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Bier Archive • Beatrice Sonntag

Brüssel – Der kleinste Penis der Welt erwartet uns!

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Endlich Entwarnung: Es gibt wieder Waffeln, Muscheln und Bier

Das letzte Mal, dass ich in Brüssel war, um tatsächlich Sightseeing zu machen, ist schon eine ganze Weile her. Ich glaube, damals hatte ich noch nicht einmal eine Digitalkamera. Es mussten erst ein bis zwei Amerikaner auftauchen, um mich daran zu erinnern, dass Brüssel ein wunderbares Reiseziel und eine Weltstadt ist. Schnell war ich davon überzeugt, dass es eine gute Idee wäre, mal wieder nach Brüssel zu fahren, zumal es dort das zweitbeste Bier der Welt gibt und ich nahezu perfekt dazu geeignet bin, den DD (designated driver) zu spielen.

 Kathedrale St Magdalena Maneken Piss Grande Place Brüssel

Dummerweise gab die belgische Regierung (wir sind ja im Grunde froh, dass Belgien aktuell eine Regierung hat – das war nicht immer so) vor ein paar Wochen eine Terrorwarnung heraus. Alle waren schwer damit beschäftigt, flüchtige Terroristen zu suchen und die Bilder der vollkommen verwaisten Brüsseler Innenstadt wirkten wie aus einem Zombiefilm. Pünktlich zu unserem anvisierten Reisetermin setzte die Regierung die Gefährlichkeitsstufe von 4 auf 3 zurück und alle Touristen waren wieder willkommen. Sogar die Amerikaner durften nun wieder das gelobte Land des zweitbesten Bieres der Welt betreten.

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München – Ausflug zum legendären Oktoberfest

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Oktoberfest München Reisebericht von Beatrice Sonntag

Es waren einmal zehn Amerikaner, die nach München aufs Oktoberfest fahren wollten. Daran fand ich nichts ungewöhnliches, denn in meinen Augen war das Oktoberfest eine bayrische Tradition, die zu einer Sehenswürdigkeit für Amerikaner und Japaner geworden war. Ich wollte nichts damit zu tun haben und wünschte den Amerikanern viel Spaß.

 Oktoberfest  München Rathaus

Die Vorbereitungen waren in vollem Gange, als einem der Amerikaner die Hochzeit seiner Schwester dazwischen kam und er abspringen musste. Da waren’s nur noch neun. Kein Problem. In den nächsten Wochen und Tagen sagten dann aber immer mehr unter Anbringung von fadenscheinigen Ausreden ab, so dass am Ende nur noch ein einziger Amerikaner übrig blieb. Dieser hatte in München schon eine Wohnung gemietet, wochenlang nur Weizenbier getrunken, um sich auf München vorzubereiten und sich ernsthaft und beinahe wissenschaftlich mit dem Thema bayrischer Trachten auseinandergesetzt. Außerdem hatte er sich so sehr auf den Ausflug gefreut. Und irgendwie hat er es dann geschafft, mich in quasi letzter Minute dazu zu überreden, als Ersatzmann einzuspringen. Wer mich kennt, kann ahnen, dass dies ein Akt der Verzweiflung gewesen sein muss, denn ich bin der wohl denkbar schlechteste Kandidat für eine Tour, die sich hauptsächlich um bayrische Traditionen und Weizenbier dreht. Ich trinke im Durchschnitt pro Jahr etwa vier Gläser Bier (und wenn dann kein Weizenbier und schon gar nicht aus Ein-Liter-Krügen!) und Bayern ist mir höchst suspekt, weil ich Dirndl im Grunde lächerlich finde und Edmund Stoiber spätestens seit seiner Rede über den Problembär für einen Komiker halte. Schon die Tatsache, dass mich jemand am frühen Morgen mit den Worten „Grüß Gott“ begrüßt, verursacht mir als Atheistin Magenschmerzen.

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