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Kurztrip Archive • Beatrice Sonntag

Washington DC – Hauptstadt mit viel Marmor

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Washington DC – Eine Innenstadt voller Monumente und Prachtbauten

Wenn man sich für eine billige Flugverbindung entscheidet, kommt es oft vor, dass grässliche Umwege und grausam lange Wartezeiten an irgendwelchen weit abgelegenen Flughäfen in Kauf zu nehmen sind. Manchmal hat man aber auch ein wenig Glück im Unglück und muss zum Beispiel zehn Stunden in Washington DC totschlagen. Das ist dann etwas weniger schlimm, denn da gibt es etwas zu sehen.

So bin ich zum Beispiel vor Kurzem mit der United Airlines an einem schönen Sonntagmorgen um sechs Uhr in Washington gestrandet und habe mich gleich auf die Suche nach dem Metrobus gemacht, der hauptsächlich Flughafenangestellte in die Stadtmitte befördert, solange die U-Bahn noch nicht operationell ist. In diesem Metrobus musste ich unglücklicherweise einen Faustkampf zwischen einem Herrn in Shorts und einem Obdachlosen mit Einkaufswagen miterleben, den alle anderen Fahrgäste zwar zur Kenntnis nahmen, aber irgendwie so, als passiere das jeden Tag. Der Busfahrer wartete geduldig, bis die Sache ausgefochten war und fuhr dann wortlos weiter. Sehr verstörend, dieses Washington DC. Read More

Florenz – Tausend und ein Kunstwerk

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Wo man vor lauter Kunstwerken die Kunst nicht mehr sieht…

Florenz ist die Stadt, in der das Paris Syndrom zum ersten Mal beobachtet wurde und zwar schon vor Jahrhunderten, als noch kaum ein Japaner nach Paris kam und die Japaner auch überhaupt nicht nach Paris kommen wollten. Damals war Florenz so etwas wie das Mekka der Kunstliebhaber, was es heute eigentlich immer noch sein könnte, denn hinter jeder Straßenecke verbirgt sich eine Kirche oder ein Museum und selbst im Straßenraum stehen weltberühmte Statuen einfach so herum.

Wer heute nach Florenz fährt, der darf einerseits natürlich hochkarätige Kunst erwarten, muss sich aber auch darauf einstellen, dass er Touristenmassen, bescheuerte Souvenirs, überteuerte und nicht besonders italienische Mahlzeiten und lange Schlangen vor den Museen antrifft. Man sollte sich außerdem ein wenig auf die italienische Art des Verständnisses von Straßenverkehr einlassen, die für allzu friedfertige und entspannte Menschen lebensgefährlich sein kann.

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Red Rock Canyon – ein schönes Plätzchen Natur

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Rote und weiße Felsen im Red Rock Canyon

Der Red Rock Canyon liegt nur wenige Minuten von der glitzernden und aufregenden Stadt Las Vegas entfernt. Da liegt er im Grunde genau richtig, denn die Menschen in Las Vegas brauchen sicher dringend ab und zu einen kleinen Ausflug in die himmlische Stille der Natur.

Es könnte kaum einen Ort in Nevada geben, der Las Vegas unähnlicher ist. Der Red Rock Canyon ist ein Schutzgebiet, in dem es tatsächlich jede Menge rote Felsen gibt. Auf einer Ringstraße kann man bequem einmal rund fahren und an verschiedenen Stellen aussteigen. Dort gibt es dann hübsche Felsformationen zu bewundern, in denen man wandern kann.

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New York – Filmkulisse und kulinarische Weltmetropole

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Mit offenem Mund einfach nur Hochhäuser anstarren

New York ist wohl mit die faszinierendste Stadt dieser Welt. Kaum eine Metropole hat so viele Wahrzeichen und Gebäude, die man auf den ersten Blick erkennt. New York begegnet einem in tausenden von Büchern, Filmen, auf Bildern und im Fernsehen. Ich war bisher zweimal in dieser bezaubernden Stadt, in der es unendlich viel zu erleben gibt und sicherlich werde ich noch einige Male hin fahren.

Beim meinen ersten beiden Besuchen in New York war ich noch eine arme Studentin, die zu geizig war, 22 Dollar für die Fahrt mit dem Lift auf einen der Zwillingstürme des World Trade Center zu bezahlen. Zwei Wochen nach meinem zweiten Besuch waren diese beiden Türme plötzlich nicht mehr da und niemand mehr würde 22 Dollar bezahlen. Mittlerweile gibt es einen neuen Turm, von dem aus ich die Aussicht genießen werde, wenn ich wieder in New York bin. Das passiert mir nicht noch einmal!

