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Afrika Archive • Beatrice Sonntag

In N’Dara braucht man Geduld, aber kein Telefon

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N’Dara – Feuertänzer ohne Handyempfang

Das Dorf N’Dara liegt in der Nähe von Boundiali etwa 30 Kilometer von Korhogo im Norden der Elfenbeinküste. Es ist über eine verhältnismäßig gute Schotterpiste erreichbar, zumindest an Tagen, an denen es nicht allzu stark regnet. Pünktlich um 15 Uhr erreichen wir N’Dara, wo wir angekündigt waren und wo für uns der berühmte Feuertanz aufgeführt werden sollte.

Selbstverständlich ist um 15 Uhr niemand da bis auf ein paar Herren, die sich in ihren Schaukelstühlen hin und her wiegen, eine Horde spielender Kinder und fast genauso viele Schweinchen, die umher flitzen und sich in den Pfützen suhlen. Mein Reisebegleiter informiert mich darüber, dass wir zwar für 15 Uhr eingeladen und angekündigt waren, dass er aber normalerweise immer jemanden anruft, um die pünktliche Ankunft zu bestätigen. Read More

Niofoin – ein zauberhaftes Dorf im Norden der Elfenbeinküste

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In Niofoin leben die Fetische im schönsten Haus des Dorfes

Niofoin ist ein Dorf im Norden der Elfenbeinküste ganz in der Nähe von Boundiali, etwa eine Fahrtstunde von der Stadt Korhogo entfernt. Falls Ihr keinen dieser drei Namen jemals vorher gehört habt, so ist das keine Schande, denn mir ging es genauso, bis ich mich schließlich für die Reise an die Elfenbeinküste entschieden habe und mir angeschaut habe, was es dort alles zu sehen gibt. Es hat sich herausgestellt, dass Niofoin unbedingt auf meiner Reiseroute stehen sollte, weil es da ein so zauberhaftes Fetischhaus gibt.

Niofoin ist ein Dorf, in dem Menschen vom Stamm der Senoufo leben. Diese Volksgruppe habe ich vor ein paar Jahren bereits in Burkina Faso angetroffen und ich habe in Niofoin ihre raffinierten Speicherbauten aus Lehm und Kuhdung wiedererkannt. Diese stehen auch hier in Niofoin zwischen den runden Wohnhäusern, in denen die Frauen leben und den eckigen Häusern, in denen die Männer wohnen. Read More

Grand Bassam – Strand, UNESCO und Trachten

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Grand Bassam – koloniales Erbe und beinahe Geisterstadt

Die Stadt Grand Bassam war einst die Hauptstadt der französischen Kolonie Côte d’Ivoire, also der Elfenbeinküste. Irgendwann brach dann eine schlimme Gelbfieberepidemie aus, woraufhin die Franzosen entweder starben oder Grand Bassam verließen. Es wurde eine andere Hauptstadt gegründet.

Bevor diese schlimme Epidemie ausbrach, hatten die Franzosen aber schon eine ganze Menge an Gebäuden in Grand Bassam errichtet. Diese stehen unweit eines recht schönen Sandstrandes und verfallen seither mehr oder weniger. Viele stehen nun schon seit ein paar Jahrhunderten leer. Andere werden von den Menschen genutzt. Die Stadt unterteilt sich heute in Neu-Bassam und Alt-Bassam, wobei letzteres aufgrund der vielen noch erstaunlich gut erhaltenen Kolonialbauten seit 2012 unter Denkmalschutz und auf der Liste des UNESCO-Welterbes seht. Read More

Windhoek – Zwischen Bauernstube und Gnus

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Nachdem ich vor ein paar Jahren in Windhoek gelernt habe, dass die Menschen hier unheimlich gerne Fleisch essen und ihre Straßen entweder auf  Deutsch oder nach Diktatoren benennen, war ich überrascht, Windhoek so schnell wieder zu sehen. Ich muss sagen, dass sich im Zentrum vieles verändert hat. Eine Menge moderne Gebäude sind dazugekommen. Die Townships sind allerdings immer noch da.

Diesmal war ich südlich des Zentrums in einem Gästehaus untergebracht. Die Lage war klasse, denn nur zwei Straßen weiter befand sich ein Supermarkt. Im Supermarkt kaufen wir Bier, das sich am Ende als Apfelwein herausstellt. Und dieser Irrtum war wunderbar, denn der Hunters Apfelwein ist einfach klasse! Read More

Sesriem Canyon – Sonnenuntergang mit Apfelwein

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Sesriem Canyon – etwas Abwechslung zum Sand

Die Hauptattraktion in der Gegend von Sesriem und Sossusvlei sind definitiv die riesigen und ausladenden Sanddünen. Wenn man allerdings schon drei oder vier von ihnen bestiegen und einige andere von unten bewundert und fotografiert hat, dann bietet der felsige Sesriem Canyon eine willkommene Abwechslung zu all dem Sand.

Der Sesriem Canyon liegt nur eine halbe Stunde auf einer wirklich miserablen Schotterpiste von den Camps entfernt, die sich am Eingang zum Namib Naukluft Nationalpark befinden. Die holprige Fahrt lohnt sich, denn der Canyon ist wirklich schön. Auf dicken Kieselsteinen kann man in Richtung Westen spazieren, wo sich der Canyon immer weiter öffnet. Read More

Etosha Nationalpark – alles außer Erdmännchen!

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Etosha Nationalpark – Namibias Fauna

Der Etosha Nationalpark ist sicherlich einer der besten Orte auf dieser Welt, um afrikanisches Großwild aus der Nähe zu sehen. Drei Tage sind eigentlich genug, um sich einen Überblick zu verschaffen, aber ich hätte noch ein paar Tage länger bleiben können. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen, Elefanten, Löwen, Giraffen und Warzenschweine dabei zuzusehen, wie sie Wasser trinken oder einfach nur herum spazieren.

