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Chicago – Wolkenkratzer und urbane Kunst der Spitzenklasse

Chicago – lebendig und majestätisch, amerikanisch und gleichzeitig unamerikanisch

Chicago ist die viertgrößte Stadt der USA. Einst war es die zweitgrößte, dann die drittgrößte…. Das hört sich nun nach einem Abstieg an – ist es aber nicht. Es sind nur einige andere einfach rasend schnell gewachsen. Chicago hat noch immer einen Teil des Zaubers, den es kurz vor der Jahrhundertwende in den 1890er Jahren hatte. Damals war Chicago im Rausch der Weltausstellung von 1893. Eine Menge weißer und faszinierender Gebäude modernster Technik entstanden einige Kilometer vom Zentrum entfernt. Unter anderem entstand das erste Riesenrad. Die Gebäude der Ausstellung waren allesamt mit elektrischem Licht beleuchtet. Millionen von Besuchern waren begeistert.

Ungefähr so begeistert war ich, als ich zum ersten Mal durch die engen Straßenschluchten zwischen den Wolkenkratzern des modernen Chicago spaziere. Zunächst einmal hat es mich überaus schockiert, dass hier 10 US-Dollar für eine Stunde parken verlangt werden. Dann aber konnte ich mich doch noch auf die Gebäude konzentrieren. Der Park ist an einem sonnigen Tag so voller Menschen, die sich zudem auch noch bewegen, dass ich einen Moment lang nicht glauben kann, dass ich tatsächlich in den USA bin.

Am nächsten Tag haben wir das Auto in der Vorstadt stehen lassen und sind mit der Bahn nach Downtown gefahren. Das klappte ziemlich gut. Im Großen und Ganzen kann man den Innenstadtbereich von Chicago zu Fuß erkunden. Der Millenium Park hat mir besonders gut gefallen. Dort stehen zahllose Kunstwerke im Grünen, während die Wolkenkratzer der Umgebung auf den Park hinab zu schauen scheinen. Das tollste Kunstwerk ist das Cloud Gate, das im Volksmund „the bean“ genannt wird. Es handelt sich um ein im weitesten Sinne bohnenförmiges Gebilde aus poliertem Edelstahl, in dem sich auf faszinierende Weise die gesamte Umgebung spiegelt. Der Künstler hatte zunächst 6 Millionen angesetzt und sein Werk schließlich für 23 Millionen fertig gestellt. Ob es das wert ist, sei einmal dahingestellt. Wunderschön ist es auf jeden Fall. Und die Menschen lieben es. Tausende Selfies und Fotos sind alleine in den 20 Minuten entstanden, die ich am Cloud Gate verbracht habe.

Die Zeiten der Mafia sind wohl weitestgehend vorüber. Zwar führt Chicago noch immer jedes Jahr die Mordraten in den USA an, aber davon merkt man in der schönen und sauberen Innenstadt nichts. Es gibt jede Menge tolle Restaurants, viel Fastfood, Unmengen von Pizza, die kein Italiener guten Gewissens als solche bezeichnen würde und auch ein paar tolle Museen. Weil das Wetter so schön war, habe ich allerdings die meiste Zeit draußen verbracht. In der Windy City ist schönes Wetter schließlich alles andere als selbstverständlich.

Windig war es allerdings auch bei meinem Besuch. Vom Michigan See, der wie ein Meer wirkt, kommt immer ein kleines Lüftchen her. Manchmal pfeift der Wind um die Ecken der historischen Hotels und Läden, die alle nicht älter als 150 Jahre alt sind. 1871 gab es nämlich ein verheerendes Feuer, das eigentlich die gesamte Innenstadt in Schutt und Asche legte. Daran hatte der ständige Wind auch eine erhebliche Mitschuld. Nach diesem Desaster wurde Chicago von zahlreichen jungen Architekten wieder aufgebaut, weshalb die alte Architektur ungeheuer modern und hip für Ihre Zeit ist. Wenn Ihr nach Chicago kommt, dass schaut unbedingt auch ins Innere der alten Gebäude hinein. Da gibt es so manche Juwelen zu entdecken.

Eure Beatrice!

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