Phnom Penh – Quirlige Hauptstadt mit Geschichte

Zauberhafter Königspalast und leckere Tom Yam Suppe

Phnom Penh ist mit Abstand die größte Stadt in Kambodscha und das wirtschaftliche wie auch politische Zentrum des Landes. Verglichen mit Bangkok oder Ho Chi Minh Stadt, könnte man Phnom Penh fast noch als verschlafen bezeichnen, aber auch hier tut sich einiges und die Hauptstadt Kambodschas entwickelt sich rasend schnell weiter.

Ich habe in Phnom Penh all das vorgefunden, was ich mir von einer quirligen asiatischen Hauptstadt erwartet habe. Tausende von Motorrollern, die fast ausnahmslos auch ihre Dienste als Taxi anbieten, wenn sich die Gelegenheit bietet, bevölkern die Straßen. Märkte sprießen am Morgen aus dem Boden und legen ganze Straßenabschnitte lahm. Garküchen erfüllen am Abend die Luft mit ihren Düften, die zwischen verlockend, exotisch und gewöhnungsbedürftig abwechseln. Nur ist eben alles ein wenig harmloser und friedlicher als zum Beispiel im Moloch Manila oder Bangkok.

Phnom Penh ist eine sympathische Hauptstadt. Natürlich kann man hier auch die Regierungsgebäude besichtigen. Das sollte man sogar unbedingt tun! Vom Königspalast war ich hellauf begeistert. Er erinnert entfernt an die Pracht der Anlage in Bangkok, hat aber seinen ganz eigenen Charme und ihn umranken mindestens so viele Legenden und Sagen wie seinen großen Bruder. Die kambodschanischen Könige blicken auf eine lange Geschichte zurück und allein schon die Silberpagode mit ihrem Fußboden aus reinem Silber ist den Besuch wert.

Kulinarisch gesehen bietet Phnom Penh die ganze Bandbreite der kambodschanischen Küche. Als europäischer Tourist sollte man sich stets nach dem Schärfegrad der Gerichte erkundigen. Wenn die Kellner behaupten, dass ein Currygericht oder eine Suppe sehr scharf ist, dann kann man ihnen das getrost glauben und sollte sich nicht herausgefordert fühlen. Die Kambodschaner essen in einer anderen Liga als ich. Soviel steht fest. Die Tom Yam Suppe, die ich in Kambodscha zum ersten Mal gegessen habe, habe ich allerdings fest in meinen Speiseplan auch zu Hause integriert, denn sie ist einfach köstlich!

Natürlich hat Phnom Penh auch eine dunkle Vergangenheit. Wer sich über die Zeit der Roten Khmer informieren will, der kann dies in Kambodscha eigentlich nur hier in der Hauptstadt. Über das Tuol Sleng Foltergefängnis, das heute ein Museum in einem Stadtteil von Phnom Penh ist und die Killing Fields mit dem Völkermord-Mahnmal in einem der Vororte habe ich einen eigenen Blogartikel verfasset.

Und die ganze Geschichte über meine Kambodscha-Reise in 2014 könnt ihr in meinem Buch „Lieblingskrankheit: Reisefieber“ nachlesen.

Eure Beatrice!

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