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Lopouafla – Drei magische Tänze bei den Baoulé

Lopouafla – ein lebendiges Dorf bei Bouaflé

In der Nähe von Bouaflé liegt das Dorf Lopouafla. Hier gibt es natürlich auch noch viele andere Dörfer, in denen hauptsächlich Menschen vom Stamm der Baoulé leben. Aber mich hat es auf dieser Reise eben nach Lopouafla verschlagen. Man hat mich herzlich willkommen geheißen, einen kleinen Platz im Schatten von herumstreunenden Schweinen und etwas Hundekot befreit und mir dann einen bequemen Plastikstuhl angeboten.

Ich war angemeldet. Wenn sich eine Touristengruppe anmeldet, dann führen die Menschen in Lopouafla ihren bekannten Tanz auf, der genau genommen aus drei verschiedenen Tänzen besteht und für die gesamte Region typisch ist. Dass es jedoch nicht allzu oft passiert, dass hier Touristen auftauchen und die Tänze aufgeführt werden, merke ich daran, dass sich Dutzende von Dorfbewohnern und wahrscheinlich alle Kinder des Dorfes auf dem kleinen Platz einfinden, um das Spektakel mitzuerleben.

Der erste Tanz wird von einem jungen Mann aufgeführt, der in einer Art Kostüm aus Zweigen und Blättern steckt. Er tanzt zu Trommelmusik und dissonantem Flöten, das mich ein wenig an die Musik in Burkina Faso erinnert.

Im zweiten Tanz hat ein Mann eine Affenmaske auf und ein Baströckchen. Er tanzt und macht Bewegungen, die einen Affen imitieren. Die Kinder sind teils begeistert und kichern. Die kleineren unter ihnen scheinen allerdings einen gehörigen Respekt vor dem Kerl im Affenkostüm zu haben und weichen jedes Mal zurück, wenn er in ihre Richtung stampft oder hüpft.

Beim dritten Tanz erscheint ein muskulöser junger Mann mit einer eindrucksvollen hölzernen Maske. Auf ihr sind eine Schlange und ein Falke zu sehen, die auf einem lächelnden Gesicht sitzen. Ansonsten ist der Mann in Kleidung gehüllt, die die Farben der Flagge der Elfenbeinküste hat. Der Tanz gehört zu den Initiationsriten der Baoulé und wird zu verschiedenen Gelegenheiten aufgeführt, nicht nur für Touristen. Der Tanz sieht anstrengend aus und es ist jede Menge Beinarbeit gefordert.

Nach dem Spektakel begleiten mich die hundert Kinder noch auf einem Spaziergang durch das Dorf, wo ich mir ansehen, wie die Menschen hier leben. Wieder einmal wird klar, dass die Elfenbeinküste kein reiches Land ist. Ich staune über ihren Erfindungsreichtum und darüber, wie sie mit so einfachen und wenigen Mitteln ihren Alltag bestreiten.

Eure Beatrice!

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