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Bukavu – Zwischenstation auf dem Weg zu den Gorillas

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Bukavu – Millionenstadt am Kivusee

Von Bukavu hatte ich noch nie gehört, bis ich eine Reise zu den Flachlandgorillas buchen wollte. Flachlandgorillas gibt es irgendwo in der Mitte von Afrika, hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo und ein paar anderen mehr oder weniger stabilen Staaten. Eine abenteuerlustige Reiseagentur in Deutschland bietet eine Reise zu den Östlichen Flachlandgorillas an, die im Osten der Demokratischen Republik Kongo wohnen.

Da ich keine besondere Vorliebe habe, wenn es um die Frage geht, ob ich lieber östliche oder westliche Flachlandgorillas mag, habe ich mich für diese Reise entschieden. Und so gelangte ich schließlich mit einem recht schnellen und erstaunlich modernen Motorboot im Hafen von Bukavu am Südufer des Kivusees an. Alle, die aus dem Motorboot aussteigen, müssen ihre Hände mit stark gechlortem Wasser waschen, woran ich mich schon in den vorherigen Tagen gewöhnt hatte. Ein großes Schild informiert darüber, wie man sich am besten vor Ebola schützt. Ansonsten könnte der kleine Hafen eigentlich an jedem beliebigen See liegen.

In Bukavu beziehe ich eigenartiger weise ein absolutes Luxushotel, wo ein Zimmer 180 Euro pro Nacht kostet. So teuer bin ich noch nie irgendwo abgestiegen, nicht mal in dem Kaff am Yellowstone Nationalpark, wo die Preise für Unterkünfte exorbitant waren. In Bukavu bekommt man für diesen Wahnsinnspreis ein halbwegs großzügiges Zimmer mit einem Bett und Fliegennetz. Es sieht auf den ersten Blick hübsch aus.

Auf den zweiten Blick bemerke ich, dass die Tapete von den Wänden fällt, dass an vier Stellen Wasserflecken die Decke zieren, dass die Kartenlesegeräte von den Türen abmontiert wurden und sehr unfachgerecht durch herkömmliche Schlösser ersetzt wurden, dass die Toilette leckt und dass die Tür zum Balkon nicht vollständig schließt. Es ist also ein typisch afrikanisches Hotelzimmer. Eigentlich habe ich nichts daran auszusetzen, bis auf den Preis!!

Der Rest von Bukavu ist im Grunde ein riesiges Chaos. Allerdings ein Chaos mit System. Die knapp eine Million Menschen der Stadt scheinen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf den Beinen zu sein, tragen allesamt etwas auf dem Kopf oder dem Rücken und machen die Stadt zu einem sehr geschäftigen und lebendigen Ort. Die Gebäude sind meist recht hässlich. Außer meinem Luxushotel scheint es keine Einrichtung zu geben, die in irgendeiner Weise touristisch ist.

Am Ende finde ich jedoch heraus, dass es in Bukavu ein Museum gibt. Der Museumswächter spricht französisch und kann mir einiges über seine recht eindrucksvolle Ausstellung an Masken und Artefakten erzählen. Ein Belgier hat vor dem letzten Krieg damit begonnen, kulturelle Artefakte und Kunstschätze von den verschiedenen Clans und Völkern hier im Ostkongo zu sammeln. Viele Könige aus der Umgebung fanden die Idee ziemlich gut, denn staatliche Museen gibt es nicht. Also entwickelt sich die Sammlung noch immer weiter.

Masken, Fetische, Trommeln und Figuren können hier bewundert werden und es gibt allerlei spannende Geschichten dazu. Mehr werde ich in meinem nächsten Buch verraten.

Eure Beatrice!

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