Die Absheron Halbinsel ganz im Zeichen des Feuers

Auf Absheron: ein ewiges Feuer aber kein Berg!

Die Absheron Halbinsel ist der Zipfel von Aserbaidschan, der sich östlich von der Hauptstadt Baku ins kaspische Meer hinein erstreckt. Dort gibt es einiges zu sehen, denn dieses Eckchen war schon vor tausenden von Jahren stark umkämpft und beliebt. Heute kann man von Baku aus prima einen kleinen Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Absheron unternehmen. Alles ganz bequem.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist der zoroastrische Feuertempel. Dieser Tempel ist schon teilweise über 1000 Jahre alt. Es handelt sich um Grunde nur um ein paar alte Mauern und Gemäuer, in denen irgendwann einmal indische Buddhisten gebetet haben. Später haben dann  die Leute übernommen, die den Lehren Zarathustras folgten.

So entstand die zoroastrische Religion, der tatsächlich noch heute ein paar tausend Leute angehören. Ein paar hier, wo die Religion herkommt und ein paar in den Vereinigten Staaten, wo die Menschen bekanntlich an alles Mögliche glauben. Das Feuer zu verehren, macht ja irgendwie auch Sinn, denn Feuer ist genau genommen etwas ganz schön faszinierendes. Daher war für meinen Geschmack auch irgendwie etwas zu wenig von diesem Feuer im Feuertempel vertreten. Bis auf zwei, drei ewige Flammen war nichts zu sehen. Das hätte man etwas eindrucksvoller gestalten können.

Trotzdem ist der zoroastrische Feuertempel auf Absheron natürlich sehenswert. Wieso die Menschen hier das Feuer verehrt haben, wird etwas deutlicher, als ich dann schließlich am Yanar Dag, am brennenden Berg, ankomme. Auch dieser ist etwas enttäuschend, denn es ist zunächst mal kein Berg weit und breit zu sehen.

Alles was brennt, ist ein kleines Fleckchen von ein paar Quadratmetern am Fuße eines kleinen Hügels. Als die Inder damals hierher kamen, soll es noch drei Flächen gegeben haben, die Tag und Nacht lichterloh brannten. Von diesen ist nur eine noch vorhanden.

Irgendwie ist es ja schon eindrucksvoll, dass da einfach immer Gas aus der Erde austritt, das Tag und Nacht brennt. Einfach so. Aber trotzdem hatte ich bei der Bezeichnung „brennender Berg“ ein wenig mehr erwartet. Immerhin brennt es und es kommen große Busse voller Touristen aus allen Teilen der Erde hierher, um das Naturschauspiel zu sehen.

Ansonsten gibt es auf Absheron noch ein paar Festungstürme zu sehen und eine ganze Menge Ölbohrpumpen, die erklären, warum Baku so reich und schön ist.

Eure Beatrice!

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