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Amerika Archive • Beatrice Sonntag

New York – Kulinarische Weltreise zwischen Wolkenkratzern

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New York ist einfach faszinierend, auch im Schnee

2017 im März war es mal wieder Zeit für eine kleine Reise nach New York, in eine der faszinierendsten Städte der Welt. Meine letzte Reise in die Stadt, die niemals schläft, lag bereits 7 Jahre zurück und es hat sich einiges geändert. Die Wahl der Jahreszeit fiel mal wieder auf den März, der eigentlich ungünstig ist, weil es dann in New York noch recht kühl ist, der aber noch die Möglichkeit bietet, ein NBA-Spiel ins Programm aufzunehmen. Die Parade zum St Patricks Day war etwas enttäuschend, weil sie fast ausschließlich aus Militärs bestand, von denen einige Dudelsack spielen konnten.

Das Wetter sah von innen betrachtet traumhaft aus. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Sobald ich jedoch das Taxi verlassen habe, friere ich. Zwischen Bürgersteigen und Fahrbahn liegt noch etwa einen Meter hoch der Schnee. Immerhin schaffe ich es pünktlich vom Flughafen vom Baseballspiel im Madison Square Garden. Leider verlieren die Knicks gegen die Brooklyn Nets, die statistisch gesehen eigentlich noch schlechter sein sollten als die Knicks, die aktuell auch nicht gerade der Brüller sind. Trotzdem ist die Atmosphäre im Station gut und das Spiel hilft mir, den Jetlag zu überwinden. Read More

Ciudad Perdida – eine schweißtreibende Reise zu einem magischen Ort

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Die Ciudad Perdida, the Lost City, die verlorene Stadt… das war das eigentliche Ziel meiner Kolumbienreise im Februar. Es hörte sich alles ganz nett und ein wenig abenteuerlich an. 46 Kilometer in vier Tagen im Wald zu spazieren, ein wenig Camping und irgendwo im Dschungel dann die Stadt zu besuchen, die die spanischen Kolonialherren nie gefunden haben.

Ich war also in Santa Marta um diese aufregende Tour zu einem Ort zu unternehmen, den wegen der beschwerlichen und langen Anreise nur sehr wenige Touristen bisher besucht haben. Unglaublicherweise hatte ich sogar einen Mitreisenden gefunden, der bereit war, mit mir zur Ciudad Perdida aufzubrechen. Als wir in Santa Marta mit 10 anderen Abenteurern aus aller Herren Länder in einen unbequemen Geländewagen gepfercht wurden, der uns dann zwei Stunden lang über Stock und Stein in ein winziges Dörfchen beförderte, waren wir uns noch nicht bewusst, dass wir diese unangenehme Art des Reisens wenige Stunden später bereits vermissen würden. In dem Dorf gab es zunächst ein stärkendes Mittagessen, einen kurzen Ausblick auf das, was uns erwartet und dann ging es los. Read More

Santa Marta – Alte Freunde und die beste Dusche der Welt

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Die kleine Stadt Santa Marta liegt an der kolumbianischen Karibikküste und ist für uns eigentlich nur der Ort, an dem wir uns auf die beschwerliche Reise zur Ciudad Perdida machen werden und an dem wir uns nach diesem Trip durch den Dschungel wieder soweit erholen will, dass wir die Heimreise antreten können.

Ich habe online ein günstiges Hotel in perfekter Lage mitten in Santa Marta gefunden. Es stellt sich heraus, dass das Taxi vom Busbahnhof zum Hotel nur ein paar tausend Pesos, also nur ein paar Euro kostet und dass mein Hotel tatsächlich mitten in der Fußgängerzone liegt. In dem kleinen Gebäude sind gerade Umbauarbeiten um Gange und wir werden von zwei Männern und einem Hund empfangen. Die Arbeitsteilung ist sehr klar: die beiden Männer arbeiten und der Hund liegt exakt in der Mitte des Innenhofes und überwacht die Arbeiten. Read More

Quito – die höchste Hauptstadt der Welt

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Quitos schöne Altstadt und die Mitte der Erde

Quito ist die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Viele Menschen behaupten, es sei nur die zweithöchste, aber dieselben Menschen scheinen zu vergessen, dass La Paz keine Hauptstadt ist. Der Superlativ gilt also definitiv Quito! Glückwunsch! Quito ist auch etwas Besonderes, weil seine Altstadt die erste war, die von der UNESCO vollständig als Welterbe deklariert wurde. Das ist seither auch mit zahlreichen anderen Innenstadtbereichen auf der ganzen Welt geschehen. Aber Quito war die erste.

