Notice: Trying to get property of non-object in /var/customers/webs/SchirraM/blog_dagmar_beatrice_sonntag/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-seo/frontend/schema/class-schema-utils.php on line 26
Tag

Reisebericht Archive • Beatrice Sonntag

Danakil Senke – Trockenheit bis zur Perfektion

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Die Danakil Depression in Farbe und Hitze

Endlich scheint es wieder halbwegs sicher zu sein in der Danakil Wüste. Ich habe mich zwar nicht auf die eritreische Seite getraut, aber immerhin recht nah dran. In Dallol waren es nur noch etwa zehn Kilometer bis zur Grenze. Während der gesamten Fahrt von der dschibutischen Grenze bis hinauf nach Dallol haben mich bewaffnete Eskorten begleitet. Meist waren das winzige Männchen, die gerade mal so groß waren, wie das Gewehr, das

Es ist uns auch niemand begegnet, auf den die kleinen Männer mit ihren alten Gewehren hätten abschreckend wirken können. Ich kann also nichts über die Wirksamkeit der Eskorte sagen, außer dass mir nichts passiert ist.  Was will man mehr?

Read More

Der Assalsee – am tiefsten Punkt des Kontinents

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Der Assalsee – Salz, Salz und noch einmal Salz

Der Assalsee liegt ziemlich in der Mitte von Dschibuti direkt neben dem Ardoukoba-Vulkan. Man kann hier innerhalb eines Vormittags zwei Superlative besuchen: den jüngsten Berg der Welt und den tiefsten Punkt des Kontinents Afrika. Beide liegen nur wenige Kilometer auseinander. Vom Ardoukoba Vulkan aus floss vor etwa 40 Jahren, als der Vulkan entstand, ein Lavastrom in Richtung des Assalsees. Das kann man heute ziemlich gut erkennen. Die Tatsache, dass der See mehr als 150 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, lässt den Ardoukoba etwas höher erscheinen, als er eigentlich ist. Egal wo sie stehen, werden Berge immer am Meeresspiegel gemessen.

Das Rote Meer, das ziemlich genau den Meeresspiegel angibt, liegt auch nur wenige Kilometer entfernt vom Ardoukoba und erinnert ihn daran, dass er nur knapp 300 Meter hoch ist und nicht 450.

Read More

Erta Ale – Nur ein paar Meter vom Mittelpunkt der Erde

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Erta Ale – Im Auge des Vulkans

Eine Weile lang wurde vor Reisen in die Danakil-Senke gewarnt, weil es ein paar Entführungen und sogar tote Touristen gegeben hatte. Minuten nachdem bekannt wurde, dass ein Friedensvertrag unterschrieben wurde und dass die Rebellen im Grunde schon lange aufgegeben hatten, war ich dabei, nach einer passenden Reise zu suchen.

Die Anreise zum Erta Ale Vulkan ist etwas mühsam und dauert eine Weile. Je nachdem, wo man losfährt, muss man etwa einen halben Tag durch sehr trockene Landschaften kurven, wo es kaum so etwas wie eine Straße gibt. Als wir uns langsam in die Nähe des Vulkans begeben (was man daran erkennt, dass überall schwarze Lava herumliegt) ist eine Piste zu erkennen, die möglicherweise eine Baustelle für eine Straße ist. Es arbeitet jedoch niemand daran.

Read More

Der Abbésee – Märchenlandschaft im Niemandsland

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Der Abbésee – Salz, Schlamm, heiße Quellen aber kein Planet der Affen

Der Abbésee liegt im Südwesten Dschibutis nicht weit von der Grenze zu Äthiopien entfernt. Einen Grenzübergang gibt es hier nicht. Nur der Awash Fluss überquert hier auf legale Weise die Grenze. Er endet im Abbésee und erreicht das Meer nie. Um den Abbésee zu erreichen, steht also nur eine Möglichkeit zur Verfügung: die Anreise über Land von Dikhil in Dschibuti aus. Dikhil ist eine der hässlichsten Städte, die ich je gesehen habe.

Hinter diesem letzten Posten der Zivilisation, die sich hauptsächlich in riesigen Müllbergen erkennbar macht, hören die befestigten Straßen auf. Zum Abbéesee führen nur Pisten, wenn überhaupt. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, einen Fahrer zu haben, der sich auskennt. Es dauert etwas zweieinhalb Stunden, bis der See in Sicht kommt. Zuerst sieht man gar nicht den See, sondern die bizarren schroffen Felsformationen, die um den See herum stehen.