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Tschernobyl – ein Reiseziel? Im Ernst?

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Ein wirklich bizarres Reiseziel in der Ukraine: Tschernobyl

Tschernobyl ist mit Sicherheit kein beliebtes Reiseziel. Bis vor kurzem war die Stadt alles andere als überhaupt ein Reiseziel, denn sie befindet sich in einer radioaktiv verseuchten Sperrzone. Vor etwas mehr als 30 Jahren, im April 1986, ist im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl der bis dahin und wohl auch seither schlimmste Unfall dieser Art passiert. Heute ist Tschernobyl ein Synonym für die Gefahren, die mit Atomkraftwerken verbunden sind.

Heute, 30 Jahre nach dem Unglück, ist das Gebiet, auf dem sich einst die Stadt Tschernobyl befand, noch immer nicht bewohnbar. Dutzende Dörfer wurden evakuiert und sind seither verlassen. Tschernobyl ist eine Geisterstadt, in der sich heute nur noch die Verwaltung des Sperrgebietes befindet und in der ein paar hartnäckige illegale Siedler leben. Die Arbeitersiedlung Pripyat, die eigens für die Angestellten des Atomkraftwerkes gegründet wurde, befindet sich im Gegensatz zu Tschernobyl nicht in der 30 Kilometer-Zone, sondern in der 10-Kilometer-Zone, in der noch strengere Beschränkungen herrschen. Read More

Kiew – Viele tote Mönche in Disneyland

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Bunte Kirchen und ein Wahnsinnskloster

Nachdem ich ein paar Bilder aus Kiew auf Facebook gepostet hatte, fragte mich ein Freund, ob ich in Disneyland sei. Daraufhin habe ich mir meine Bilderauswahl noch einmal angesehen und festgestellt, dass ich tatsächlich eine hellblaue, eine weiß-grüne, eine safrangelbe und eine rötliche Kirche ausgewählt hatte. Zusammen sah das sehr bunt und fröhlich aus. Kiew hat also auch etwas mit Disneyland gemeinsam.

Ansonsten ist Kiew eine wirklich schöne und spannende Stadt, in der es viel zu sehen gibt. Von meinem Hotel aus habe ich einen tollen Blick auf den Maidan Platz, der spätestens seit 2014 traurige Berühmtheit in ganz Europa erlangt hat. Heute wirkt er wieder wie ein lebendiger Stadtplatz und bis auf die Fotos der ermordeten Demonstranten erinnert nichts mehr an die Revolution von vor zwei Jahren. Es ist tagsüber eher ruhig, aber am Abend finden sich viele junge Leute auf dem berühmten Unabhängigkeitsplatz ein und genießen das Leben. Read More

Niagarafälle – Viel Wasser und noch mehr Neonlichter

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Casinos und 6000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde

Von Toronto aus habe ich einen Ausflug zu den Niagarafällen unternommen. Tatsächlich waren die Niagarafälle der eigentliche Grund für meine Kanadareise im Frühjahr 2016. Nachdem ich die Viktoriafälle und die Wasserfälle von Iguazu gesehen hatte, standen die Niagarafälle als die wasserreichsten Wasserfälle in Nordamerika auf meiner Liste der Naturwunder, die ich besuchen wollte.

Auf jeden Fall gehören sie zu den Top 10 der Wasserfälle dieser Erde und nun waren sie der Grund für meine erste Reise nach Kanada, die sicherlich nicht die letzte gewesen sein wird. Denn so sehr mich das Klima dieses riesigen Landes abschreckt, so schön kann es dort im Frühling und Sommer sein. Außerdem ist Kanada von der Atmosphäre her irgendwie ein bisschen wie eine menschlichere Version der Vereinigten Staaten. Ich will nichts Negatives über die USA sagen, ich liebe dieses faszinierende und abwechslungsreiche Land. Aber Kanada hat den USA in Sachen Weltoffenheit, Politik, Umweltschutz und Friedlichkeit (man schaue sich nur einmal die Waffengesetze an) einiges voraus. Es ist quasi eine gute Alternative für jemanden, der gerne in Nordamerika leben, aber nicht in den USA verklagt, vergiftet oder erschossen werden möchte.

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Madrid – Kunst, Kirchen, Folterungen und Süßigkeiten

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Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!

