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März 2017

Ciudad Perdida – eine schweißtreibende Reise zu einem magischen Ort

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Die Ciudad Perdida, the Lost City, die verlorene Stadt… das war das eigentliche Ziel meiner Kolumbienreise im Februar. Es hörte sich alles ganz nett und ein wenig abenteuerlich an. 46 Kilometer in vier Tagen im Wald zu spazieren, ein wenig Camping und irgendwo im Dschungel dann die Stadt zu besuchen, die die spanischen Kolonialherren nie gefunden haben.

Ich war also in Santa Marta um diese aufregende Tour zu einem Ort zu unternehmen, den wegen der beschwerlichen und langen Anreise nur sehr wenige Touristen bisher besucht haben. Unglaublicherweise hatte ich sogar einen Mitreisenden gefunden, der bereit war, mit mir zur Ciudad Perdida aufzubrechen. Als wir in Santa Marta mit 10 anderen Abenteurern aus aller Herren Länder in einen unbequemen Geländewagen gepfercht wurden, der uns dann zwei Stunden lang über Stock und Stein in ein winziges Dörfchen beförderte, waren wir uns noch nicht bewusst, dass wir diese unangenehme Art des Reisens wenige Stunden später bereits vermissen würden. In dem Dorf gab es zunächst ein stärkendes Mittagessen, einen kurzen Ausblick auf das, was uns erwartet und dann ging es los. Read More

Handy nutzen

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Ich nehme in den Urlaub meist nur ein einfaches altes Handy mit, von dem aus ich eine kurze Nachricht im Stil von „Bin gut angekommen“ absetzen kann. Im Notfall kann ich das Gerät auch nutzen, um meinen Guide anzurufen, sollte ich mal verloren gehen. Das ist zwar noch nie vorgekommen, aber mit einem Handy fühlt man sich doch wohler.

In den meisten Ländern konnte ich mein Handy nutzen. In Japan hat es nicht funktioniert wegen der fremden Technik, in Nordkorea wegen der fehlenden Technik. In Wüstenregionen kommt es oft vor, dass man keinen Empfang hat, aber mich hat das nie gestört. Wenn ich in der kirgisischen Wüste unterwegs bin, dann gehe ich halt einfach nicht ans Telefon. Das ist dann wir Urlaub.

Wer mit Smartphone verreist, hat den Vorteil, in den allermeisten Hotels zumindest ein schlechtes und manchmal sogar ein gutes WI-FI Signal zu haben. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass ein Smartphone, gleich welcher Marke in vielen Ländern mehr als einen Monatslohn – manchmal sogar eine Jahreslohn kostet. In den USA; Japan, Australien und anderen reichen Ländern fällt man mit einem Smartphone natürlich nicht auf, aber in manchen Teilen von Afrika und Asien zeige ich lieber nicht, dass ich ein so teures Gerät habe.

Wer gerne viel telefoniert, dem wurde bisher immer empfohlen, sich eine Prepaid Karte im Reiseland zu kaufen, weil das günstiger ist. Allerdings ist das telefonieren trotzdem noch sehr teuer. Der einzige Vorteil ist, dass man halt einfach merkt, wenn man sein Guthaben aufgebraucht hat und man kann nicht aus Versehen hunderte von Euro ausgeben. Wer also viel telefonieren will, dem rate ich in jedem Fall, dies über das WIFI im Hotel zu tun und Whattsapp, Facebook Messenger, Skype oder Facetime dazu zu nutzen.

 

Santa Marta – Alte Freunde und die beste Dusche der Welt

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Die kleine Stadt Santa Marta liegt an der kolumbianischen Karibikküste und ist für uns eigentlich nur der Ort, an dem wir uns auf die beschwerliche Reise zur Ciudad Perdida machen werden und an dem wir uns nach diesem Trip durch den Dschungel wieder soweit erholen will, dass wir die Heimreise antreten können.

