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Nationalpark Archive • Beatrice Sonntag

Joshua Tree Nationalpark – schrullige Bäume und 29 Palmen

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Joshua Trees sind kleine verknotete Wüstenbewohner, die sich an keine Regeln halten und in alle Richtungen wachsen

Der Joshua Tree Nationalpark liegt im Süden von Kalifornien, etwas mehr als 200 Kilometer von Los Angeles und ziemlich genau 300 Kilometer von Las Vegas entfernt. Es handelt sich um ein ziemlich trockenes Wüstengebiet, das zur Mojave Wüste gehört. Den Namen hat der Joshua Tree Nationalpark von den Joshua Trees, die in dieser Wüste ziemlich häufig anzutreffen sind. Der Park wurde gegründet, um genau diese etwas schrulligen Bäume zu schützen.

Ich übernachte in einer kleinen Stadt am Rande des Joshua Tree Nationalparks, die den eigenartigen Namen Twentynine Palms trägt. Tatsächlich gibt es in Twentynine Palms viel mehr als 29 Palmen. Immerhin gibt es aber Palmen und auch Sonnenschein, so dass ich mich hier im Dezember, trotz der recht kühlen Temperaturen, die tagsüber zwischen 12 und 17 Grad liegen, sofort wie im Urlaub fühle.

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Grand Canyon – einfach riesig und wunderschön

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Eine Glasplattform und fettleibige Hörnchen am Grand Canyon

Der Grand Canyon macht seinem Namen alle Ehre. Er ist verdammt groß. Man schafft es nicht, an einem Tag hinunter und wieder herauf zu klettern, auch nicht auf den bequemeren Wanderwegen. Man kann drei Stunden lang mit 75 Meilen pro Stunde an seiner Südseite entlang fahren und ist dann noch immer am Grand Canyon. Man kann sich eigentlich nicht wirklich vorstellen, wie riesig er ist, bis man ihn mit eigenen Augen gesehen hat. Und selbst dann gerät man noch ins Staunen. Zumindest erging es mir so.

Nachdem die Frage nach den Dimensionen geklärt ist, stellt sich die Frage nach dem besten Ort, um das Naturwunder zu bestaunen. Auswahl gibt es auf jeden Fall eine Menge. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte an der North Rim wie auch an der South Rim, im Osten wie im Westen. Aus strategischen Gesichtspunkten habe ich mich dieses Mal für zwei Stellen auf der Südseite des Grand Canyon entschieden. Die lagen ein kleines bisschen eher an meiner Reiseroute zwischen Roswell und Yellowstone als die Punkte an der Nordseite. Read More

Zion Nationalpark – Kneippkur im Land der Mormonen

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Heilige Berge am Jungfrauenfluss: Zion Nationalpark

Der Zion Nationalpark liegt im Staat Utah. Seinen Namen hat er von den Mormonen erhalten, die auch ihre Bank Zion genannt haben. Die Mormonen stehen auf religiöse Namen. Daher heißt der Fluss, der durch den Nationalpark fließt und den eigentlichen Canyon gegraben hat, Virgin River. Die Berge hier haben Namen wie Abraham, Jakob, Isaac und Moroni. Abgesehen davon, dass die Mormonen eigentlich glauben, dass die Erdet etwa 7000 Jahre alt ist (und der Canyon durch Jahrmillionen der Erosion entstanden ist) ist also alles mehr oder weniger kohärent.

Der Zion Nationalpark liegt im Süden von Utah, nicht besonders weit von der Grenze zu Nevada und vom Sündenpfuhl Las Vegas entfernt. Der Park ist gut organisiert. Shuttlebusse bringen die Touristen von einer Station zur nächsten, was dazu führt, dass im eigentlich interessanten Teil des Canyons keine privaten Fahrzeuge herumstehen oder fahren. Man kann hier die Natur in vollen Zügen genießen, muss sie jedoch mit vielen anderen Touristen aus allen möglichen Ländern der Erde teilen. Read More

Yellowstone Nationalpark – Ein Traum in bunt

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So viele Farben, Bisons und brodelndes Wasser

Über Monate hinweg habe ich auf meiner Wetter-App die Temperaturen im Yellowstone Nationalpark verfolgt. Bis in den Juni hinein waren diese vollkommen indiskutabel. (=Es stand ein minus vor der Celsius-Angabe.) Erst langsam sind die Temperaturen dann im Laufe des Julis auf ein akzeptables Niveau angestiegen. Während sich in Las Vegas das Quecksilber in Richtung der 40 Gradmarke schob und im Death Valley sogar schon fast die 50 durchbrach, ließ sich der Yellowstone Park auf gerade mal 20 Grad erwärmen.

