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Architektur Archive • Beatrice Sonntag

Kumbalgarh – Das kennt doch jeder!

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Kumbalgarh – eine wunderschöne Festung mit Eseln, Kamelen und Touristen

Noch nie von Kumbalgarh gehört? Verständlich. Ging mir auch so. Wenn man jedoch nach Attraktionen zwischen Udaipur, Jaipur und Jodhpur sucht, dann taucht Kumbalgarh sehr schnell auf. Es gibt dort nämlich eine ziemlich beeindruckende Festungsanlage mit jeder Menge Tempeln und einem Maharanapalast auf einem Hügel.

Umgeben ist das ganze Ensemble von einer 12 Kilometer langen Mauer, die man auch an vielen Stellen noch erkennen kann. Der Haupteingang ist von drei Toren geschützt und vor dem letzten gibt es einen winzigen Parkplatz, auf dem nach indischen Maßstäben etwa 60 Fahrzeuge, nach deutschen vielleicht 7 Platz finden würden. Hier kann man die Eintrittskarten kaufen und eine Extragebühr für die Videokamera entrichten, die umgerechnet etwa 20 Cent beträgt. Read More

Panama City – der weltberühmte Kanal und viele Kolibris

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Panama City – Zwischen Moderne und Kolonialstadt am Isthmus

Panama City hat mich zunächst einmal dadurch überrascht, dass es unheimlich modern ist. Schon auf der Fahrt vom Flughafen Tocumen zur Innenstadt konnte ich über die Vielzahl an Hochhäusern staunen. Offenbar wurden nicht wenige von ihnen mit Drogengeldern gebaut. Aber das macht sie zunächst einmal nicht weniger attraktiv. Ganz im Gegenteil: mit Drogengeldern lässt es sich offensichtlich recht gut und recht kreativ bauen.

Ein weiteres architektonisches Highlight ist das Biomuseo, also das Biomuseum, welches vom Star-Architekten Frank Gehry entworfen wurde. Es erinnert ein wenig an ein Gebäude aus bunten Bauklötzen und beherbergt eine Ausstellung über die Biodiversität in Panama, die allerdings noch nicht ganz fertig gestellt ist. Am besten hat mir am Biomuseo gefallen, dass sich drumherum ein wunderschöner Garten befindet, in dem sich bunte Vögel, Schmetterlinge und vor allem Kolibris tummeln. Wer braucht ein Museum, wenn man einfach ein paar Blumen pflanzen und die Biodiversität anlocken kann. Eine Katze hat in diesem Garten ein neues Zuhause gefunden und man kann ihr dabei zusehen, wie sie die unglaublich flinken Kolibris jagt.

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Agra – ein zauberhaftes Bauwerk mit Weltwundercharakter

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Agra – selbst Menschenmassen können das Taj Mahal nicht ruinieren

Ich habe bisher sechs von 29 Bundesstaaten in Indien besucht. Das ist nicht viel. Zugegeben. Aber ich glaube, ich kann schon behaupten, dass Agra einer der bezauberndsten Orte in ganz Indien ist. Das natürlich wegen des berühmten Taj Mahal, das hier steht und das auch TROTZ der Millionen Touristen, die jedes Jahr herbeiströmen, um das architektonische Wunderwerk zu bestaunen.

Mein Reiseleiter erzählt ganz begeistert davon, dass Prinzessin Diana einst hier war und mit traurigem Gesicht auf einer der weißen Marmorbänke gesessen hat. Er ruft das Bild im Internet auf. Ja. Wunderbar. Allerdings sind hinter Prinzessin Diana nicht 5000 Inder zu sehen, die das Bild ruinieren. Ganz so romantisch wie auf dem Foto haben wir es heute nicht. Read More

Jodhpur – die Stadt, die etwas blauer sein könnte

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Jodhpur – die Wunder der blauen Stadt

Jodhpur ist bekannt als die blaue Stadt, im Gegensatz zur rosaroten Stadt Jaipur. Die beiden liegen für unser Verständnis recht nah beieinander und sind für indische Verhältnisse sogar über eine recht gute Straße miteinander verbunden. Ich habe mich besonders auf das Blau gefreut und war dann am Ende fast ein wenig enttäuscht, weil Jodhpur meiner Meinung nach ruhig noch viel blauer sein könnte!