Ich habe online ein günstiges Hotel in perfekter Lage mitten in Santa Marta gefunden. Es stellt sich heraus, dass das Taxi vom Busbahnhof zum Hotel nur ein paar tausend Pesos, also nur ein paar Euro kostet und dass mein Hotel tatsächlich mitten in der Fußgängerzone liegt. In dem kleinen Gebäude sind gerade Umbauarbeiten um Gange und wir werden von zwei Männern und einem Hund empfangen. Die Arbeitsteilung ist sehr klar: die beiden Männer arbeiten und der Hund liegt exakt in der Mitte des Innenhofes und überwacht die Arbeiten. Read More

Guides im Zielland

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Dem Guide vertrauen

Es kommt zwar nicht oft vor, dass einer der Guides mich vor etwas warnt, aber wenn er oder sie das tut, dann beherzige ich die Warnung. Natürlich gibt es überängstliche Reiseführer, vor allem dann, wenn sie es gewohnt sind, große Gruppen von älteren Herrschaften herumzuführen. Aber die meisten kennen ihr Land sehr gut und wissen die Gefahren realistisch einzuschätzen.

Wenn mir also einer sagt, dass ich nicht nach Einbruch der Dunkelheit alleine in der Altstadt unterwegs sein sollte, dann halte ich mich danach. Meist haben die Guides gute Tipps, zum Beispiel, welches Taxiunternehmen zuverlässig ist oder welches Restaurant passable Speisen anbieten.

Allerdings sind solche Tipps vor allem in den sehr touristischen Ländern mit Vorsicht zu genießen. Schnell findet man heraus, ob der Reiseleiter einen Tipp gibt, weil er auf eine Provision hofft, oder weil er es ehrlich meint. Auch in diesen Dingen habe ich in den ärmeren und kaum touristischen Ländern die erfreulichsten Erfahrungen gemacht.

 Eure Beatrice

Quito – die höchste Hauptstadt der Welt

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Quitos schöne Altstadt und die Mitte der Erde

Quito ist die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Viele Menschen behaupten, es sei nur die zweithöchste, aber dieselben Menschen scheinen zu vergessen, dass La Paz keine Hauptstadt ist. Der Superlativ gilt also definitiv Quito! Glückwunsch! Quito ist auch etwas Besonderes, weil seine Altstadt die erste war, die von der UNESCO vollständig als Welterbe deklariert wurde. Das ist seither auch mit zahlreichen anderen Innenstadtbereichen auf der ganzen Welt geschehen. Aber Quito war die erste.

Als ich am Flughafen von Quito ankomme, befinde ich mich auf mehr als 2800 Metern Höhe. Nachdem ich jedoch Lhasa und La Paz unbeschadet überstanden habe, mache ich mir wenig Sorgen, nehme mir vor, mich gemütlich und gemächlich zu bewegen und harre der Dinge die da kommen mögen. Tatsächlich fühle ich mich beim Treppensteigen sehr unsportlich, aber ansonsten geht es mir gut. Read More

Koffer packen

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Im Kofferpacken bin ich mittlerweile schon recht schnell und ich überlege nicht lange. Ich bin kein großer Freund von Packlisten. Ich gehe meine Reise in Gedanken von Anfang bis Ende durch und packe alles ein, was ich täglich brauche. Ich lasse mir im Internet die Temperaturen und Wetterverhältnisse für die kommenden Tage anzeigen und packe dann je nach Witterung Regenkleidung oder Badezeug ein. Taschenlampe, ein paar Medikamente gegen Durchfall, Reiseübelkeit und Mückenstiche sind auch immer im Gepäck. Taschenmesser, eine Decke, Insektenschutzmittel, ein Handtuch, Notizblock, Stifte, Fotoapparat und Ladegerät, MP3 Player, eine Plastiktüte, Sonnencreme, Taschentücher und ein Buch dürfen nicht fehlen.

Meist packe ich neben meiner eigenen Kleidung auch noch ein paar Kleidungsstücke zum Verschenken ein, vor allem, wenn es nach Afrika oder in besonders arme Länder geht.

Was die Kleider angeht, so packe ich so wenig wie möglich ein und ich achte darauf, dass es bequeme Kleidung ist, die nicht zu arg knittert. Baumwolle ist perfekt. Ich will auch nicht den Eindruck erwecken, besonders wohlhabend zu sein, deshalb halte ich mich an einfache Kleider. Meine Uhr und den Schmuck lasse ich in der Regel zu Hause. Eine einfache billige Armbanduhr und kleine Ohrringe, über deren Verlust ich nicht allzu betrübt wäre, schmücken mich während der Reisen.

