Etosha Nationalpark – alles außer Erdmännchen!

Etosha Nationalpark – Namibias Fauna

Der Etosha Nationalpark ist sicherlich einer der besten Orte auf dieser Welt, um afrikanisches Großwild aus der Nähe zu sehen. Drei Tage sind eigentlich genug, um sich einen Überblick zu verschaffen, aber ich hätte noch ein paar Tage länger bleiben können. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen, Elefanten, Löwen, Giraffen und Warzenschweine dabei zuzusehen, wie sie Wasser trinken oder einfach nur herum spazieren.

Die Zebras spazieren immer in riesigen Gruppen umher. Manchmal mischen sich ein paar Gnus unter die Zebras. Die Giraffen sind besonders vorsichtig, wenn sie Wasser trinken. Bevor sie ihren Kopf nach unten bewegen, um zu trinken, schauen sie sich ganz ausführlich in der Gegend um, damit sie sicher sein können, dass keine Gefahr droht. Wenn sie nämlich den Kopf in Richtung Wasser bewegen, hören und sehen sie schlecht, weil ihnen das Blut in den Kopf fließt. Das macht diesen Moment zu einem gefährlichen Augenblick.

Die Elefanten fühlen sich im Etosha Park sichtlich wohl. Wenn sie gerade in der Laune sind, dann stehen sie auf den Straßen herum und hindern die Safari Jeeps daran, weiterzufahren. Dabei geben sie hervorragende Fotomotive ab. Die drei Camps, die ich im Etosha Park besucht habe, hatten allesamt jeweils ein Wasserloch mit einer Art Zuschauertribüne, von der aus die Touristen den Tieren beim Trinken zuschauen können. Die Tiere wechseln sich dabei immer ab. Erst wenn die Elefantenherde ihren Durst gestillt hat, kommen die Nashörner, die Giraffen oder die Impalas zum Wasser.

Die Elefanten sehe ich besonders gerne, vor allem weil die Babyelefanten sich einen Spaß daraus machen, die Vögel zu verjagen. Außerdem machen sie den älteren Tieren alles nach. Diese genießen es, sich Wasser über den Rücken und an die Flanken zu spritzen. Die Kleinen versuchen, es ihnen gleich zu tun. Übung macht den Meister.

Ich hatte Glück und habe Hyänen, Warzenschweine, eine Familie von Mangusten, schwarze Nashörner, Löwen und sogar einen Leoparden gesehen. Allerdings kein einziges Erdmännchen. Weder im Etosha Park noch in der Namib Wüste ließ sich auch nur ein einziges Erdmännchen blicken, wobei doch Namibia im Grunde so berühmt ist für diese unglaublich niedliche Spezies. Es sieht also ganz so aus, als müsste ich in der Zukunft noch einmal nach Namibia fahren. Und das werde ich wahrscheinlich mit Begeisterung tun.

Eure Beatrice!

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