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Reisebericht Archive • Beatrice Sonntag

Dublin – 1000 Wolken und 1001 sagenhafte Geschichten

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Dublin – Elefantenschmuggel und Alkoholexzesse

Dublin hat mich in diesem Sommer unter einer dichten Wolkendecke empfangen. Der Regen hat jedoch erst eingesetzt, als ich schließlich am Sonntagabend auf dem Weg zum Flughafen war. Sehr aufmerksam. Mit etwas Sonne wären die Fotos schöner geworden, aber in Irland darf man sich nicht auf allzu viel Sonnenschein gefasst machen.

In Dublin gibt es ein Leprechaun Museum, was allein deshalb schon bemerkenswert ist, weil es Leprechauns ja nur in der Fantasie der Menschen gibt. Trotzdem ist das Museum sogar ein wenig wissenschaftlich aufgebaut. Zum Beispiel wird man gleich zu Anfang darüber aufgeklärt, dass Disney durch einen seiner frühen Filme dafür gesorgt hat, dass die Menschen auf der ganzen Welt denken, Leprechauns trügen grüne Kleider und Hüte. Das ist falsch. Leprechauns tragen braune Kleider und rote Hüte. Gut zu wissen. Das Museum war möglicherweise ein wenig albern, aber es gibt offenbar an manchen Tagen auch Führungen ab 18 Jahren. Was genau es damit auf sich hat, konnte (wollte) ich allerdings nicht herausfinden.

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Amsterdam – Alle sind tolerant, außer die Radfahrer

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Amsterdam – etwas kühl aber geruchlich und geschmacklich exotisch

Amsterdam hat mich dieses Mal mit einem wolkenverhangenen Himmel empfangen. Es war für ein Juliwochenende irgendwie zu kalt. Trotzdem war es im Grunde ganz angenehm, durch die Straßen und Gassen zu laufen und den Fahrrädern auszuweichen, die rücksichtslos auf den für Auswärtige nicht immer als solche identifizierbaren Fahrradwegen in teilweise halsbrecherischem Tempo unterwegs sind.

Eindrucksvoll ist nicht nur die Tatsache, dass Amsterdam wirklich eine Fahrradstadt ist und sowohl Autos als auch Fußgänger das Nachsehen haben. Mich hat wieder einmal die schiere Menge an Fahrrädern fasziniert. Am besten kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, wenn man zum Hauptbahnhof geht und sich die Fahrradparkplätze dort anschaut. Vor dem Bahnhof steht ein dreigeschossiges Parkhaus, daneben gibt es weitere ebenerdige Stellplätze und im mittlerweile topmodernen und hübschen Bahnhofsgebäude sind noch mehr Stellplätze auf mehreren Ebenen untergebracht. Und die sind alle voll!

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Bilbao – Architekturporno für die Stadtentwicklung

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Bilbao – Eine mysteriöse Sprache, Pinchos sind keine Tapas

Bilbao liegt im Norden von Spanien, fast am Meer, im sagenumwobenen Baskenland. Hier gibt es eine eigene Sprache, von der niemand weiß, wie sie hierher gekommen ist. Wenn jemand baskisch redet, klingt es aber so wie spanisch. Nur dass man eben nichts versteht. Offenbar gibt es dasselbe auch im Süden Frankreichs mit einem französischen Akzent. Geschrieben ist das baskische einfach anders. Anders als alles andere.

Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Basken haben sich von Bomben vor ein paar Jahrzehnten zu kleinen Fähnchen und gelegentlichen Demonstrationen gewandelt. Das Ende des Bombenzeitalters bedeutete für Bilbao, das zwar nicht die Hauptstadt des Baskenlandes ist, aber immerhin eine der größten Städte in der Region, dass es sich nun endlich zum Touristenmagnet entwickeln konnte.

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Detroit – Wiederbelebung der Motorcity

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Detroit – Ruinen, Neubeginn und the Hood

Der eigentliche Grund, warum ich Detroit sehen wollte, war die alte Packard Autofabrik, die seit Jahren leer steht. Das Fabrikgelände liegt mitten in der Stadt. Zwar nicht gerade neben dem Rathaus, aber doch so zentral, dass sich ringsherum Wohnhäuser und andere Fabriken befinden. Mir war eigentlich klar, dass ich nicht auf das Gelände gelangen würde, weil es sich noch immer im Besitz von Packard befindet und weil es vollkommen einsturzgefährdet ist. Trotzdem wollte ich dort unbedingt Fotos machen.