Ich kann nicht genau sagen, warum ich es in 36 Jahren nicht geschafft habe, die spanische Hauptstadt Madrid einmal zu besuchen. Sie ist bis vor kurzem eine der wenigen Hauptstädte Europas gewesen, die ich noch nie gesehen hatte und im Grunde ist das eine Schande für eine Weltreisende wie mich. Es wurde also höchste Zeit, diese Weltstadt aufzusuchen und mir ihre Kunstschätze und weltberühmten Plätze und Gebäude anzusehen.

Madrid ist wider Erwarten überhaupt nicht beleidigt, weil ich schon zweimal in Rom, zweimal in Prag und zehnmal in Paris sowie London war und ihm sogar Chisinau und Tirana vorgezogen hatte. Die spanische Hauptstadt empfängt mich im Gegenteil mit Sonnenschein und der überraschenden Tatsache, dass der sehr günstige und etwas dubiose Flughafentransfer tatsächlich wie geplant stattfindet und das auch noch in einem passablen Fahrzeug.

Das Museo del Prado ist wohl eines der berühmtesten der ganzen Welt. Es gehört zudem zu den 20 meistbesuchten Museen der Welt und ist wohl ein absolutes Muss für alle Kunstfreunde. Ab 18 Uhr ist der Besuch des Prado kostenlos für die beiden letzten Stunden des Tages. Als ich pünktlich um 18 Uhr vor dem Eingang erscheine, hat sich schon eine etwa 300 Meter lange Schlange gebildet. Ich musste also einen Trick anwenden, den mir mein sonst sehr vernünftiger und regelkonformer Vater beigebracht hat und mich unauffällig in die Reihen einer ukrainischen Reisegruppe einreihen, die ganz vorne in der Schlange stand. Das hat ganz hervorragend funktioniert und um zehn nach sechs war ich im Prado und das auch noch umsonst. Madrid ist toll. Ich bestaune unschätzbare Gemälde von Francisco de Goya, Diego Velazquez und anderen spanischen Meistern und habe nach zwei Stunden auch dann genug von der Kunst.

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Santiago de Chile – Von Animitas und Pfirsichen

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Stressfrei durch Santiago de Chile

Dieses Mal konnte ich meinen Besuch in Santiago de Chile ganz entspannt angehen, denn ich hatte vor knapp zwei Jahren schon alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Ich befand mich also in einer Stadt, die ich schon ein wenig kannte und ich fühlte mich vollkommen entspannt, weil ich nichts zu erledigen hatte. Mein Fernwehorgan und meine Abenteuerdrüse erlauben es mir nicht, mich an einem Ort aufzuhalten, ohne dessen Besonderheiten zu erkunden. Aber in diesem Fall konnte ich mich einfach zurücklehnen und ein wenig herum schlendern.

Natürlich fand ich trotzdem noch vieles, was es zu entdecken gab. Da wäre zum Beispiel eines der Häuser von Pablo Neruda, das zum Museum erklärt wurde. Hier kann man mit einem Audioguide bewaffnet durch die Räumlichkeiten streifen und sich seine etwas eigenwillige Sammlung von schrulligen Gegenständen anschauen. Immerhin ist auch ein Nobelpreis für Literatur dabei – den hat nicht jeder verrückte Sammler vorzuweisen.

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Valparaiso – zwischen Hafen und Altstadt

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Ein Hafen, tolle Aussichten und besser kein Abstecher in die Nachbarstadt

Valparaiso liegt am Meer und zwar auf einer anschaulichen Anzahl von verschiedenen Hügeln, so dass fast jedes Haus einen Blick aufs Meer hat. Es ist hier so hügelig, dass man schon vor mehr als 130 Jahren angefangen hat, Aufzüge in den Straßen zu bauen. Diese teils etwas abenteuerlichen Kosten aus Holz, die an steilen Schienen mit viel Getöse hinauf und wieder herunter ruckeln, gehören zu den interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Angeblich haben die Stadtviertel mit den höheren Kriminalitätsraten auch die besseren Aussichten. Aber auch die Viertel, in die man sich als Tourist bedenkenlos verirren kann, scheinen ausschließlich Gebäude mit traumhaftem Meerblick zu haben. Da wäre zum Beispiel das Haus von Pablo Neruda, das heute als Museum für alle zugänglich ist. Es ist vergleichbar mit dem Haus von Pablo Neruda in Santiago de Chile, nur dass seine Lage einfach unschlagbar ist. Das etwas verschrobene Gebäude hat einen recht kleinen Grundriss, dafür aber fünf Stockwerke, in denen jeweils etwa ein oder zwei kleine Zimmer Platz haben. Je höher man steigt, desto atemberaubender wird die Aussicht auf die mit bunten Häusern bedeckten Hügel und den Hafen.

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