Banaue und Batad – Tagelang auf Reis starren!

Reis – so weit das Auge reicht!

Es ist eine Wohltat, den Lärm und das Gedränge auf den Straßen Manilas hinter sich zu lassen und auf der gut ausgebauten Autobahn diesen Moloch schnell hinter sich zu lassen. Die Autobahn führt nach Norden zu den friedlicheren und grüneren Regionen der Insel Luzon. Der Norden der Philippinen ist berühmt für seine Reisterrassen, die sogar auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen und die ich mir deshalb unbedingt einmal anschauen muss.

 Reisterrassen in Batad, Philippinen Banaue auf Luzon

Ich habe mir sagen lassen, dass die Ortschaft Banaue mit den sie umgebenden kleineren Orten der ideale Ort fürs tagelange „Auf-Reis-Starren“ ist. Tatsächlich habe ich vor, mir drei Tage lang den Reis und alles, was irgendwie damit zu tun hat, anzuschauen. Klingt langweilig, ist es aber nicht!

Das Dorf Banaue liegt zwischen grünen Hügeln und sein Klima ist – zumindest jetzt im Dezember – sehr angenehm. Die Taifunsaison ist vorüber und ich kann mich über sonnige 28 Grad freuen. Um Banaue herum wird an allen möglichen und vor allem an den unmöglichen Stellen Reis angebaut. Die Menschen haben hier schon vor 2000 Jahren Terrassen angelegt, auf denen man mit sehr viel Mühe und Geduld etwas anbauen kann.

 

Batad, Wasserbüffel Das Bergdorf Batad auf Luzon

Zur Perfektion gebracht haben diese Technik die paar Menschen, die in dem Örtchen Batad wohnen. Dieses Dorf liegt in einem Talkessel umgeben von steilen Hügeln und es mutet mit den Reisterrassen beinahe an wie ein Amphitheater. Bis vor wenigen Monaten war die Anreise noch eine Angelegenheit von einem ganzen Tag. Mittlerweile wurde eine Straße gebaut, allerdings nur bis etwa fünf Kilometer vor dem Ort. Die Straße endet ziemlich genau an der Stelle, wo es wirklich nicht mehr möglich ist, sie weiter zu bauen. Hier geht es nur zu Fuß weiter. Ein schmaler Pfad führt nach Batad hinab.

 Blick auf BanaueReisterrassen in Batad

In Batad kann man auf weiteren schmalen und steilen Pfaden und behelfsmäßigen Treppen zum Ortskern, durch die Reisfelder und bis zu einem kleinen Wasserfall wandern, wobei oft das Wort klettern die Aktivität besser beschreibt als der Begriff wandern. Muskelkater ist vorprogrammiert! Aber die Aussichten sind einfach traumhaft. Je nachdem, in welchem Stadium sich der Reis gerade befindet, ist alles mehr oder weniger grün. Eindrucksvoll ist es allemal.

Ein besonderes Erlebnis ist auch die Fahrt mit dem Jeepney auf der mittlerweile recht gut ausgebauten Straße, vor allem, wenn man sie nicht IM Jeepney, sondern auf dem Dach desselben unternimmt. Es gibt nicht viele Arten, unbequemer zu reisen, aber es ist ein Heidenspaß!

Eure Beatrice!

Leave a Reply