Das Gelände zu finden war nicht schwer. Die alten Fabrikhallen sind schließlich nicht zu übersehen. Eine Dame in einem weinroten Geländewagen patrouillierte um die Hallen herum. Ihr unerfüllender Job ist es, alle, die sich dem Gelände zu weit nähern, darauf hinzuweisen, dass sie nicht willkommen sind. Sie droht mit der Polizei und hält sich für unheimlich wichtig. Ich durfte also nur auf etwa drei Vierteln der Bürgersteige um die Fabrik herum spazieren, weil… ja warum genau habe ich nicht verstanden. Trotz der Einschränkungen kann man von der Packard Fabrik oder dem, was davon noch übrig ist, tolle Fotos machen. Ich fühlte mich ein wenig an Tschernobyl erinnert.

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Stockholm – Endlose Tage im hohen Norden

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Stockholm – Technik, Transport, Frieden und internationale Küche

Skandinavien ist im Sommer eine wunderbare Region. Wer im Juni nach Stockholm führt, der kann Sonnenschein von morgens drei bis abends um elf genießen. Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig aber irgendwie interessant und sicherlich gut für die Vitamin-D-Versorgung des Körpers.

Dieses Jahr hatte ich mit meinem Besuch in Stockholm auch noch unheimliches Glück mit dem Wetter. Es war fast drei Tage lang sonnig und angenehm warm. Der öffentliche Verkehr in der schwedischen Hauptstadt ist effizient und praktisch. Die Menschen sind freundlich und gegenüber Ausländern sehr aufgeschlossen. 35% der Bewohner von Stockholm sind in einem anderen Land geboren und sie kommen aus 155 verschiedenen Staaten. Das sorgt für eine große Vielfalt und kulinarische Auswahl.

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Darwaza – das Tor zur Hölle

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Darwaza – Ein Unfall wird zur Touristenattraktion

Darwaza ist ein Loch im Boden. Aber nicht irgendein Loch. Hier ging vor vielen Jahren eine Probebohrung nach Gas etwas schief und es entstand ein Krater von etwa 70 Metern Durchmesser. Man weiß bis heute nicht genau, wie das Gas sich entflammte. Vermutlich waren es die Bewohner der Umgebung, die es leid waren, dass ihre Ziegen in den Krater fielen oder sich Gasvergiftungen in der Nähe holten, die etwas Brennendes hinein warfen.

Seither brennt auf jeden Fall dieser Krater. Tag und Nacht. Das aus Sitzen und Öffnungen entweichende Gas brennt lichterloh. Am Boden in der Mitte gibt es eine fünf Meter hohe Stichflamme und rundherum brennen zahlreiche kleinere Flammen. Seit fast 50 Jahren brennt der Krater, den man liebevoll als das Tor zur Hölle bezeichnet.

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Aschgabat – die weiße Stadt

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Aschgabat – einzigartige Mischung aus Dubai und Pjöngjang

Die Hauptstadt von Turkmenistan ist Aschgabat. Zunächst dachte ich, dass es sich einfach um eine dieser typischen zentralasiatischen Städte handelt. In meiner Vorstellung ähnelte sie Almaty und Bischkek. Aber weit gefehlt. Aschgabat ist eine ganz außergewöhnliche Stadt, die mit eigentlich keiner anderen zu vergleichen ist. Im äußersten Falle könnte man sie einen Hybriden aus Pjöngjang und Dubai nennen.

Im modernen Teil von Aschgabat fällt zunächst auf, dass alles weiß ist. Die Gebäude bestehen nahezu alle aus weißem Marmor. Sie wirken, als sei keines von ihnen älter als 10 oder 15 Jahre und für die meisten trifft das auch zu. Zudem sind 80% aller Autos weiß. Die Straßenlaternen sind weiß ebenso wie Brücken, Monumente und Bushaltestellen. Weiß ist die Farbe des Glücks in Turkmenistan.

