Aschgabat – einzigartige Mischung aus Dubai und Pjöngjang

Die Hauptstadt von Turkmenistan ist Aschgabat. Zunächst dachte ich, dass es sich einfach um eine dieser typischen zentralasiatischen Städte handelt. In meiner Vorstellung ähnelte sie Almaty und Bischkek. Aber weit gefehlt. Aschgabat ist eine ganz außergewöhnliche Stadt, die mit eigentlich keiner anderen zu vergleichen ist. Im äußersten Falle könnte man sie einen Hybriden aus Pjöngjang und Dubai nennen.

Im modernen Teil von Aschgabat fällt zunächst auf, dass alles weiß ist. Die Gebäude bestehen nahezu alle aus weißem Marmor. Sie wirken, als sei keines von ihnen älter als 10 oder 15 Jahre und für die meisten trifft das auch zu. Zudem sind 80% aller Autos weiß. Die Straßenlaternen sind weiß ebenso wie Brücken, Monumente und Bushaltestellen. Weiß ist die Farbe des Glücks in Turkmenistan.

Man kann sich hier einen ganzen Tag damit beschäftigen, Monumente zu besichtigen und zu fotografieren. Es gibt das Monument der Unabhängigkeit, das Monument der Neutralität, das Denkmal für den Zweiten Weltkrieg, das Denkmal für die Erdbebenopfer von 1948, das Monument für den ersten Präsidenten, das Monument für das heilige Buch, das der erste Präsident geschrieben hat… Und so weiter.

Im Nationalmuseum sind Schätze aus 5000 Jahren Geschichte zu sehen und außerdem eine Ausstellung, die darüber informiert, wie klasse der aktuelle Präsident von Turkmenistan ist. Das Teppichmuseum ist ziemlich eindrucksvoll. Es gibt sogar ein Teppichministerium. Es gibt hier außerdem eine fast originalgetreue Kopie der Süleiman Moschee in Istanbul und eine gigantische Moschee mit dem Mausoleum des ersten Präsidenten. Und etwas außerhalb der Stadt liegen die  uralten Ruinen der alten Residenzstadt Nisa.

Aschgabat ist auf jeden Fall einen Abstecher wert – wenn man das Glück hat, ein Visum zu bekommen…

Eure Beatrice!

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