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Kolonialstadt Archive • Beatrice Sonntag

Grand Bassam – Strand, UNESCO und Trachten

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Grand Bassam – koloniales Erbe und beinahe Geisterstadt

Die Stadt Grand Bassam war einst die Hauptstadt der französischen Kolonie Côte d’Ivoire, also der Elfenbeinküste. Irgendwann brach dann eine schlimme Gelbfieberepidemie aus, woraufhin die Franzosen entweder starben oder Grand Bassam verließen. Es wurde eine andere Hauptstadt gegründet.

Bevor diese schlimme Epidemie ausbrach, hatten die Franzosen aber schon eine ganze Menge an Gebäuden in Grand Bassam errichtet. Diese stehen unweit eines recht schönen Sandstrandes und verfallen seither mehr oder weniger. Viele stehen nun schon seit ein paar Jahrhunderten leer. Andere werden von den Menschen genutzt. Die Stadt unterteilt sich heute in Neu-Bassam und Alt-Bassam, wobei letzteres aufgrund der vielen noch erstaunlich gut erhaltenen Kolonialbauten seit 2012 unter Denkmalschutz und auf der Liste des UNESCO-Welterbes seht. Read More

León – Zwischen Denkmälern und Hot Dog Buden steht eine riesige Kathedrale

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León – eine Stadt der Revolutionäre

Die Stadt León liegt im Westen von Nicaragua, etwa 20 Kilometer von Pazifik und 30 Kilometer vom Managuasee entfernt. Sie war eine der ersten Städte, die von den Spaniern hier in Nicaragua gegründet wurde. Die Spanier, die hierher kamen, stammten aus León und gaben der neuen Stadt kreativerweise den Namen ihrer Heimatstadt. Eine lästige Angewohnheit, die Reisenden und Google Schwierigkeiten bereitet und sicher auch bei der Kolonialisierung des Mondes angewendet werden wird.

Trotzdem ist dieses León natürlich ein wunderschönes Reiseziel, auch wenn es ganz anders aussieht als das spanische León. Es gibt eine ganze Reihe von richtig alten Kirchen, die das typische spanische Kolonialstädte-Flair verbreiten. Pferdekutschen tun ihr übriges dazu. Die Kathedrale ist ziemlich eindrucksvoll, weiß und wuchtig. Es ist die größte Kathedrale Mittelamerikas. Sie wurde nach einem Konzept errichtet, das sie erdbebensicher macht und das bisher ja auch ziemlich gut funktioniert hat. Eine größere Bedrohung als Erdbeben stellen allerdings die Vulkane dar, welche in den vergangenen Jahrhunderten auch immer wieder Städte verschüttet haben. Da kann dann nur Gott einschreiten und seine Kathedrale beschützen. Read More

Antigua – keine Stille Nacht in Guatemala

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Antigua – Aber bitte in Guatemala!

 Schon bei der Flugbuchung musste ich höllisch aufpassen, um nicht im falschen Antigua zu landen. Schließlich gibt es die Karibikinsel Antigua, die auch einen Flughafen hat und dann noch ein Antigua auf Fuerteventura. Das „richtige“ Antigua, zumindest in meinem Fall, liegt jedoch etwa eine Stunde von Guatemalas Hauptstadt entfernt. Dort bin ich dann auch letztendlich hin geflogen und zwar am Weihnachtsabend.

Der Weihnachtsabend ist in Antigua in Guatemala nicht etwa eine stille Nacht oder heilige Nacht, sondern ein gigantisches Feuerwerk. Schon beim Verlassen des Flughafengebäudes in Guatemala City habe ich den Eindruck, in ein Gefecht geraten zu sein. Überall sind Schüsse zu hören, die sich schnell als Feuerwerkskörper herausstellen. Als mich das Taxi dann schließlich durch die Altstadt von Antigua zu meinem Hotel bringt, muss es überall Menschen ausweichen, die teils sehr abenteuerliche Kracher hochgehen lassen. Read More

Santa Marta – Alte Freunde und die beste Dusche der Welt

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Die kleine Stadt Santa Marta liegt an der kolumbianischen Karibikküste und ist für uns eigentlich nur der Ort, an dem wir uns auf die beschwerliche Reise zur Ciudad Perdida machen werden und an dem wir uns nach diesem Trip durch den Dschungel wieder soweit erholen will, dass wir die Heimreise antreten können.