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Warschau – in 20 Jahren vom hässlichen Entlein zum Schwan

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Warschau – tolle Altstadt, verschwundene jüdische Geschichte, leckeres Essen

Warschau war wohl die zweite große Überraschung dieses Jahres. Ich war vor 20 Jahren zuletzt in der polnischen Hauptstadt. Damals war Warschau dunkel, gefährlich und rückständig gewesen. Nun wollte ich meinem Mann das wahre und raue Osteuropa zeigen. Wir machten uns also auf den Weg nach Warschau, aber vom Ostblock ist hier kaum noch etwas übrig.

Warschau ist heute eine moderne und schöne Stadt mit einem gekonnten Mix aus historischen und modernen Bauwerken. Die Taxifahrer sind nahezu vertrauenswürdig geworden und es gibt überall Dönerläden, internationale Restaurants und Denkmäler. Natürlich sind auch einige Fastfood-Ketten aus dem Boden geschossen und ein paar Einkaufszentren gebaut worden. Aber es gibt die dunklen Gassen, vor denen ich vor 20 Jahren noch gewarnt worden bin eigentlich nicht mehr. Zumindest nicht im Zentrum.

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Konye Urgench – Stadt der Mausoleen und der Wünsche

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Konye Urgench – UNESCO Welterbe einer unbekannten Zivilisation

Ich hatte bis vor wenigen Monaten noch nie vom Reich Choremien gehört. Wer jedoch nach Turkmenistan reist, der wird diesen Namen unweigerlich hören. Schließlich war es eines der wichtigsten, bekanntesten und prunkvollsten Reiche an der Seidenstraße. Mit Unterbrechungen gab es hier vom 6. Jahrhundert vor bis zum 13. Jahrhundert nach Christus zahlreiche Choresm-Shahs, die eine blühende Region beherrschten, die immer mal wieder angegriffen wurde. Ganz gründlich wurde Konye Urgench von den Mongolen Anfang des 13. Jahrhunderts zerstört. Es wurde aber wieder aufgebaut, nur um das von Tamerlan richtig gründlich zerstört zu werden.

Sooo viel Geschichte! In Konye Urgench kann man sich heute zahlreiche Überbleibsel dieser langen und bewegten Geschichte ansehen. Es stehen noch einige Mausoleen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert. Verschiedene Ehefrauen von Herrschern, Herrscher selbst und religiöse Gelehrte wurden hier bestattet, obwohl es ja im Islam eigentlich nicht unbedingt Sitte ist, prachtvolle Grabmäler zu bauen.

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Sofia – Stadt der Kirchen, der Löwen und Schafsknöchel

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Sofia – friedliche Hauptstadt voller Geschichten und Geschichte

In der schönen bulgarischen Hauptstadt Sofia gibt es einiges zu sehen – vor allem Kirchen jeder Art. Da ist die Santa Sofia Kirche, die der Stadt ihren Namen gegeben hat. Sie hat keinen Glockenturm, weshalb ihre Glocke in einem Baum vor der Kirche hängt. Da ist die Sankt Nikolai Kirche, in der man bei einem russisch orthodoxen Heiligen seine Wünsche hinterlassen kann und dann ist da die Sweta Nedelja Kirche, in der beinahe mal ein König umgebracht wurde. Allerdings war er zu spät dran und so wurden nur alle anderen wichtigen Leute umgebracht. Zu spät zu kommen ist seither in Bulgarien in Mode.

Dann wäre da noch die Sweta Petka Samardzija Kirche. Es war damals nur möglich, an dieser Stelle eine Kirche zu errichten, wenn einwandfrei belegt werden konnte, dass an der Stelle schon früher eine Kirche gestanden hatte. Das war Bedingung für die Baugenehmigung. Also wurden jede Menge Bestechungsgelder an alle möglichen Menschen gezahlt, bis schließlich die nötigen Beweise auf dem Tisch lagen. Leider war durch die horrenden Bestechungsgelder der Großteil des Budgets für die Kirche aufgebraucht, weshalb die Sweta Petka Samardzija Kirche in Sofia nur sehr klein ist.

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