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Kurztrip Archive • Beatrice Sonntag

Marburg – Eine Schönheit auf dem Hügel

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Marburg – Mitten in Deutschland

Unter Marburg stellte ich mir irgendwie eine hippe Studentenstadt vor. Umso erstaunter war ich, als ich an einem wunderschönen Spätsommertag schließlich mitten in einer traumhaften Fachwerkhauskulisse stand, die sicherlich zu den schönsten in Deutschland gehört.

Erstaunlich viele Treppen und steile Gässchen gibt es in Marburg, die sich zwischen dem Fachwerk entlang schlängeln und die Stadt noch malerischer machen. Der Marktplatz ist trotz Corona ein Quell der Lebendigkeit. Viele Restaurants haben ihre Tische ins Freie verlagert und Gäste wie auch Gastronomen freuen sich unheimlich darüber, dass der Sommer so lange andauert. Das gefällt natürlich auch mir.

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Wien – Zwischen Sissi und Schnitzel

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Wien – noch schöner im Sommer

Ich esse keine Wiener Schnitzel und keine Wiener Würstchen. Ich mag keine Sachertorte. Ich habe noch nie den berühmten Sissi-Film gesehen und habe auch nicht vor, das jemals zu tun. Aber Wien mag ich. Wien ist eine dieser Städte, bei denen man sich gut vorstellen kann, da zu wohnen.

In diesem Corona-Sommer habe ich mich ganz besonders auf die Reise nach Wien gefreut, denn es war nach sieben abgesagten Trips der erste, der tatsächlich stattfand. Ich hatte fast schon nicht mehr daran geglaubt und dann saß ich endlich wieder in einem Flieger. Und dann gab es bei der Luxair auch noch Cremant, für den man 15 Minuten lang seine Maske abnehmen durfte. Ich war also schon entsprechend gut gelaunt, als ich nach einem kurzen Flug in Wien ankam.

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Wernigerode – Idylle hinterm Hexenberg

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Wernigerode – Wo der Kaiser seine eigene Toilette hatte

Im Harz liegt die kleine Stadt Wernigerode. Auf dem Weg dorthin fährt man durch viele Städtchen und Dörfer, die auf „rode“ enden. Autobahnen und moderne Gebäude gibt es hier nicht. Mal abgesehen von Tankstellen und Supermärkten. Alles zwischen Quedlinburg und Wernigerode sieht irgendwie gemütlich aus. Und grün.

In Wernigerode angekommen, ist es unproblematisch, den Marktplatz und damit den Mittelpunkt der schönen mittelalterlichen Stadt zu finden. Leider ist der vollgestellt mit Marktständen. Das Rathaus steht hier am Marktplatz und ist eines der schönsten Fachwerkhäuser des Landes.

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Regierungsbunker Bad Neuenahr – Geheim und doch nicht geheim

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Bad Neuenahr – Deutschlands teuerstes Bauprojekt – bis jetzt

Von Bad Neuenahr wusste ich eigentlich nur, dass dort Wein wächst. Bei meiner Suche nach coronatauglichen Reisezielen stellte sich heraus, dass es in Bad Neuenahr die Dokumentationsstätte Regierungsbunker gibt. Es handelt sich um ein Museum, das im einstigen „Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes (AdVB) im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung derer Funktionstüchtigkeit“ untergebracht ist und der Öffentlichkeit zeigen soll, was hier unter Bad Neuenahr so alles vor sich ging.

In der Dokumentationsstätte Regierungsbunker begibt man sich in die Zeit des Kalten Krieges. Damals hatten alle Regierungen der Welt ernsthaft Angst vor dem Dritten Weltkrieg. Es war den meisten sogar ziemlich klar, dass er unmittelbar bevor stand. Daher wurde ein Ausweichsitz für die Westdeutsche Regierung gesucht und in Bad Neuenahr gefunden. Irgendwer erinnerte sich daran, dass es hier noch diese gigantischen Tunnel für ein nie fertiggestelltes Netz für Hochgeschwindigkeitszüge gab. Und das gar nicht weit von Bonn entfernt.

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Vogelsang – Der Ort, wo die Elite letztenendes doch nicht geformt wurde

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Vogelsang – Ein Stück Geschichte in der Eifel

Vogelsang klingt irgendwie nett. Vögel, Gesang. Nett. Allerdings ist die Geschichte der Ordensburg Vogelsang alles andere als nett. Seit einigen Jahren erst gibt es hier ein Museum, dessen Dauerausstellung sich mit der Zeit beschäftigt, als in Vogelsang die vielversprechenden angehenden Führungskräfte des Dritten Reiches ausgebildet wurden.

Die Anlage, die einer Burg gleichen sollte, wurde bei Gmünd auf einer Anhöhe errichtet, mit einem tollen weiten Ausblick über die schöne Eifel, die heute Nationalpark ist. Vogelsang war eine von vier Ordensburgen, wo die Elite der NSDAP ausgebildet werden sollte. Dabei ging es hauptsächlich um die physische Ausbildung der neuen Herrenmenschen und SS-Offiziere sowie um die ideologische Schulung. Nur „Ganze Kerle“ schafften es zum Abschluss, wobei Gesinnung, Gehorsam und körperliche Attribute von Bedeutung waren. Wissen und Bildung waren eher nebensächlich, wenn man von solchen Fächern wie Rassenkunde einmal absieht.