Eure Beatrice!

Cartagena – Vielleicht Südamerikas schönste Altstadt

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Cartagena de India liegt an der kolumbischen Karibikküste und wird vielfach als die schönste Kolonialstadt Südamerikas bezeichnet. Zudem ist das Wetter hier eigentlich immer wunderbar: 30 Grad, sonnig und eine leichte Brise vom Meer her. Das sind schon Gründe genug, sich dieses Fleckchen Erde einmal anzusehen. Über New York oder Bogota gelangt man innerhalb von 15-20 Stunden dorthin, wenn nicht gerade irgendwo anders auf der Welt ein Schneesturm tobt.

Die Altstadt von Cartagena ist leicht zu finden, denn sie beginnt direkt hinter einen Mauer, in der ein großer gelber Uhrenturm das Stadttor markiert. Schon von weitem sind die Kuppeln der Kathedrale zu erkennen, die aus dem Häusermeer herausragen. Die Altstadt ist tatsächlich eine der schönsten spanischen Kolonialstädte, die ich bisher gesehen habe. Die Gebäude sind liebevoll restauriert, wunderschön bunt angestrichen und zudem sind viele Straßen verkehrsberuhigt, so dass man gefahrlos herumschlendern und Fotos machen kann. Read More

Kontrollen am Zoll

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Ich bin bisher nur wenige Male am Zoll kontrolliert worden. Offenbar sehe ich harmlos aus oder komme immer zu Zeiten am Zollschalter vorbei, zu denen die Mitarbeiter keine Zeit haben. Aber trotzdem informiere ich mich immer über die aktuellen Bestimmungen.

Diese können manchmal echt unangenehm sein. Zum Beispiel ist es nicht ratsam, aus Bolivien den dort vollkommen legalen und überall günstig erhältlichen Coca-Tee nach Deutschland einzuführen. Die Blätter der Coca-Pflanze, aus denen der Tee besteht, fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und ihr Besitz ist also in Europa illegal.

Dies ist nur ein Beispiel für eine Ware, die in einem Land legal und unverfänglich ist, in einem anderen aber eine illegale Substanz ist und deren Besitz bestraft werden kann. In Bhutan zum Beispiel ist der Handel mit Tabak illegal. Touristen dürfen nur für den Eigengebrach einige Päckchen Zigaretten mitführen, zahlen auf diese allerdings 100 bis 200% Steuern bei der Einfuhr.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes finde ich vor jeder Reise sehr komplette und vor allem aktuelle Informationen über alle Zollbestimmungen. Hier stehen auch die besonderen Bestimmungen und Gesetze, die eventuell für Touristen wichtig sein können.

Eure Beatrice!

Alausi – Mit dem Zug zur Nase des Teufels

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Durch die Berge Ecuadors mit einem uralten Zug

Auf meinem Reiseprogramm stand Alausi, eine kleine Stadt im Hochland von Ecuador. Recherchen ergaben, dass es hier eine berühmte Zugstrecke und die Nase des Teufels gibt. Eine interessante Mischung. Ich war also gespannt. Von Norden her kommend, erreichte ich am späten Morgen die Stad Alausi, die in einem Tal liegt. Auf einem Hügel mitten in der Stadt erhebt sich eine ziemlich stattliche Statue, die San Pedro darstellt und die schon von weitem von den Bergen aus gut zu sehen ist.

Das Zentrum von Alausi bildet ein hübscher Bahnhof, der noch aus der Kolonialzeit stammt. Rund um das kleine Gebäude herum stehen noch andere Kolonialbauten, von denen viele sehr gut erhalten und bunt angestrichen sind. Auch der Zug, der kurz vor elf Uhr am Bahnhof anhält, scheint einer fernen Zeit entsprungen zu sein. Und das ist er wohl auch, denn die Bahnstrecke ist schon seit Jahrzehnten stillgelegt und wird nur noch für Touristen genutzt. Read More