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Reisebericht Archive • Seite 2 von 15 • Beatrice Sonntag

London – wo sogar Musicals Spaß machen

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London – Joseph Smith ist überall witzig

Nach fast 2 Jahren war es endlich wieder Zeit für einen Ausflug nach London. Dieses Mal habe ich mir die Westminster Kathedrale angeschaut und den Bahnhof am King’s Cross. Dort steht vor dem Harry Potter Fanshop ein halbes Gepäckwägelchen, mit dem sich hunderte von Menschen jeden Tag fotografieren lassen. Genau hier befindet sich tatsächlich Gleis 9 ¾, das wir Normalsterblichen leider nicht betreten können. Zu schade. Der Bahnhof ist aber mit seiner Mischung aus moderner und alter Architektur eigentlich auch so ganz hübsch.

Die Hauptattraktion an meinem diesjährigen Londonwochenende war allerdings der Besuch eines Musicals – ja, wirklich! Ich bin überhaupt kein Fan von Musicals und habe insgesamt in meinem Leben nur einschließlich diesem drei gesehen. Tatsächlich war dieses Musical aber echt gut – also für ein Musical. Ich kann „the book of Mormon“ tatsächlich empfehlen, denn ich musste wirklich lachen. Read More

Udaipur – Malerei, Wasser und gut versteckte Romantik

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Udaipur – Nicht wirklich Venedig, aber trotzdem hollywoodtauglich

Die Stadt Udaipur liegt im Süden von Rajasthan und ist nicht auf jeder Rundreise mit von der Partie. Udaipur ist die Stadt der Seen, die Stadt der Malerei, das Venedig des Ostens und die romantischste Stadt Indiens. Das zumindest behauptet das indische Tourismusministerium. Seen kann ich tatsächlich eindeutig identifizieren. Es gibt sieben davon und drei liegen auch unmittelbar in der Stadt, wo sie malerische Fotomotive bilden, die fast nichts mit Venedig gemeinsam haben. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass Wasser vorhanden ist.

Das mit der Romantik bleibt wohl den indischen Besuchern vorbehalten. Offenbar kommen unzählige Paare hierher, um ihre Hochzeit zu feiern oder um ihre Flitterwochen in dieser romantischen Stadt zu verbringen. In der Altstadt sind überall Kühe und Mopeds unterwegs, es wird im Sekundentakt gehupt und das Chaos ist perfekt. Allerdings macht mich mein Reiseleiter mehrfach darauf aufmerksam, dass Udaipur im Vergleich mit anderen indischen Städten eher sauber ist. Das stimmt teilweise wirklich. Read More

Burg Eltz – Ein Schlösschen in bester Lage

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Die Burg Eltz liegt wunderschön im Grünen

Wenn im Frühling die ersten Sonnenstrahlen herauskommen und ich keine Reise gebucht habe, dann schaue ich mir hin und wieder mal die Schönheiten der Umgebung an. Die Burg Eltz ist ja sicherlich eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Rheinland Pfalz und falls ich als Kind schon mal dort gewesen bin, dann kann ich mich nicht mehr daran erinnern.

Die Fahrt dahin ist zumindest bei Sonnenschein wunderschön. An der Mosel entlang, durch Rapsfelder und anderes Grünzeug. Alles ganz gemütlich und friedlich. Kommt man näher, gibt es überall kleine Hinweisschilder, die zur Burg Eltz zeigen. Manchmal fragt man sich da, ob das wirklich der offizielle Weg ist, denn es handelt sich zum Teil um Landwirtschaftswege. Read More

Gobustan – Ein paar Botschaften aus der Steinzeit

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Gobustan – von Petroglyphen und Schlammvulkanen

Wer sich schon mal nach einer Tour durch Aserbaidschan umgeschaut hat, der hat vielleicht auch schon mal von Gobustan gehört. Mir ging es auf jeden Fall so, dass dieser Name bei eigentlich jeder möglichen Rundreise aufgeführt war.