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Agrigento – das Gegenteil von einem Tal

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Agrigento – Zu Besuch bei Zeus und Hera in Italien

Von der eigentlichen Stadt Agrigento habe ich nicht viel gesehen, denn nach meinem Besuch im Tal der Tempel, war ich ganz schön groggy und vor allem hungrig. Ich muss euch mitteilen, dass es in Agrigento gegen 4 Uhr am Nachmittag sehr schwierig ist, eine Pizza zu bekommen. Die Italiener scheinen entweder um die Mittagszeit oder abends zu essen. Die Touristen sind in diesem Corona-Sommer stark dezimiert und daher scheint es sich nicht zu lohnen, nachmittags italienische Köstlichkeiten anzubieten.

Die Hauptsehenswürdigkeit in Agrigento ist also das Tal der Tempel. Zunächst einmal muss gesagt werden, dass der Name sehr irreführend ist, denn das Tal der Tempel ist alles andere, als ein Tal. Tempel gibt es allerdings jede Menge. Diese befinden sich allerdings auf einer Anhöhe, um nicht zu sagen, einem kleinen Bergkamm. Also zumindest ein Hügel. Sicher kein Tal.

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Amsterdam – Alle sind tolerant, außer die Radfahrer

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Amsterdam – etwas kühl aber geruchlich und geschmacklich exotisch

Amsterdam hat mich dieses Mal mit einem wolkenverhangenen Himmel empfangen. Es war für ein Juliwochenende irgendwie zu kalt. Trotzdem war es im Grunde ganz angenehm, durch die Straßen und Gassen zu laufen und den Fahrrädern auszuweichen, die rücksichtslos auf den für Auswärtige nicht immer als solche identifizierbaren Fahrradwegen in teilweise halsbrecherischem Tempo unterwegs sind.

Eindrucksvoll ist nicht nur die Tatsache, dass Amsterdam wirklich eine Fahrradstadt ist und sowohl Autos als auch Fußgänger das Nachsehen haben. Mich hat wieder einmal die schiere Menge an Fahrrädern fasziniert. Am besten kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, wenn man zum Hauptbahnhof geht und sich die Fahrradparkplätze dort anschaut. Vor dem Bahnhof steht ein dreigeschossiges Parkhaus, daneben gibt es weitere ebenerdige Stellplätze und im mittlerweile topmodernen und hübschen Bahnhofsgebäude sind noch mehr Stellplätze auf mehreren Ebenen untergebracht. Und die sind alle voll!

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Bilbao – Architekturporno für die Stadtentwicklung

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Bilbao – Eine mysteriöse Sprache, Pinchos sind keine Tapas

Bilbao liegt im Norden von Spanien, fast am Meer, im sagenumwobenen Baskenland. Hier gibt es eine eigene Sprache, von der niemand weiß, wie sie hierher gekommen ist. Wenn jemand baskisch redet, klingt es aber so wie spanisch. Nur dass man eben nichts versteht. Offenbar gibt es dasselbe auch im Süden Frankreichs mit einem französischen Akzent. Geschrieben ist das baskische einfach anders. Anders als alles andere.

Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Basken haben sich von Bomben vor ein paar Jahrzehnten zu kleinen Fähnchen und gelegentlichen Demonstrationen gewandelt. Das Ende des Bombenzeitalters bedeutete für Bilbao, das zwar nicht die Hauptstadt des Baskenlandes ist, aber immerhin eine der größten Städte in der Region, dass es sich nun endlich zum Touristenmagnet entwickeln konnte.

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Barcelona – Gaudís Lebkuchenhäuser und eine zauberhafte Altstadt

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Barcelona – Feuertänzer an lauen Sommerabenden

Meine letzte Reise nach Barcelona war bereits fast 20 Jahre her, als ich endlich mal wieder in einem Flugzeug in Richtung Spanien saß. Meine Güte. Ich werde alt. Trotzdem konnte ich mich an vieles von damals erinnern, unter anderem die lange und alkoholangereichter Busfahrt dorthin. Im Flieger ist es zwar nicht bequemer, aber wenigstens dauert die Reise diesmal nur einen Bruchteil der Zeit. Es gibt also diesmal glücklicherweise keinen Grund, sich zu betrinken!

Barcelona präsentiert sich schon am Freitagabend von seiner schönsten Seite. Die Hauptstraßen im Zentrum rund im die Plaza de Cataluña sind erleuchtet, ebenso wie die hübschen Gebäudefassaden, die nicht nur von Barcelonas Star Gaudí stammen, sondern teils schon um einiges älter sind. Ende September ist es hier noch sommerlich warm – eine laue Sommernacht, die Dichter zu Meisterwerken inspirieren kann. Read More

Rheintal – Ein Ausflug zur Lorelei

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Das UNESCO Welterbe Rheintal in all seiner Pracht

Offenbar schauen sich alle Menschen, die Deutschland besuchen, die Lorelei und das UNESCO Welterbe des Rheintals an. Grund genug also, mich auch einmal dorthin zu begeben. Ich hatte mir glücklicherweise ein sehr sonniges Wochenende für diesen Ausflug ausgesucht, denn ich bin sicher, dass das Schifffahren auf dem Rhein bei Regen deutlich weniger amüsant ist.

In Sankt Goar gibt es die Auswahl zwischen Pizza und Saumagen. Mittlerweile haben aber die meisten Restaurants auch vegetarische, hippe, kreative und sogar teils exotische Speisen auf ihren Karten. Es war also nicht allzu schwierig, etwas Leckeres zu finden. Das winzige Hotel, in dem ich unterkam, hatte im Frühstücksraum eine Ritterrüstung, mehrere antike Schwerter und ein altes Spinnrad als Dekoration. Sehr eigentümlich, aber passend zum Rheintal. Read More