Tatsächlich hatte ich ein Gefühl von Erfrischung und Kühle, als ich nach mehreren Tagen in den Wüsten von New Mexico, Arizona, Nevada und Kalifornien in West Yellowstone im Bundesstaat Montana ankam. Hier hatte ich nach langem Suchen ein Zimmer gefunden, das ungefähr dreimal so teuer war wie die Unterkünfte in Las Vegas oder Flagstaff, das aber im Umkreis von hundert Kilometern beinahe die einzige verbliebene Option war, die mich nicht vollkommen finanziell ruiniert hätte. Eine freundliche Chinesin drückt mir zur Begrüßung den Schlüssel in die Hand, will weder wissen, wer ich bin, noch wie ich heiße. Für sie steht fest, dass ich der Gast sein muss, den sie erwartet. Read More

Death Valley – Alles tot bis auf die Bienen

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So schön kann trockene Hitze sein

Der Death Valley Nationalpark war eines meiner Wunschziele auf der vergangenen USA-Reise. Da aber auch der Yellowstone Nationalpark auf dem Programm stand und dieser für mein Empfinden aus klimatischen Gründen nur im Hochsommer bereist werden kann, musste ich mit einem Death Valley Vorlieb nehmen, das seinem Namen alle Ehre machte.

Bei 119 Grad Fahrenheit, 48 Grad Celsius, sind die Bedingungen im Death Valley Nationalpark im August nicht eben fürs Wandern geeignet. Im Grunde ist nicht einmal das Autofahren zu empfehlen, denn nicht alle Motoren und Armaturen funktionieren bei diesen Bedingungen ideal. Ich kann aber mit Hitze besser umgehen als mit Kälte und daher erreiche ich gut gelaunt die Rangerstation, die auf erstaunliche 20 Grad heruntergekühlt ist. Der nette Mann hinter dem Schalter reicht mir eine Karte des Nationalparks, bedankt sich dafür, dass ich ein Eintrittsticket am Automaten erstanden habe („Das ist nett von Ihnen. Wir nehmen es da nicht so ernst“) und rät mir davon ab, eine längere Wanderung zu unternehmen. Ich kann ihn beruhigen. Meine vertrocknete Leiche muss er in den nächsten Wochen nicht irgendwo auflesen, denn ich werde schön brav in der Nähe meines Autos bleiben. Read More

Mkuzi – Afrikas Tierwelt hautnah

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Nilpferde, Nashörner und Moskitos in Mkuzi

Das Mkuzi Wildtierreservat liegt etwas mehr als eine halbe Tagesreise von Johannesburg entfernt, nicht weit von der Grenze zu Swasiland. Nach Mkuzi habe ich mich auf dem Weg nach Kosi Bay verirrt und zwar, weil es dort Breitmaulnashörner geben soll.

Mkuzi  Mkuzi

Der Mkuzi Park wirkt sehr professionell. Es gibt riesige Tore mit Stacheldraht und Elektrozäunen, die einerseits die Nashörner im Park und andererseits die Wilderer draußen halten sollen. Beides funktioniert aktuell recht gut. Nach einer Weile finden wir die Rezeption und erhalten keine Schlüssel für unsere Zimmer beziehungsweise Zelte.

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Isalo Nationalpark – Madagaskars Berge und Lemuren

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Isalo Nationalpark Madagaskar Reisebericht von Beatrice Sonntag

Der Isalo Nationalpark ist eines der Highlights auf Madagaskar. Er ist über 80.000 Hektar groß und beherbergt wohl eine der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften der Insel. Von der Ortschaft Ranohira, die an der Nationalstraße 7 liegt, gelangt man mit einem Auto in wenigen Minuten zu einem der Eingänge des Nationalparks.

Isalo Nationalpark Lemuren

Nun geht es zu Fuß weiter. Ich bin mit einem französischsprechenden Parkranger, einem Picknickkorb, Sonnenhut und festen Schuhen ausgerüstet, um den ganzen Tag im Park verbringen zu können. Es gibt weder Siedlungen noch Hotels oder Restaurants auf dem Gelände, nur ein paar Picknickbänke und halbwegs befestigte Wanderpfade. Das soll mir aber nur recht sein, denn schließlich bin ich hier, um die Natur zu erleben.

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