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Juli 2017

Ngorongoro Krater – Ein Topf voller Tiere

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Atemberaubende Natur an der Schwelle zur Serengeti

Vom Ngorongor Krater habe ich schon seit Jahrzehnten geträumt. Es ist einer dieser magischen Namen wie auch Timbuktu, Ouagadougou und Kuala Lumpur, die mich schon als Kind fasziniert haben. Meine Tansania-Reise war im Grunde nur ein Nebenprodukt der Umstände, dass die Botschaft von Ghana in Berlin vollkommen unprofessionell arbeitet und dass Turkish Airlines nach Stone Town fliegt – aber das ist eine andere Geschichte. Tansania stand schon lange auf meiner Wunschliste. Unter anderem auch wegen des Ngorongoro Kraters.

Zum Ngorongoro Krater bin ich dann letztendlich von einem kleinen Ort namens Mto Wa Mbu aus aufgebrochen. Dort hat mich und drei andere Abenteurer ein Jeep abgeholt, der bereits nach etwa einer Stunde auf tatsächlich akzeptablen Straßen den Eingang zum Schutzgebiet erreicht hat. Das Schutzgebiet des Ngorongoro Kraters grenzt an den Serengeti Nationalpark, ist aber nicht ganz so streng unter Naturschutz gestellt, wie dieser. Im Krater gelten dieselben strengen Bedingungen, aber rund um den Krater dürfen die Massai mit ihrem Vieh leben und umher ziehen. Read More

Andong – Koreas Geschichte mit wunderschönen Dachziegeln

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Andong – Konfuzius und historische Dörfer

Die Stadt Andong liegt im Nordosten von Südkorea. In Nordostsüdkorea also. Das klingt lustig. Auf jeden Fall bin ich dort gewesen, um mir zwei Sehenswürdigkeiten anzuschauen, die beide nicht unbedingt in der Stadt Andong stehen. Die Innenstadt von Andong ist lebendig und bunt, voller Leuchtreklamen, mit einer belebten Fußgängerzone und vielen kleinen Geschäften sowie einem überdachten Markt, auf dem Gemüse und merkwürdige Meeresfrüchte angeboten werden. Sicher ist es eine angenehme Stadt, um hier zu leben.

Die eine Attraktion Andongs ist die konfuzianische Akademie, die ein wenig außerhalb der Stadt liegt. Sie heißt Dosan Seowon und wurde im 16. Jahrhundert von einem damals schon sehr berühmten Mönch und Lehrer gegründet. Dieser Mann ist noch heute einer der bekanntesten Koreaner, denn er ist auf dem 1000 Won Schein abgebildet. Er hat diese Akademie gegründet, um die konfuzianische Weltanschauung in Korea zu verbreiten und seinen Schülern Demut und Genügsamkeit beizubringen. Read More

Gyeongju – unbekanntes Weltreich

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Gyeongju – Von der Millionenstadt zur Touristenattraktion

Ich hatte vor meiner Koreareise von Gyeongju noch nie etwas gehört. Als ich dann schließlich dort war, stellte sich heraus, dass Gyeongju vom 7. bis ins 9. Jahrhundert die Hauptstadt des berühmten Silla Reiches war, von dem ich ebenfalls noch nie etwas gehört hatte. Wer jedoch nach Korea fährt, der lernt schnell, dass das Silla Reich eine Hochkultur und so etwas wie ein Weltreich war.

Gyeongju war im 9. Jahrhundert eine florierende Millionenstadt, als hier in Deutschland gerade mal die Vorbereitungen auf das Mittelalter liefen. Gyeongju ist zwar heute keine Millionenstadt mehr, aber eine sehr moderne Stadt mit einer langen Geschichte und dank dieser Geschichte vielen tollen Touristenattraktionen. Read More

Serengeti Nationalpark – ein unvergleichliches Naturwunder

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Die Serengeti darf nicht sterben und ist auch alles andere als tot!

Die Serengeti kennt jeder spätestens seit dem Film „Serengeti darf nicht sterben“. Offenbar haben sich viele Menschen und unter anderem auch die Regierung von Tansania diesen Aufruf zu Herzen genommen und die Serengeti ist nicht gestorben. Ganz im Gegenzeit. Man kann dort im Grunde alle Hauptdarsteller des Films täglich antreffen und ihnen live zusehen, was noch viel viel besser ist als jeder Film!

Der Weg vom Ngorongoro Krater zum eigentlichen Bereich des Serengeti Nationalparks ist sehr sehr holprig. Schilder weisen darauf hin, dass Straßenarbeiten durchgeführt werden, aber bis auf Material, das auf mehreren Kilometern die Strecke blockiert, ist weit und breit nichts von Arbeiten zu sehen. Die Fahrt ist nicht nur brutal zur Wirbelsäule, sondern auch zur Lunge, denn die Jeeps wirbeln den feinen afrikanischen Staub auf. Read More

Sansibar – Stone Town und sein alter Charme

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Stone Town – alter Zauber der einstigen Gewürzinsel Sansibar

Der Name Stone Town sagte mir zunächst nicht viel. Der Name Sansibar dafür umso mehr. Als sich herausstellte, dass Stone Town so etwas wie die winzige Hauptstadt der Insel Sansibar ist, war ich Feuer und Flamme, dorthin zu fliegen. Groß ist die Stadt wirklich nicht. Vom Flughafen bis ins Zentrum sind es nur wenige Kilometer und man kann hier alles zu Fuß erkunden.