Als ich am Flughafen von Quito ankomme, befinde ich mich auf mehr als 2800 Metern Höhe. Nachdem ich jedoch Lhasa und La Paz unbeschadet überstanden habe, mache ich mir wenig Sorgen, nehme mir vor, mich gemütlich und gemächlich zu bewegen und harre der Dinge die da kommen mögen. Tatsächlich fühle ich mich beim Treppensteigen sehr unsportlich, aber ansonsten geht es mir gut. Read More

Cartagena – Vielleicht Südamerikas schönste Altstadt

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Cartagena de India liegt an der kolumbischen Karibikküste und wird vielfach als die schönste Kolonialstadt Südamerikas bezeichnet. Zudem ist das Wetter hier eigentlich immer wunderbar: 30 Grad, sonnig und eine leichte Brise vom Meer her. Das sind schon Gründe genug, sich dieses Fleckchen Erde einmal anzusehen. Über New York oder Bogota gelangt man innerhalb von 15-20 Stunden dorthin, wenn nicht gerade irgendwo anders auf der Welt ein Schneesturm tobt.

Die Altstadt von Cartagena ist leicht zu finden, denn sie beginnt direkt hinter einen Mauer, in der ein großer gelber Uhrenturm das Stadttor markiert. Schon von weitem sind die Kuppeln der Kathedrale zu erkennen, die aus dem Häusermeer herausragen. Die Altstadt ist tatsächlich eine der schönsten spanischen Kolonialstädte, die ich bisher gesehen habe. Die Gebäude sind liebevoll restauriert, wunderschön bunt angestrichen und zudem sind viele Straßen verkehrsberuhigt, so dass man gefahrlos herumschlendern und Fotos machen kann. Read More

Alausi – Mit dem Zug zur Nase des Teufels

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Durch die Berge Ecuadors mit einem uralten Zug

Auf meinem Reiseprogramm stand Alausi, eine kleine Stadt im Hochland von Ecuador. Recherchen ergaben, dass es hier eine berühmte Zugstrecke und die Nase des Teufels gibt. Eine interessante Mischung. Ich war also gespannt. Von Norden her kommend, erreichte ich am späten Morgen die Stad Alausi, die in einem Tal liegt. Auf einem Hügel mitten in der Stadt erhebt sich eine ziemlich stattliche Statue, die San Pedro darstellt und die schon von weitem von den Bergen aus gut zu sehen ist.

Das Zentrum von Alausi bildet ein hübscher Bahnhof, der noch aus der Kolonialzeit stammt. Rund um das kleine Gebäude herum stehen noch andere Kolonialbauten, von denen viele sehr gut erhalten und bunt angestrichen sind. Auch der Zug, der kurz vor elf Uhr am Bahnhof anhält, scheint einer fernen Zeit entsprungen zu sein. Und das ist er wohl auch, denn die Bahnstrecke ist schon seit Jahrzehnten stillgelegt und wird nur noch für Touristen genutzt. Read More

Cobá, Ek Balam und Tulum – wunderbares Mexiko

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Noch mehr Ruinen und Pyramiden

Nachdem man das berühmte Chichen Itza gesehen hat, wirken die meisten anderen Ruinenstätten der Maya in Yukatan irgendwie ein bisschen weniger spektakulär. Trotzdem haben sie alle ihren Reiz und ihre Besonderheiten. Ich liebe ja alte Steine, besonders wenn irgendein historisches Volk sie zu wunderbaren und ausgefallenen Formen zusammengesetzt hat. Die Maya standen total auf Pyramiden, was ich faszinierend finde.

