Iguazu Wasserfälle – So schön kann Wasser sein

Die Iguazu Wasserfälle waren das eigentliche Ziel meiner Reise. Dass ich mich am Ende für eine Kombi aus Wasserfällen und drei Millionenstädten entschieden habe, hat mich selbst ein wenig überrascht. Die dritte Station auf meiner Reise ist dann endlich Iguazu. Zunächst besuche ich die argentinische Seite der Wasserfälle. Die Grenze zwischen den beiden Staaten verläuft nämlich an dieser Stelle mitten im Fluss Iguazu und auf diese Weise haben beide etwas von dem Naturwunder. Sowohl Argentinien als auch Brasilien haben einen Nationalpark ausgewiesen um das Gebiet vor allem Möglichen zu schützen.

 Iguazu  Brasilien

Ich fühle mich in mehreren Momenten an die Viktoriafälle erinnert. Es gibt einige Gemeinsamkeiten: Zwei Länder teilen sich die Iguazu Wasserfälle; in der Nähe gibt es ein Dreiländereck; es gibt sooo viel Wasser und tolle Regenbögen. Die Unterschiede sind allerdings auch spürbar: vor allem in der Organisation vor Ort, in der Zahl der Touristen und darin, dass die Brasilianer und Argentinier sehr viel Wert auf die Sicherheit ihrer Besucher legen. Man darf nirgends einfach so auf den Klippen herumtanzen. Trotzdem haben die Iguazu Wasserfälle Ihren ganz eigenen Charme. Auf der argentinischen Seite ist ein langer Steg aus Metall gebaut, an dessen Ende man einen traumhaften Blick direkt hinunter in die Teufelsschlucht. Dutzende von Schmetterlingen in den schönsten Farben sind hier unterwegs. Sie scheinen sich zwischen den Touristen und der aufwirbelnden Gischt wohl zu fühlen. Man wird die Viehcher überhaupt nicht mehr los. Einer leckt mir minutenlang hingebungsvoll die Hand und will sich nicht abschütteln lassen.

Schmetterling  Iguazu

Auf der brasilianischen Seite sieht man die ganze Pracht dann aus einem anderen Blickwinkel. Wieder mache ich dutzende Fotos aus allen möglichen Positionen heraus und hier werde ich dabei auch noch richtig nass. Die Brasilianer haben nämlich einen Steg gebaut, der bis zu einer exponierten Stelle hin reicht, wo quasi von allen Seiten Wasser hinab stürzt. Der Regenbogen ist eindrucksvoll, vor allem, wenn die Sonne so wunderschön scheint.

Die Agentur hat mir ein Hotel in Foz do Iguaçu gebucht. Natürlich könnte man auch auf der argentinischen Seite in Puerto Iguazu übernachten, aber da meine nächste Station Rio ist, spart mir ein Hotel auf der brasilianischen Seite eine weitere Grenzüberquerung. Die kleine Stadt Foz do Iguacu ist jedoch langweilig. Es gibt ein Shoppingcenter und jede Menge Hotels. Die Agentur hat für mich bizarrerweise einen Luxusschuppen mit 5 Sternen gebucht. Hier stehen den Gästen ein Riesenpool, ein Gymnastiksaal und ein Kongresszentrum zur Verfügung. In meinem Zimmer gibt es zwei gigantische Doppelbetten und eine Badewanne, in der vier Personen meiner Statur bequem Platz finden würden. Der Fernseher hier im Zimmer ist größer als meiner zuhause. Ich bin maßlos underdressed. Das einzige, was mir an diesem Unsinn wirklich Freude bereitet ist das Frühstücksbuffet, das eine Auswahl an sechs Obstsorten und acht frisch gepressten Säften bereithält. Endlich mal etwas, das auch mir den Luxus angenehm macht.

Wasserfall  Iguazu

Was die Iguazu Wasserfälle etwas weniger spannend macht als die Viktoriafälle ist, dass es hier keine Geistergeschichten gibt. Leider hat niemand die Ureinwohner nach ihren Göttern und Legenden gefragt, bevor sie von den Kolonialherren ausgerottet wurden. Die Wasserfälle an sich spielen allerdings mindestens in der Liga der Viktoriafälle und das ist ja wohl die erste Liga! Ich bin restlos beeindruckt!

Eure Beatrice!

One Comment

  • Samuel sagt:

    Hallo Beatrice,

    sehr schöne Bilder und ein sehr schöner Bericht. Meine Frau und ich waren auch schon sehr oft an den Wasserfällen von iguazu. Als „Nachbarn“ dieser Wasserfälle besuchen wir öfter mal mit unseren Freunden dieses Naturspektakel. Wir waren also schon über 8 mal dort. Auf unserem Blog haben wir übrigens einige Insiderinfos zu diesem Thema veröffentlicht. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen ja weiter: http://vaguss.com/6-insidertipps-wasserfaelle-von-iguazu-karte-anreise/

    Danke für deinen Bericht! Das können wir auch nur weiter empfehlen. Wichtig wäre hier nur, den Touristenansturm auszuweichen.

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