Leider hatte ich es mit dem Wetter nicht so gut getroffen, so dass sich die beliebte Ferieninsel nicht von ihrer Strandparadies-Seite zeigte. Da ich mich ohnehin nicht übermäßig für Strände interessiere, störten mich die paar Wolken nicht. Ich schlenderte durch die Straßen rund um mein Hotel und recht schnell fand ich (oder besser gesagt fand mich) ein Touristenguide, der mich für umgerechnet 10 Euro für eineinhalb Stunden durch seine Stadt führen wollte. Abgemacht! Read More

Seoraksan – auf dem Weg ins Diamantgebirge

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Seoraksan – so viel Natur in Nordsüdkorea

Der Seoraksan Nationalpark befindet sich im Norden von Südkorea, also quasi in Nordsüdkorea. Er geht fließend in das Gebiet des Diamantgebirges über, welches sich im Süden von Nordkorea befindet, also in Südnordkorea. Auf jeden Fall ist die Landschaft im berühmten Diamantgebirge der des Seoraksan Nationalparks sehr ähnlich.

Daher ist der Seoraksan Nationalpark für viele Südkoreaner ein beliebtes Ausflugsziel. Die Luft in den Bergen ist frisch und kühl, die Landschaft ist traumhaft und zudem gibt es hier auch noch jede Menge Plätze, die entweder ein bisschen heilig oder schlicht und einfach magisch sind. Read More

Fredonia und the Grand Staircase Escalante National Monument

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Fredonia – Die Suche nach der Welle

Ich hatte von Fredonia natürlich noch nie etwas gehört, schließlich handelt es sich um eine winzige Stadt ohne jegliche Attraktionen. Ich stieß auf dieses verschlafene und vollkommen langweilige Nest an der Grenze zwischen Utah und Arizona, weil ich einen Schlafplatz für die Nacht suchte und mir irgendwo zwischen Utah und Arizona the Wave anschauen wollte.

Also landete ich in Fredonia zwischen verfallenen Gebäuden, alten Farmgebäuden und fragwürdigen Trailerparks. Auf die Frage, wo es denn etwas zu essen gäbe, antworteten meine Gastgeber, dass dazu das ein paar Kilometer weiter nördlich gelegene Kanab wohl die richtige Adresse wäre. Verhungern muss also in Fredonia niemand, zumindest dann nicht, wenn er ein Auto besitzt. Von the Wave hatten meine Gastgeber schon gehört, aber selbst dagewesen sind sie noch nicht. Read More

Edmonton – Hochhäuser, Popcorn und Obdachlose

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Edmonton – Stadt der freundlichen Obdachlosen

Edmonton liegt in Kanada, in Alberta. Mich hat der Zufall dorthin geführt und ich hatte einen ganzen Tag Zeit, um mir diese Stadt anzusehen. Der Schnee war eben erst getaut, Anfang Mai und der Anblick der Sonne gepaart mit beinahe 20 Grad Celsius machte die Bewohner von Edmonton ganz nervös, so dass sie alle auf den Straßen unterwegs waren, um etwas von dem frühen Sommerwetter abzubekommen.

Ich bewunderte zunächst die teils wirklich sehr schönen und modernen Gebäude, von denen man einige ohne schlechtes Gewissen als Wolkenkratzer bezeichnen kann. Überhaupt wirkt der gesamte Innenstadtbereich sehr modern. Glas und Stahl sind die vorherrschenden Materialien. Die Stadt ist unheimlich sauber. Auffällig sind die vielen unterirdischen Verbindungen zwischen den Gebäuden und die Möglichkeit, nahezu in jedem öffentlichen oder halböffentlichen Bauwerk innen statt auf dem Bürgersteig laufen zu können. Das kenne ich schon aus Ostkanada und ich kann mir gut vorstellen, dass die Menschen diese Möglichkeiten im Winter ausgiebig nutzen. Read More

Grand Canyon North Rim – Canyon mit Bison

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North Rim wie South Rim – immer ein Erlebnis

Der Grand Canyon ist wunderschön und einfach riesig groß. Insgesamt ist er um die 450 Kilometer lang, man kann also stundenlang weiterfahren und befindet sich noch immer am Grand Canyon. Daher gibt es auch verschiedene touristisch interessante Orte, von denen aus man in den Grand Canyon schauen kann. Nachdem ich 2016 im Sommer schon zum zweiten Mal von Süden in den Grand Canyon geschaut hatte, ergab es sich diesmal, dass ich mich auf der Nordseite befand.

North Rim heißt der Aussichtspunkt im Nationalpark. Kaibab National Forest heißt die Umgebung der North Rim. Von Las Vegas aus sind es etwa dreieinhalb Stunden Fahrt bis dorthin. Man sollte jedoch sich was zu Essen und vor allem Wasser mitnehmen, denn in der Gegend ist nicht viel los. Erst am Grand Canyon gibt es dann wieder einen kleinen Shop und ein Restaurant. Read More