Das Schöne an Ek Balam ist, dass man hier nicht Schlange stehen muss. Die Ruinenstätte wurde erst vor wenigen Jahren für Besucher freigegeben und war damit ein für mich noch unbekanntes Ziel. Auf dem Gelände von Ek Balam gibt es einige kleinere Pyramiden, einen Ballspielplatz und zum krönenden Abschluss ein ziemlich riesiges Bauwerk. Es ist nicht eigentlich eine Pyramide, aber in der Mitte kann man auf den Stufen 32 Meter hinauf steigen und auf den rings herum gelegenen flachen Dschungel schauen. Read More

Valley of fire – Farbenfrohe Felsen in Nevada

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Feurige Felsen im Valley of Fire State Park

Der Valley of fire State Park liegt im Süden von Nevada etwa eine Stunde nordöstlich von Las Vegas. Es handelt sich um ein Schutzgebiet, das vom Staat Nevada verwaltet wird und das zu den schönsten Naturschutzgebieten in Nevada gehört. Es gibt einige schöne kurze Wanderwege, die zu wunderbaren und ausgefallenen Felsformationen führen. Man kann hier locker einen ganzen Tag verbringen und nicht müde werden, sich immer neue Felsen anzuschauen. Also mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen – aber ich bin halt auch ein Fan von Steinen.

Ich bin am Südwestlichen Eingang ins Valley of Fire gefahren. Die ersten Felsformationen hier nennen sich Bee hive (also Bienenstock) und Atlatl Rock, was in einer der Indianersprachen das Wort für ein Wurfgeschoss ist. Der erste Eindruck des Valley of fire ist tatsächlich ziemlich feurig, denn die Felsen hier sind leuchtend rot, vor allem wenn die Sonne scheint. Ich habe Glück und sehe die roten Felsen vor einem strahlend blauen Himmel in der Sonne strahlen. Am Atlatl Felsen gibt es die ersten Petroglyphen zu sehen, die zum großen Teil tatsächlich von den hier lebenden Ureinwohnern des Kontinents stammen sollen. Read More

Izamal – im Schatten der Pyramide

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Izamal, das verschlafene Städtchen mit Superpyramide

Die Stadt Izamal liegt im mexikanischen Dschungel irgendwo im Bundesstaat Yukatan. Von der berühmten Ruinenstadt Chichen Itzá ist Izamal nur etwa eine Stunde entfernt, wenn man die nicht ganz günstigen Mautgebühren der Schnellstraße zahlen will. Alle anderen Straßen in Yukatan sind nämlich sehr großzügig mit Bodenschwellen versehen, die dafür sorgen, dass man in bewohnten Gegenden nur sehr langsam vorankommt.

Bei der Einfahrt nach Izamal dachte ich zunächst, dass es vielleicht doch ein Irrtum war, hierher zu kommen, denn die Stadt war im Grunde nur ein größeres Dorf und der Stadtrand wirkt sehr ländlich und unspektakulär. Nach ein paar Blocks fiel mir jedoch eine ziemlich gigantische Struktur ins Auge, bei der es sich nur um die Maya-Pyramide Kinich Kakmo handeln konnte. Ich war also doch richtig. Dieses Wahnsinns-Bauwerk nimmt in etwa die Fläche von vier der modernen Häuserblocks ein und überragt alles andere in Izamal um einige Stockwerke. Ich steige die ersten Stufen hinauf und kann nur staunen wie viele echt große und schwere Felsbrocken die Maja vor einigen hundert Jahren hierher geschleppt haben. Besonders wenn man schließlich auf der ersten Plattform steht und das ringsum liegende sehr sehr flache Land sieht, fragt man sich zwangsläufig, wo all die Steine herkommen. Auf jeden Fall waren noch genügend Steine übrig um auf der mächtigen Plattform eine weitere Pyramidenstruktur zu erbauen, auf die Touristen ebenfalls hinauf steigen dürfen. Read More

Cuenca – Kirchen, Schrumpfköpfe und Meerschweinchen

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Gegrillte Meerschweinchen, Malzbierdrinks und 52 Kirchen

Die schöne Stadt Cuenca, von der ich vor meiner Reise nach Ecuador noch nie etwas gehört hatte, war mein Höhepunkt der ganzen Reise. Cuenca ist die drittgrößte Stadt Ecuadors. Der Abstand zu den beiden Millionenstädten ist jedoch ziemlich groß und so ist Cuenca mit seinen 600.000 Einwohnern eher überschaubar.

Die Kolonialbauten in der Innenstadt von Cuenca sind nicht ganz so hübsch restauriert wie die in Quito, aber die Altstadt ist groß und man kann sie erkunden, ohne ständig steile Hügelstraßen erklimmen zu müssen, wie es in Quito der Fall ist. Cuenca hat verrückterweise sage und schreibe 52 Kirchen. Für jede Woche des Jahres eine.

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