Ich habe online ein günstiges Hotel in perfekter Lage mitten in Santa Marta gefunden. Es stellt sich heraus, dass das Taxi vom Busbahnhof zum Hotel nur ein paar tausend Pesos, also nur ein paar Euro kostet und dass mein Hotel tatsächlich mitten in der Fußgängerzone liegt. In dem kleinen Gebäude sind gerade Umbauarbeiten um Gange und wir werden von zwei Männern und einem Hund empfangen. Die Arbeitsteilung ist sehr klar: die beiden Männer arbeiten und der Hund liegt exakt in der Mitte des Innenhofes und überwacht die Arbeiten. Read More

Cartagena – Vielleicht Südamerikas schönste Altstadt

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Cartagena de India liegt an der kolumbischen Karibikküste und wird vielfach als die schönste Kolonialstadt Südamerikas bezeichnet. Zudem ist das Wetter hier eigentlich immer wunderbar: 30 Grad, sonnig und eine leichte Brise vom Meer her. Das sind schon Gründe genug, sich dieses Fleckchen Erde einmal anzusehen. Über New York oder Bogota gelangt man innerhalb von 15-20 Stunden dorthin, wenn nicht gerade irgendwo anders auf der Welt ein Schneesturm tobt.

Die Altstadt von Cartagena ist leicht zu finden, denn sie beginnt direkt hinter einen Mauer, in der ein großer gelber Uhrenturm das Stadttor markiert. Schon von weitem sind die Kuppeln der Kathedrale zu erkennen, die aus dem Häusermeer herausragen. Die Altstadt ist tatsächlich eine der schönsten spanischen Kolonialstädte, die ich bisher gesehen habe. Die Gebäude sind liebevoll restauriert, wunderschön bunt angestrichen und zudem sind viele Straßen verkehrsberuhigt, so dass man gefahrlos herumschlendern und Fotos machen kann. Read More

Izamal – im Schatten der Pyramide

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Izamal, das verschlafene Städtchen mit Superpyramide

Die Stadt Izamal liegt im mexikanischen Dschungel irgendwo im Bundesstaat Yukatan. Von der berühmten Ruinenstadt Chichen Itzá ist Izamal nur etwa eine Stunde entfernt, wenn man die nicht ganz günstigen Mautgebühren der Schnellstraße zahlen will. Alle anderen Straßen in Yukatan sind nämlich sehr großzügig mit Bodenschwellen versehen, die dafür sorgen, dass man in bewohnten Gegenden nur sehr langsam vorankommt.

Bei der Einfahrt nach Izamal dachte ich zunächst, dass es vielleicht doch ein Irrtum war, hierher zu kommen, denn die Stadt war im Grunde nur ein größeres Dorf und der Stadtrand wirkt sehr ländlich und unspektakulär. Nach ein paar Blocks fiel mir jedoch eine ziemlich gigantische Struktur ins Auge, bei der es sich nur um die Maya-Pyramide Kinich Kakmo handeln konnte. Ich war also doch richtig. Dieses Wahnsinns-Bauwerk nimmt in etwa die Fläche von vier der modernen Häuserblocks ein und überragt alles andere in Izamal um einige Stockwerke. Ich steige die ersten Stufen hinauf und kann nur staunen wie viele echt große und schwere Felsbrocken die Maja vor einigen hundert Jahren hierher geschleppt haben. Besonders wenn man schließlich auf der ersten Plattform steht und das ringsum liegende sehr sehr flache Land sieht, fragt man sich zwangsläufig, wo all die Steine herkommen. Auf jeden Fall waren noch genügend Steine übrig um auf der mächtigen Plattform eine weitere Pyramidenstruktur zu erbauen, auf die Touristen ebenfalls hinauf steigen dürfen. Read More

Cuenca – Kirchen, Schrumpfköpfe und Meerschweinchen

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Gegrillte Meerschweinchen, Malzbierdrinks und 52 Kirchen

Die schöne Stadt Cuenca, von der ich vor meiner Reise nach Ecuador noch nie etwas gehört hatte, war mein Höhepunkt der ganzen Reise. Cuenca ist die drittgrößte Stadt Ecuadors. Der Abstand zu den beiden Millionenstädten ist jedoch ziemlich groß und so ist Cuenca mit seinen 600.000 Einwohnern eher überschaubar.

Die Kolonialbauten in der Innenstadt von Cuenca sind nicht ganz so hübsch restauriert wie die in Quito, aber die Altstadt ist groß und man kann sie erkunden, ohne ständig steile Hügelstraßen erklimmen zu müssen, wie es in Quito der Fall ist. Cuenca hat verrückterweise sage und schreibe 52 Kirchen. Für jede Woche des Jahres eine.

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