Die Zebras spazieren immer in riesigen Gruppen umher. Manchmal mischen sich ein paar Gnus unter die Zebras. Die Giraffen sind besonders vorsichtig, wenn sie Wasser trinken. Bevor sie ihren Kopf nach unten bewegen, um zu trinken, schauen sie sich ganz ausführlich in der Gegend um, damit sie sicher sein können, dass keine Gefahr droht. Wenn sie nämlich den Kopf in Richtung Wasser bewegen, hören und sehen sie schlecht, weil ihnen das Blut in den Kopf fließt. Das macht diesen Moment zu einem gefährlichen Augenblick. Read More

Sossusvlei und die Namib Wüste

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Sossusvlei – Sand so weit das Auge reicht

Endlich habe ich es geschafft, den Süden von Namibia aufzusuchen und mir die dortigen Naturwunder anzuschauen. Selbstverständlich war mir schon vorher klar, dass es sich bei Sossusvlei und Sesriem und der gesamten Wüste Namib um einen sehr sandigen Flecken Erde handelt. Trotzdem war ich dann überwältigt von so unglaublich viel Sand, der auch noch so wunderschön ist!

Die Fahrt von Windhoek nach Sesriem ist etwa ab Rehoboth ziemlich beschwerlich und geht auf Schotterpisten nur langsam voran. Jedes Fahrzeug zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. Trotzdem erreicht man die Camps in Sesriem innerhalb von sechs bis sieben Stunden. Schon das Camp besteht zum größten Teil aus Sand. Wind bewegt den feinen Sand eigentlich immer und überall. Sand dringt durch die winzigen Poren der Fliegengitter des Zelts und beim Abendessen am Lagerfeuer muss man eine gewisse Toleranz gegenüber Sandkörnern zwischen den Zähnen aufbringen. Read More

Ngorongoro Krater – Ein Topf voller Tiere

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Atemberaubende Natur an der Schwelle zur Serengeti

Vom Ngorongor Krater habe ich schon seit Jahrzehnten geträumt. Es ist einer dieser magischen Namen wie auch Timbuktu, Ouagadougou und Kuala Lumpur, die mich schon als Kind fasziniert haben. Meine Tansania-Reise war im Grunde nur ein Nebenprodukt der Umstände, dass die Botschaft von Ghana in Berlin vollkommen unprofessionell arbeitet und dass Turkish Airlines nach Stone Town fliegt – aber das ist eine andere Geschichte. Tansania stand schon lange auf meiner Wunschliste. Unter anderem auch wegen des Ngorongoro Kraters.

Zum Ngorongoro Krater bin ich dann letztendlich von einem kleinen Ort namens Mto Wa Mbu aus aufgebrochen. Dort hat mich und drei andere Abenteurer ein Jeep abgeholt, der bereits nach etwa einer Stunde auf tatsächlich akzeptablen Straßen den Eingang zum Schutzgebiet erreicht hat. Das Schutzgebiet des Ngorongoro Kraters grenzt an den Serengeti Nationalpark, ist aber nicht ganz so streng unter Naturschutz gestellt, wie dieser. Im Krater gelten dieselben strengen Bedingungen, aber rund um den Krater dürfen die Massai mit ihrem Vieh leben und umher ziehen. Read More

Serengeti Nationalpark – ein unvergleichliches Naturwunder

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Die Serengeti darf nicht sterben und ist auch alles andere als tot!

Die Serengeti kennt jeder spätestens seit dem Film „Serengeti darf nicht sterben“. Offenbar haben sich viele Menschen und unter anderem auch die Regierung von Tansania diesen Aufruf zu Herzen genommen und die Serengeti ist nicht gestorben. Ganz im Gegenzeit. Man kann dort im Grunde alle Hauptdarsteller des Films täglich antreffen und ihnen live zusehen, was noch viel viel besser ist als jeder Film!

Der Weg vom Ngorongoro Krater zum eigentlichen Bereich des Serengeti Nationalparks ist sehr sehr holprig. Schilder weisen darauf hin, dass Straßenarbeiten durchgeführt werden, aber bis auf Material, das auf mehreren Kilometern die Strecke blockiert, ist weit und breit nichts von Arbeiten zu sehen. Die Fahrt ist nicht nur brutal zur Wirbelsäule, sondern auch zur Lunge, denn die Jeeps wirbeln den feinen afrikanischen Staub auf. Read More

Sansibar – Stone Town und sein alter Charme

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Stone Town – alter Zauber der einstigen Gewürzinsel Sansibar

Der Name Stone Town sagte mir zunächst nicht viel. Der Name Sansibar dafür umso mehr. Als sich herausstellte, dass Stone Town so etwas wie die winzige Hauptstadt der Insel Sansibar ist, war ich Feuer und Flamme, dorthin zu fliegen. Groß ist die Stadt wirklich nicht. Vom Flughafen bis ins Zentrum sind es nur wenige Kilometer und man kann hier alles zu Fuß erkunden.

Leider hatte ich es mit dem Wetter nicht so gut getroffen, so dass sich die beliebte Ferieninsel nicht von ihrer Strandparadies-Seite zeigte. Da ich mich ohnehin nicht übermäßig für Strände interessiere, störten mich die paar Wolken nicht. Ich schlenderte durch die Straßen rund um mein Hotel und recht schnell fand ich (oder besser gesagt fand mich) ein Touristenguide, der mich für umgerechnet 10 Euro für eineinhalb Stunden durch seine Stadt führen wollte. Abgemacht! Read More