Read More

Goda-Berge – Bankoualé und die Einsamkeit

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Goda-Berge – Dschibutis bergiger Norden

Die Goda-Berge liegen nördlich von Tadjoura in der nördlichen Hälfte von Dschibuti. Nicht weit vom tiefsten Punkt des Kontinents entfernt erheben sich hier Berge von bis zu 1.800 Metern. Von Tadjoura aus führt eine super ausgebaute Straße ein paar Kilometer nach Norden und dann geht es links ab auf eine Schotterpiste, die kaum als solche zu erkennen ist. Das liegt unter anderem daran, dass die Piste mehrmals im Jahr während und nach der Regenzeit von heftigen Fluten fortgespült wird. Wer ein bisschen Pech hat, muss zwei oder drei tage warten, bis die Goda-Berge wieder erreichbar sind.

Den Menschen, die hier in den Bergen leben, scheint es nichts auszumachen, dass sie immer mal wieder von der Zivilisation abgeschnitten sind. Die meisten von ihnen haben ohnehin kein Fahrzeug und verbringen eigentlich ihrb ganzes Leben in einem der kleinen Dörfer in einem Wadi. Es gibt sogar eine Schule, zu der die Kids oft kilometerweit laufen müssen. Aber immerhin. Dort erfahren sie alles, was der Lehrer weiß. Und das ist je nachdem, wer gerade der Lehrer ist, entweder viel, oder wenig.

Read More

Tadjoura – die nicht ganz weiße Stadt

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Tadjoura – Unfreiwillige Wrackausstellung

Die Stadt Tadjoura liegt am Golf von Tadjoura am Roten Meer in Dschibuti. Dschibuti Stadt befindet sich quasi gegenüber des Golfs und der Hafen der Hauptstadt ist am Abend als helles Licht am Horizont erkennbar. Tadjoura hat den Spitznamen “La Blanche”, die weiße Stadt. Diesen Spitznamen scheinen mehrere Städte in der Region zu tragen, unter anderem auch Harar in Ostäthiopien. Genau wie Harar ist auch Tadjoura nur sehr wenig weiß. Ein paar teure Villen am Strand östlich der Stadt mögen weiß sein, aber die Innenstadt, oder was man als solche bezeichnen will, ist eher ein wenig schmutzig.

Ich habe noch selten so viele Autowracks in einer Stadt gesehen wie in Tadjoura. Sie gehören zum Stadtbild, als habe vor Jahrzehnten eine Automobilausstellung hier stattgefunden, nach der niemand aufgeräumt hat.

Read More

Katar – Baustelle im Umluftherd

By | Kurz und schmerzlos | No Comments

Qatar Airways bringt mich auf die Idee, aus einer Zwischenlandung einen Kurzurlaub zu machen und zwei Übernachtungen in Doha einzuplanen um mir die Hauptstadt des kleinen Wüstenstaates etwas genauer anzusehen. Schon an dem Schalter, wo man das Visum erhält, wird man Zeuge modernster Technik: Ein Visum kann nur erwerben, wer entweder eine Visa oder eine Mastercard besitzt. Hinterweltler, die eine American Express Karte haben oder auf Bargeld schwören, kommen also garnicht erst rein. Mein nepalesischer Guide versichert mir, dass ich alles, was hier in irgendeiner Weise sehenswert ist, locker innerhalb von vier Stunden sehen kann. Doha wurde also quasi als Stopover Destination gebaut.

Hier ist der Winter mit Höchsttemperaturen von 35ºC schon recht sommerlich aber der Sommer, der nun beginnt, kann mit Temperaturen um die 55ºC wirklich beeindruckend sein. Ich fühle mich wie in einem Umluftherd: Es ist heiß und es weht konstant ein heftiger Wind. Vor dem Flughafengebäude rettet mich ein Angestellter der Flughafensicherheit davor, in ein illegales Taxi einzusteigen. Beinahe liebevoll tätchelt er die Wange des illegalen Taxifahrers und sagt zu ihm auf Englisch „Du weisst doch, dass du das nicht darfst!“

Read More

Dire Dawa – Es war einmal eine schöne Altstadt

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Dire Dawa – Das wahre Afrika

Die Stadt Dire Dawa lag eigentlich nur auf meiner Reiseroute zwischen Harar und Dschibuti. Da es in dieser Region der Erde nur sehr wenig Auswahl im Hotelsektor gibt, habe ich in Dire Dawa übernachtet und zwar in einem wirklich hübschen … naja, Hotel ist vielleicht zu viel gesagt. Es war ein Etablissement mit einem Dutzend kleiner Bungalows, einem Restaurant und einem schönen gartenähnlichen Innenhof. Das Schild am Eingang, das darauf hinwies, dass Doppelzimmer nur an verheiratete Paare vermietet werden, fand ich etwas merkwürdig. Später fand ich dann auch heraus, dass das Haus keinen Alkohol serviert.

