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Juni 2019

Aschgabat – die weiße Stadt

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Aschgabat – einzigartige Mischung aus Dubai und Pjöngjang

Die Hauptstadt von Turkmenistan ist Aschgabat. Zunächst dachte ich, dass es sich einfach um eine dieser typischen zentralasiatischen Städte handelt. In meiner Vorstellung ähnelte sie Almaty und Bischkek. Aber weit gefehlt. Aschgabat ist eine ganz außergewöhnliche Stadt, die mit eigentlich keiner anderen zu vergleichen ist. Im äußersten Falle könnte man sie einen Hybriden aus Pjöngjang und Dubai nennen.

Im modernen Teil von Aschgabat fällt zunächst auf, dass alles weiß ist. Die Gebäude bestehen nahezu alle aus weißem Marmor. Sie wirken, als sei keines von ihnen älter als 10 oder 15 Jahre und für die meisten trifft das auch zu. Zudem sind 80% aller Autos weiß. Die Straßenlaternen sind weiß ebenso wie Brücken, Monumente und Bushaltestellen. Weiß ist die Farbe des Glücks in Turkmenistan.

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Warschau – in 20 Jahren vom hässlichen Entlein zum Schwan

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Warschau – tolle Altstadt, verschwundene jüdische Geschichte, leckeres Essen

Warschau war wohl die zweite große Überraschung dieses Jahres. Ich war vor 20 Jahren zuletzt in der polnischen Hauptstadt. Damals war Warschau dunkel, gefährlich und rückständig gewesen. Nun wollte ich meinem Mann das wahre und raue Osteuropa zeigen. Wir machten uns also auf den Weg nach Warschau, aber vom Ostblock ist hier kaum noch etwas übrig.

Warschau ist heute eine moderne und schöne Stadt mit einem gekonnten Mix aus historischen und modernen Bauwerken. Die Taxifahrer sind nahezu vertrauenswürdig geworden und es gibt überall Dönerläden, internationale Restaurants und Denkmäler. Natürlich sind auch einige Fastfood-Ketten aus dem Boden geschossen und ein paar Einkaufszentren gebaut worden. Aber es gibt die dunklen Gassen, vor denen ich vor 20 Jahren noch gewarnt worden bin eigentlich nicht mehr. Zumindest nicht im Zentrum.

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Konye Urgench – Stadt der Mausoleen und der Wünsche

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Konye Urgench – UNESCO Welterbe einer unbekannten Zivilisation

Ich hatte bis vor wenigen Monaten noch nie vom Reich Choremien gehört. Wer jedoch nach Turkmenistan reist, der wird diesen Namen unweigerlich hören. Schließlich war es eines der wichtigsten, bekanntesten und prunkvollsten Reiche an der Seidenstraße. Mit Unterbrechungen gab es hier vom 6. Jahrhundert vor bis zum 13. Jahrhundert nach Christus zahlreiche Choresm-Shahs, die eine blühende Region beherrschten, die immer mal wieder angegriffen wurde. Ganz gründlich wurde Konye Urgench von den Mongolen Anfang des 13. Jahrhunderts zerstört. Es wurde aber wieder aufgebaut, nur um das von Tamerlan richtig gründlich zerstört zu werden.

Sooo viel Geschichte! In Konye Urgench kann man sich heute zahlreiche Überbleibsel dieser langen und bewegten Geschichte ansehen. Es stehen noch einige Mausoleen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert. Verschiedene Ehefrauen von Herrschern, Herrscher selbst und religiöse Gelehrte wurden hier bestattet, obwohl es ja im Islam eigentlich nicht unbedingt Sitte ist, prachtvolle Grabmäler zu bauen.

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Manchester – unerwartet attraktiv, sonnig und hip

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Manchester – wie Phoenix aus der Asche

In meiner Vorstellung war Manchester kein attraktives Reiseziel, sondern eine Industriestadt voller Dreck und Fabriken. Der einzige Grund, warum ich mich letztendlich auf den Weg in den Norden Englands gemacht habe, war ein Konzert. Die Götter der Rapmusik hatten für 2019 genau fünf Auftritte diesseits des Atlantiks angekündigt und das Datum für Manchester war das einzige, das in meinen Jahresreiseplan hinein gepasst hat. Erst dann habe ich mich mit der Stadt beschäftigt und herausgefunden, dass es wohl doch das eine oder andere zu sehen gibt.

Manchester hat mich zunächst einmal dadurch vollkommen überrascht, dass es zwei Tage lang wunderschön sonnig und halbwegs warm war. Und das Anfang Mai. Die Bewohner von Manchester scheint das Wetter auch kalt erwischt zu haben, denn sie waren alle unterwegs in den Parks und auf den Terrassen von Cafés, trugen Flip Flops und luftige Shirts. Eiscreme und fruchtige Getränke waren der Verkaufsschlager. Da fiel es nicht schwer, sich mit den Bewohnern von Manchester zu freuen.

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