Am besten sieht man das Blau, wenn man auf den kleinen Berg hinauf fährt, auf dem das Jodhpur-Fort steht. Ein traumhaftes Gebäude außerdem, das sich jeder Besucher unbedingt ansehen sollte. Auf dicken Felsen stehen fast ebenso dicke Mauern. Oben und innen angekommen sieht man dann die palastartigen Bauten, die einst den Maharajas von Jodhpur als Wohn- und Arbeitsräume gedient haben. Read More

Barcelona – Gaudís Lebkuchenhäuser und eine zauberhafte Altstadt

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Barcelona – Feuertänzer an lauen Sommerabenden

Meine letzte Reise nach Barcelona war bereits fast 20 Jahre her, als ich endlich mal wieder in einem Flugzeug in Richtung Spanien saß. Meine Güte. Ich werde alt. Trotzdem konnte ich mich an vieles von damals erinnern, unter anderem die lange und alkoholangereichter Busfahrt dorthin. Im Flieger ist es zwar nicht bequemer, aber wenigstens dauert die Reise diesmal nur einen Bruchteil der Zeit. Es gibt also diesmal glücklicherweise keinen Grund, sich zu betrinken!

Barcelona präsentiert sich schon am Freitagabend von seiner schönsten Seite. Die Hauptstraßen im Zentrum rund im die Plaza de Cataluña sind erleuchtet, ebenso wie die hübschen Gebäudefassaden, die nicht nur von Barcelonas Star Gaudí stammen, sondern teils schon um einiges älter sind. Ende September ist es hier noch sommerlich warm – eine laue Sommernacht, die Dichter zu Meisterwerken inspirieren kann. Read More

Baku – Uralt und brandneu – eine aufregende Mischung

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Baku – zwischen Topmoderne und alten Legenden

Baku ist eine der Boomstädte des vergangenen Jahrzehnts. Wer heute die Metropole am kaspischen Meer besucht, der wird überwältigt von modernen Wolkenkratzern, kreativen Bauten auf Glas und Stahl, einem Lichtermeer, das kaum bunter sein könnte und einer sehr sauberen und hübsch renovierten Altstadt, die auf eine sehr alte Geschichte verweist. Der Charme von Baku liegt wohl irgendwie in dieser Mischung aus topmodernen Gebäuden und uralten sagenumwobenen Gebäuden aus der Zeit der Seidenstraße.

Besonders eindrucksvoll sind natürlich die drei Türme, die als Flammentürme bekannt wurden. Sie haben die Form von drei emporzüngelnden Flammen und wechseln bei Nacht stetig die Farbe. Mal ist die aserbaidschanische Flagge auf den Fassaden der drei Glasriesen zu sehen, mal scheint rötliches oder bläuliches Feuer zu fackeln. Die modernen Bauwerke sind von fast überall in Baku zu sehen. Read More

Antigua – keine Stille Nacht in Guatemala

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Antigua – Aber bitte in Guatemala!

 Schon bei der Flugbuchung musste ich höllisch aufpassen, um nicht im falschen Antigua zu landen. Schließlich gibt es die Karibikinsel Antigua, die auch einen Flughafen hat und dann noch ein Antigua auf Fuerteventura. Das „richtige“ Antigua, zumindest in meinem Fall, liegt jedoch etwa eine Stunde von Guatemalas Hauptstadt entfernt. Dort bin ich dann auch letztendlich hin geflogen und zwar am Weihnachtsabend.

