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Santo Domingo – kolonialer Charme in der Dominikanischen Republik

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Santo Domingo und Boca Chica

Irgendwie ist es mir diesmal gelungen, auf dem Weg zu meinen Verwandten in den USA einen mehrtägigen Zwischenstopp im Süden der Dominikanischen Republik einzuschieben. Die Flugverbindung war zwar nicht unbedingt perfekt, aber sie hätte auch deutlich schlechter sein können. Mit dem Besuch in Santo Domingo bin ich nun schließlich in 123 Ländern gewesen. Eine schöne Zahl, um das Jahr 2019 abzuschließen.

Das eigentliche Ziel dieser Tour waren gleichermaßen die koloniale Stadt Santo Domingo und die herrlichen Wetterverhältnisse in der Dominikanischen Republik um diese Jahreszeit. Der Jahreswechsel geht ja in Deutschland immer mit jeder Menge Kälte und Dunkelheit vonstatten. Auch in Las Vegas würde mich Kälte erwarten, wenn auch immerhin bei Sonnenschein. Das Wetter in Santo Domingo und in Boca Chica, dem Touristenstädtchen an der Südküste, wo ich ein recht erschwingliches Hotel gefunden hatte, hielt, was es versprach. Es war die ganze Zeit über warm bis heiß. Sogar das Meerwasser war angenehm und ich konnte mich absolut nicht beklagen.

In Santo Domingo habe ich am Ende nur einen einzigen Tag verbracht, und zwar damit, mir die Festung, die Casa Real mit ihrem Museum zur Geschichte der Insel und die Kathedrale anzusehen. Nachdem man mir in Sevilla vor etwas mehr als einem Jahr gesagt hatte, dass weitere 200 Gramm der Leiche von Christoph Kolumbus in Santo Domingo bestattet seien, hatte ich fest damit gerechnet, hier auf ein Grab des „Entdeckers“ zu treffen. Ich konnte es jedoch nicht finden. Die Kathedrale war allgemein etwas enttäuschend im Vergleich zu anderen Kathedralen in Mittel- und Südamerika, wo manchmal regelrecht Tonnen von Gold verarbeitet wurden.

Die Festung hingegen bot ein paar hübsche Anblicke, ebenso wie viele kleine Sträßchen mit Plätzen in der Altstadt. Die Uferpromenade ist hingegen deutlich weniger ansehnlich. Immerhin gibt es aber eine Fußgängerzone, die zu dieser Zeit des Jahres voller Weihnachtskitsch steht.

Boca Chica, wo ich ein paar Tage verbracht habe, ist ein Touristenort, in dem es erstaunlich wenige Deutsche gibt. Natürlich gab es auch deutsche Besucher. Wo gibt es die nicht? Aber vornehmlich waren hier Spanier und Italiener unterwegs sowie viele gemischte europäisch-dominikanische Paare und Familien. Man kann hier auch jede Menge Europäer sehen, die auf der Suche nach einer solchen Paarverbindung sind. Immerhin gibt es aber hervorragenden frischen Fisch, der von den Einheimischen aus kleinen Holzbuden verkauft wird. Man darf auf keinen Fall den Fehler machen, und an der ersten Bude (aus Richtung des öffentlichen Strandes kommend) einen Fisch bestellen. Knapp 50 Meter weiter hinein in das Gelände, wo diese Comedores und Kioske stehen, bekommt man Fisch, der deutlich besser mariniert und gewürzt ist und zudem nur etwa die Hälfte kostet. Ich habe ich vier Tagen sechsmal im „Dios ante todos“ ganz hervorragende Mahlzeiten zu mir genommen. Wirklich zu empfehlen! Von den Namen der Kioske darf man sich nicht abschrecken lassen.

Mein Hotel war einerseits ein Glücksgriff, weil es sowohl am Strand als auch an der Straße lag, andererseits etwas gewöhnungsbedürftig, weil zumindest an zwei Tagen beziehungsweise in zwei Nächten bis um sieben Uhr am Morgen eine unheimlich laute Party nebenan im Gange war, die dazu geführt hat, dass ich morgens deutlich länger brauchte, bis ich in der Lage war, mein Frühstück suchen zu gehen. Zudem wird das Hotel höchstwahrscheinlich von der italienischen Mafia geführt. Vielleicht auch nicht. Die Angestellten können nicht mit einem Computer umgehen und mussten mich mehrfach fragen, wann ich angereist bin, wann ich abzureisen gedenke und ob ich eine Reservierung hätte. Zudem waren drei Versuche nötig, bis sie es schafften, mir das richtige WLAN-Passwort zu geben. Der Chef-Italiener fiel mehrfach durch extreme Trunkenheit auf, was mich aber nicht im geringsten gestört hat.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich die Dominikanische Republik für etwas langweiliger halte als Jamaika oder Kuba. Vielleicht hatte ich mir aber auch die falsche Ecke ausgesucht. Die Ananas ist jedoch unschlagbar gut hier und das ist schon Grund genug, nochmal herzukommen.

Eure Beatrice!

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