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Kahuzi Biega Nationalpark – eine Perle im Ostkongo

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Kahuzi Biega Nationalpark – Zu Gast bei unseren Verwandten

Der Kahuzi Biega Nationalpark befindet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo nicht weit von der Stadt Bukavu am Kivusee entfernt. Es handelt sich nicht unbedingt um eine touristisch geprägte Ecke, aber der Kahuzi Biega Nationalpark ist eine Touristenattraktion – schließlich kann man hier die östlichen Flachlandgorillas besuchen. Das Gorilla Tracking ist hier im Kongo auch mit 400 US-Dollar deutlich günstiger als in Uganda und unglaublich viel günstiger als in Ruanda.

Die kleine Rangerstation am Eingang zum Nationalpark erreicht man am besten mit einem Geländewagen, denn schon der Weg von Bukavu zum Park führt durch Ortschaften, deren Straßen bei Regen oder Feuchtigkeit eine Herausforderung sein können. Es wird Kaffee und Tee serviert, während einer der Ranger eine Ansprache hält und alles Wissenswerte erklärt. Ich erfahre, dass es zwei Gorillafamilien im Kahuzi Biega Nationalpark gibt, die an Menschen gewöhnt sind. Da eine der beiden Familien jedoch nur aus einem einzigen Männchen besteht, ist die größere Familie, die aus über einem Dutzend Tieren besteht, die eigentlich interessante für Besucher.

Diese Familie besteht aus dem Sohn des einzelnen Männchens, der dieses vor einigen Jahren verjagt hat, um seinen Platz als Silberrücken und Familienoberhaupt einzunehmen und mehreren Weibchen sowie Jungtieren. Highlights für Touristenkameras sind dreijährige Zwillinge und ein 11 Monate altes Baby. Man verfrachtet mich in einen noch geländegängigeren Wagen und los geht die holprige Fahrt über eine Piste durch den Kahuzi Biega Nationalpark, die diesen Namen eigentlich nicht verdient hat.

Nach einer halben Stunde ordentlichen Durchschüttelns im Truck, geht es dann zu Fuß weiter. Zunächst ist so etwas wie ein Pfad erkennbar, nach etwa einer viertel Stunde sind wir jedoch dazu übergegangen, dass die Ranger mit ihren Macheten einen Weg durch das dichte Gestrüpp und Unterholz schlagen. Ich folge brav und gespannt. Nach einer guten Stunde durch Schlamm, Sumpf, Ameisenhaufen, dichtes Blattwerk und über so manchen umgefallenen Stamm, sehen wir frische Gorilla-Exkremente. Juchu! Es ist nicht mehr weit.

Tatsächlich sind die Gorillas nun in unmittelbarer Nähe und die Ranger finden sie sofort. Ich kann den Silberrücken beim Fressen beobachten. Die Gorilla-Dame mit dem 11 Monate alten Baby kommt vom Baum herab und setzt sich vor uns hin, ganz so, als wolle sie uns ihren Nachwuchs präsentieren. Sie sitzt in perfekter Pose und schaut in die Kamera. Es ist keine Spur von Angst oder Musstrauen zu erkennen. Die Gorillas sind auch hier im Kongo, wie in Uganga, an Besucher gewöhnt und scheinen nichts mehr davon zu wissen, dass Menschen einst ihre ärgsten Feinde gewesen sind.

Ich genieße über eine Stunde im Kahuzi Biega Nationalpark in der Gegenwart dieser faszinierenden Tiere und versuche, die Unterschiede zwischen Berggorillas und Flachlandgorillas zu entdecken. Längere Gesichter und glattere Nasen. Vielleicht… Fest steht, dass auch diese Art von Gorillas friedlich und sehr sozial ist. Ich kann mich kaum sattsehen, als zwei der Dreijährigen einen Ringkampf beginnen und minutenland vor meiner Kamera herumtollen.

Ihr solltet alle den Kongo und vor allem den Kahuzi Biega Nationalpark als ein potentielles Reiseziel in Erwägung ziehen. Hier gibt es echt was zu sehen!

Eure Beatrice!

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