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Sofia – Stadt der Kirchen, der Löwen und Schafsknöchel

Sofia – friedliche Hauptstadt voller Geschichten und Geschichte

In der schönen bulgarischen Hauptstadt Sofia gibt es einiges zu sehen – vor allem Kirchen jeder Art. Da ist die Santa Sofia Kirche, die der Stadt ihren Namen gegeben hat. Sie hat keinen Glockenturm, weshalb ihre Glocke in einem Baum vor der Kirche hängt. Da ist die Sankt Nikolai Kirche, in der man bei einem russisch orthodoxen Heiligen seine Wünsche hinterlassen kann und dann ist da die Sweta Nedelja Kirche, in der beinahe mal ein König umgebracht wurde. Allerdings war er zu spät dran und so wurden nur alle anderen wichtigen Leute umgebracht. Zu spät zu kommen ist seither in Bulgarien in Mode.

Dann wäre da noch die Sweta Petka Samardzija Kirche. Es war damals nur möglich, an dieser Stelle eine Kirche zu errichten, wenn einwandfrei belegt werden konnte, dass an der Stelle schon früher eine Kirche gestanden hatte. Das war Bedingung für die Baugenehmigung. Also wurden jede Menge Bestechungsgelder an alle möglichen Menschen gezahlt, bis schließlich die nötigen Beweise auf dem Tisch lagen. Leider war durch die horrenden Bestechungsgelder der Großteil des Budgets für die Kirche aufgebraucht, weshalb die Sweta Petka Samardzija Kirche in Sofia nur sehr klein ist.

Die Menschen in Sofia lieben Löwen. Schon immer. Die ersten Löwen, die in Sofia zum Beispiel in kupferne Tore geprägt wurden, sahen wie kleine Kätzchen mit Schnurrbärten aus, weil damals niemand so recht wusste, wie Löwen eigentlich aussehen. Man wusste nur, dass Löwen ganz klasse sind. Bis heute ist das so. Bierdosen, auf denen ein Löwe abgebildet ist, verkaufen sich signifikant besser als alle anderen Arten von Bier. Die Bulgaren sind davon überzeugt, dass die Umrisse ihres Landes auf der Weltkarte ziemlich stark einem Löwen ähneln. Und nicht zuletzt heißt die bulgarische Währung ja auch Leva – Löwe.

Es gibt auch noch eine einzige recht hübsche Moschee in der Stadtmitte. Nachdem die ottomanischen Herrscher endlich aus Sofia abgezogen waren, wollten die Stadtväter Sofia zu einer etwas moderneren und mehr westlichen Stadt machen. Also brachten sie an acht von neun Moscheen jeweils am Minarett Sprengsätze an. Sie warteten auf den nächsten starken Sturm und sprengten dann die Minarette. Sie gaben dem Sturm die Schuld. So konnte niemand richtig wütend werden und so gibt es heute nur noch eine Moschee mit Minarett.

Die meisten Menschen sind ohnehin bulgarisch orthodoxen Glaubens. Die schönste und größte Kirche ist die bulgarisch orthodoxe Alexander Nevski Kathedrale. Sie ist sowohl von außen als auch von innen ziemlich eindrucksvoll und steht perfekt fotogen auf einem großen Platz.

Kulinarisch gesehen ist Bulgarien nicht unbedingt mein Lieblingsland. In den lokalen Restaurants gibt es erstaunlich viel Gehirn, Leber, Knöchel, Nieren, Lugen und Köpfe von Tieren, hauptsächlich Schafen. Es gibt unförmige Würstchen und aus Hackfleisch hergestellte Würste mit rätselhaftem Inhalt. Aber es gibt auch viel Gemüse, wie zum Beispiel Auberginen und Tomaten.

Sofia ist also auf jeden Fall eine kleine Reise wert. Ab April hat man meist auch Glück mit dem Wetter.

Eure Beatrice!

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