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Der Assalsee – am tiefsten Punkt des Kontinents

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Der Assalsee – Salz, Salz und noch einmal Salz

Der Assalsee liegt ziemlich in der Mitte von Dschibuti direkt neben dem Ardoukoba-Vulkan. Man kann hier innerhalb eines Vormittags zwei Superlative besuchen: den jüngsten Berg der Welt und den tiefsten Punkt des Kontinents Afrika. Beide liegen nur wenige Kilometer auseinander. Vom Ardoukoba Vulkan aus floss vor etwa 40 Jahren, als der Vulkan entstand, ein Lavastrom in Richtung des Assalsees. Das kann man heute ziemlich gut erkennen. Die Tatsache, dass der See mehr als 150 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, lässt den Ardoukoba etwas höher erscheinen, als er eigentlich ist. Egal wo sie stehen, werden Berge immer am Meeresspiegel gemessen.

Das Rote Meer, das ziemlich genau den Meeresspiegel angibt, liegt auch nur wenige Kilometer entfernt vom Ardoukoba und erinnert ihn daran, dass er nur knapp 300 Meter hoch ist und nicht 450.

Wie auch immer. Der Ardoukoba ist ein Vulkan, den man schnell besteigen kann. Er hat die typische Form eines Vulkans und der Kegelstumpf ist schön zu erkennen. Die Lava sieht von Weitem schwarz aus. Bei näherem Hinsehen sind jedoch alle möglichen Braun- und Rottöne zu erkennen. Oben am Kraterrand sogar grünliche und gelbe Partien. Der Ausblick von oben ist eindrucksvoll, denn zur einen Seite erstreckt sich der tiefblaue Golf von Tadjoura und zur anderen deutlich weiter unten der gleißend weiß schimmernde Assalsee.

Der Assalsee ist ein beachtliches Phänomen. Er bildet den tiefsten Punkt von Afrika und liegt 157 Meter unter dem Meeresspiegel. Gespeist wird er von einigen heißen salz- und schwefelhaltigen Quellen, aber auch von mehreren unterirdischen Verbindungen zum Roten Meer. Von dort gelangt also auch Salzwasser in den See, der langsam schrumpft. 54 Quadratkilometer sind bedeckt vom See und von riesigen Flächen, die aus Salz bestehen. Langsam aber sicher gewinnt das Salz die Überhand. Als ich schließlich am Ufer des Sees auf einer perfekt ebenen weißen Fläche stehe, befinden sich unter mir 70 Meter Salz. Nur Salz. Unglaublich.

Mit Hacken, Eimern, Schubkarren und Baggern wird das Salz hier abgebaut und in alle Welt verschifft. Es wird für verschiedene chemische und industrielle Herstellungsprozesse verwendet.

Die Landschaft am Assalsee ist faszinierend. Kann man das eigentlich Landschaft nennen, wenn es sich fast ausschließlich um Salz handelt? Rund um den See herum gibt es ein paar Berge. Aber die gesamte Ebene besteht aus Salz. Alles ist weiß, manchmal etwas gelblich, wenn sich ein wenig Schwefel hinein mischt, manchmal etwas schmutzig. Das Wasser des Sees hat über 35% Salzgehalt. Das ist sogar mehr als im Toten Meer.

Ich ziehe die Schuhe aus und wage mich langsam in den See. Sofort bereue ich das. Meine zarten europäischen Fußsohlen schmerzen, denn der Boden des Sees besteht keines Falls aus Sand, sondern natürlich auch aus Salz. Dieses ist hart wie Stein und die Ebene ist mit spitzen Zacken gespickt. Ich gehe wie ein Fakir auf Nadeln. Ein verkrampftes Lächeln fürs Foto und schnell wieder an Land! Oder eben aufs trockenere Salz…

Der Assalsee und der Ardoukoba Vulkan sind aufregende Naturphänomene, wie man sie in Europa nicht findet. Absolut sehenswert und die lange und beschwerliche Reise wert!!

Lust auf mehr? Lest es nach in Sehnsucht nach Überall!


Eure Beatrice!


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