Offenbar ist der Besitzer, ein ausgewanderter Schweizer, zu einer etwas übereifrigen protestantischen Sekte übergelaufen und hat hier im Land der Muslime sein Glück gefunden. Das Essen in dem kleinen protestantischen Paradies schmeckt hervorragend und die Unterkunft lässt fast nichts zu wünschen übrig. Sie stellt sozusagen eine grüne Oase in Dire Dawa dar, denn der Rest der Stadt ist eher zugebaut und auch etwas schmutzig. Zum Beispiel fließt mitten durch die Stadt ein gigantischer Fluss, der während 90% des Jahres nur aus einem steinernen Flussbett von mindestens 100 Metern Breite besteht. Leider wird das steinige Flussbett als Verkehrsweg und als Mülltonne der Stadt benutzt. Einmal im Jahr kommt eine heftige Sturzflut und spült den Müll fort.

Read More

Istanbul – Apfeltee am Bosporus

By | Kurz und schmerzlos | No Comments

Istanbul – Katzen in der Kirche, Hunde im Palast

Alle meine Besuche in Istanbul kamen bisher so zustande, dass ich einen Flug mit Turkish Airlines hatte und den Stoppover in Istanbul ein wenig ausgedehnt habe. So auch dieses Mal. Der einzige Haken: In Istanbul ist der neue gigantische und groß angepriesene Flughafen nun nicht mehr einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt, sondern fast 50 Kilometer. Das Ungetüm ist zwar fertig gestellt, aber die Bahnanbindung noch nicht. Es verkehrt ein Bus, der aber mindestens 90 Minuten lang unterwegs ist. Für alle Taxifahrer ist das natürlich ein ungeheurer Glücksfall, denn sie können eigentlich verlangen, was sie wollen. Und das tun sie auch.

Erst einige Wochen vor der Reise konnte ich eine Webseite finden, auf der Transfers für weniger als 50 Euro angeboten wurden. Istanbul empfängt mich an diesem Wochenende Ende Oktober mit einem angenehmen Klima, morgens etwas frisch, mittags um die 20 Grad und halbwegs sonnig. Ich besichtige die Hagia Sophia, einerseits, weil sie mir beim letzten Mal so gut gefallen hat und andererseits weil ich Gerüchte gehört habe, dass sie wieder in eine Moschee umgewandelt werden soll. Bei einem Präsidenten wie dem aktuellen, weiß man nie, ob solche Projekte nicht tatsächlich umgesetzt werden. Die Hagia Sophia ist noch immer wunderschön.

Read More

Harar – Islamische Hochburg in Ostäthiopien

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Harar – Zu Gast bei den Hyänenmännern

Die Stadt Harar ist schon deutlich älter als der Islam. Sie wuchs jedoch erst zu einer wichtigen Metropole an, nachdem der Islam hier Einzug gehalten hatte. Vor mehr als 1000 Jahren war Harar die Hauptstadt eines wichtigen Sultanats und für mehrere Jahrhunderte war es Nicht-Moslems verboten, den Bereich innerhalb der Stadtmauer zu betreten. Das ist heute nicht mehr der Fall. Trotzdem sind die Bewohner von Harar noch immer mehrheitlich Moslems.

Um in die Innenstadt zu gelangen, muss man durch eines von fünf Stadttoren gehen. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die moderne Stadt ist um die Stadtmauer herum gewachsen. Auf dem Gelände der Altstadt stehen die historischen Gebäude noch immer wie vor hunderten von Jahren. Zwei befahrbare Durchgangsstraßen sind mittlerweile durch das Gewirr von engen Gassen geschlagen worden. Das ist aber das einzige Zugeständnis an den modernen Straßenverkehr. Der Großteil der Straßen von Harar kann nach wie vor nur zu Fuß erreicht werden.

Read More