schaffen würde, um mir anzuschauen, was es in der Stadt im Nebel so Neues gibt. Kurz vor dem bitteren Winter habe ich das nun auch geschafft. Und London zeigt sich in 2015 wieder in einem ungewohnten blau: der Himmel ist blau! Trotz furchterregender Wettervorhersagen bleibe ich während des gesamten Wochenendes fast vollständig von Regen, Graupel, Nebel und Schnee verschont. Danke dir, London!

The Shard Underground

Ich schaue mir die angeblich meistfotografierte Werbetafel der Welt auf dem Piccadilly Circus an (obwohl ich kaum glauben kann, dass der Times Square, der ja auch voller Werbung hängt, weniger häufig fotografiert wird…). Auf jeden Fall tue ich mein Möglichstes für die britischen Statistiken, indem ich mehrere Fotos der Werbetafel mache. Leider wird gerade insgesamt sehr wenig attraktive Werbung gemacht. Mit schauen weder hübsche nackte Menschen noch putzige Maskottchen entgegen. Es gibt fast nur Schriftzüge und ein paar Farben, die nicht zusammen passen. Was soll’s.

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Isalo Nationalpark – Madagaskars Berge und Lemuren

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Isalo Nationalpark Madagaskar Reisebericht von Beatrice Sonntag

Der Isalo Nationalpark ist eines der Highlights auf Madagaskar. Er ist über 80.000 Hektar groß und beherbergt wohl eine der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften der Insel. Von der Ortschaft Ranohira, die an der Nationalstraße 7 liegt, gelangt man mit einem Auto in wenigen Minuten zu einem der Eingänge des Nationalparks.

Isalo Nationalpark Lemuren

Nun geht es zu Fuß weiter. Ich bin mit einem französischsprechenden Parkranger, einem Picknickkorb, Sonnenhut und festen Schuhen ausgerüstet, um den ganzen Tag im Park verbringen zu können. Es gibt weder Siedlungen noch Hotels oder Restaurants auf dem Gelände, nur ein paar Picknickbänke und halbwegs befestigte Wanderpfade. Das soll mir aber nur recht sein, denn schließlich bin ich hier, um die Natur zu erleben.

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Antsirabe – Rikschas, Reisfelder und ertrunkene Chinesen

By | Nach der Reise ist vor der Reise | One Comment

Antsirabe Madagaskar Reisebericht von Beatrice Sonntag

 

Wie fast die Hälfte aller Städte und Dörfer in Madagaskar beginnt auch Antsirabe mit einem A. Auf dem Weg von Antananarivo nach Antsirabe dorthin komme ich unter anderem an Ambatolampy, Ambohimandroso, Ampitatafika, Antanifotsy und Ambohibary vorbei.

Bahnhof Antsirabe  Antsirabe

Antsirabe hat einen kleinen Flughafen und einen Bahnhof, der während der Kolonialzeit von den Franzosen erbaut wurde. Wie auch einige andere Gebäude in der Innenstadt, darunter ein nobles Hotel und eine Kirche, lässt der Bahnhof deutlich den französischen Kolonialstil erkennen. Er steht zudem in der Achse einer herrschaftlichen Prachtstraße, auf der einige Denkmäler zu finden sind. Trotzdem kommt der Gedanke an die Champs Elysées nicht wirklich auf, denn vor dem Bahnhof laufen zum Beispiel Rikschafahrer barfuß vorbei, was ich auf den Champs Elysées noch nie gesehen habe.

 

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