Der Weihnachtsabend ist in Antigua in Guatemala nicht etwa eine stille Nacht oder heilige Nacht, sondern ein gigantisches Feuerwerk. Schon beim Verlassen des Flughafengebäudes in Guatemala City habe ich den Eindruck, in ein Gefecht geraten zu sein. Überall sind Schüsse zu hören, die sich schnell als Feuerwerkskörper herausstellen. Als mich das Taxi dann schließlich durch die Altstadt von Antigua zu meinem Hotel bringt, muss es überall Menschen ausweichen, die teils sehr abenteuerliche Kracher hochgehen lassen. Read More

Malaga – eine einarmige Kirche und Mucha Mierda

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Malaga – ein Lichtblick im November

Manchmal reicht es schon aus, dass ich online eine passende Flugverbindung finde, die eine Stadt zum Ziel hat, die ich noch nicht kenne. Und wenn dann die Wettervorhersage irgendwie mies ist, habe ich schneller ein Ticket nach Malaga ausgedruckt, als ich Malaga sagen kann. Malaga kannte ich bisher eigentlich nur in Form von Eiscreme. Grund genug, sich die Stadt einmal live anzusehen.

Ich war in einem wunderschönen kleinen Hotel untergebracht, in dem sich jemand unheimliche Mühe mit der leicht maurisch angehauchten Dekoration gegeben hat. Von dort aus war ich innerhalb von drei Minuten im Stadtzentrum, das sich als übersichtlich und gemütlich herausstellte. Die meisten Straßen der Innenstadt sind verkehrsberuhigt, gepflastert und relativ schmal. Read More

Florenz – Tausend und ein Kunstwerk

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Wo man vor lauter Kunstwerken die Kunst nicht mehr sieht…

Florenz ist die Stadt, in der das Paris Syndrom zum ersten Mal beobachtet wurde und zwar schon vor Jahrhunderten, als noch kaum ein Japaner nach Paris kam und die Japaner auch überhaupt nicht nach Paris kommen wollten. Damals war Florenz so etwas wie das Mekka der Kunstliebhaber, was es heute eigentlich immer noch sein könnte, denn hinter jeder Straßenecke verbirgt sich eine Kirche oder ein Museum und selbst im Straßenraum stehen weltberühmte Statuen einfach so herum.

Wer heute nach Florenz fährt, der darf einerseits natürlich hochkarätige Kunst erwarten, muss sich aber auch darauf einstellen, dass er Touristenmassen, bescheuerte Souvenirs, überteuerte und nicht besonders italienische Mahlzeiten und lange Schlangen vor den Museen antrifft. Man sollte sich außerdem ein wenig auf die italienische Art des Verständnisses von Straßenverkehr einlassen, die für allzu friedfertige und entspannte Menschen lebensgefährlich sein kann.

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Toronto – der vielleicht drittverrückteste Trip 2016

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Toronto für ein Wochenende? Warum nicht?

Es ist schon hin und wieder vorgekommen, dass mir jemand glaubhaft versichert hat, dass die Reise, die ich geplant hatte, sich nicht lohnt und dass es vollkommener Unsinn ist für so kurze Zeit irgendwo hin zu fahren. Für einen Abend nach Paris oder für eine Woche nach Nepal… alles schon vorgekommen und ich habe es in vollen Zügen genossen. So auch mein Wochenende in Toronto. Ich habe ein paar Tage darüber nachgedacht, ob es verrückt ist, Donnerstags nach Toronto zu fliegen und Sonntags wieder zurück nach Hause zu fliegen, um dann am Montag morgen direkt vom Flughafen aus auf die Arbeit zu fahren. Ich habe beschlossen, dass es ein wenig verrückt ist und dass es eine sehr gute Idee ist.

Am Donnerstagmittag stand ich also in Toronto am Flughafen und wurde pünktlich abgeholt. Dreieinhalb erlebnisreiche Tage standen vor mir und das Wetter war traumhaft. Sonnenschein und mindestens 25 Grad, wovon Deutschland in diesem Juni 2016 nur träumen konnte. Ob ich mich kurz ausruhen wolle… Nein, Himmel, nur das nicht. Wenn ich jetzt nicht wach bleibe, dann liefere ich mich komplett dem Jetlag aus. Also stürzten wir uns gleich ins Gewimmel der Großstadt.

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