Tatsächlich war Gobustan einer der Orte, an denen man ein paar Touristen antreffen konnte. Ich habe gleich drei Reisebusse dort gesehen, einen mit chinesischen, einen mit koreanischen und einen mit kanadischen Touristen. Gobustan ist also quasi the place to be. Das hat auch die UNESCO bestätigt, als sie vor ein paar Jahren die Petroglyphen hier auf ihre Liste des Welterbes gesetzt hat. Read More

Shamakhi – sieben Gräber und jede Menge Joghurt

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Shamakhi ist eine recht normale Stadt im Kaukasus

Shamakhi liegt irgendwo in Aserbaidschan zwischen der Hauptstadt Baku und der Stadt Sheki im Nordwesten. Shamakhi hat diesen einmaligen Charme, den nur kleine Städte im Kaukasus haben. Alte russische Autos stehen in den Straßen vor unscheinbaren Steinhäusern, an denen Gasleitungen entlang führen, die überall dort, wo eine Einfahrt ist, nach oben abknicken und eine Art Tor formen.

Shamakhi hat eine sehr hübsche und ganz moderne Moschee, die Juma Moschee. Sie ist erbaut auf den Ruinen einer viel viel älteren Moschee. Das heutige Gebäude ist einwandfrei sauber, reich verziert und makellos. Wenn man Glück hat und gerade kein Gebet im Gange ist, dann dürfen sogar Frauen in den großzügigen Innenraum, der mit Teppichen ausgelegt und mit tollen Deckenmalereien und Verzierungen versehen ist. Read More

Yamoussoukro – eine eindrucksvolle Manifestation von Größenwahnsinn

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Yamoussoukro – die größte katholische Kirche der Welt und die heiligen Krokodile

Schon seit vielen Jahren stand die Elfenbeinküste auf meiner Liste der Länder, die ich gerne einmal bereisen will, hauptsächlich wegen ihrer bizarren Hauptstadt Yamoussoukro. Es war nicht nur der Name dieser Stadt, der die mir interessant erscheinen ließ, sondern vielmehr ihre eigenartige Entwicklungsgeschichte.

Yamoussoukro war vor 40 Jahren noch ein kleines Städtchen, an dem überhaupt nichts besonderes war, bis auf die Tatsache, dass hier zufällig Félix Houphouët geboren wurde, der in den 60er Jahren der erste Präsident der unabhängigen Elfenbeinküste wurde. Als er einige Jahre an der Macht war und ihm diese wohl etwas zu Kopf gestiegen war, beschloss er, dass die Elfenbeinküste nichts dringender bräuchte als eine neue Hauptstadt.

Viele Menschen im Land waren wohl der Meinung, dass Schulen, Straßen, Krankenhäuser und andere essentielle Dinge weitaus dringender benötigt wurden, aber deren Meinung zählte nicht. Also holte Houphouët in den 80ern Architekten und Planer aus aller Welt an die Elfenbeinküste und ließ diese an seiner neuen Hauptstadt arbeiten. In wenigen Jahren entstanden riesige Boulevards, die bis heute maßlos überdimensioniert sind und der Stadt eine Hauch Pjöngjang verleihen. Es entstand ein traumhafter Palast auf einem Gelände von fünf Quadratkilometern mit Burggraben und allem drum und dran. Es entstand auch ein Gebäude, das sich „fondation de la paix“ also Friedensstiftung nennt und in dem ein paar wenige Konferenzen stattgefunden haben. Es steht heute auch leer und wird nur hin und wieder mal genutzt. Read More

Kondeyaokro – Raffia ist immer gut!

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In Kondeyaokro bei den Raffia-Tänzern

Eines der Highlights auf meiner Reise durch die Elfenbeinküste waren die verschiedenen Tänze der einzelnen Stämme und Volksgruppen, von denen es hier in Westafrika jede Menge gibt. In Kondeyaokro sollte ich einen besonders tollen Tanz miterleben.

Die Tänze, bei denen Raffiabast eingesetzt wird, sind mir immer am liebsten. Die Kostüme aus Raffia sind einfach am eindrucksvollsten und in meinen Augen am exotischsten. Als ich also hörte, dass in Kondeyaokro Bast zum Einsatz kommt, war ich glücklich. Read More

Die Absheron Halbinsel ganz im Zeichen des Feuers

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Auf Absheron: ein ewiges Feuer aber kein Berg!

Die Absheron Halbinsel ist der Zipfel von Aserbaidschan, der sich östlich von der Hauptstadt Baku ins kaspische Meer hinein erstreckt. Dort gibt es einiges zu sehen, denn dieses Eckchen war schon vor tausenden von Jahren stark umkämpft und beliebt. Heute kann man von Baku aus prima einen kleinen Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Absheron unternehmen. Alles ganz bequem.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist der zoroastrische Feuertempel. Dieser Tempel ist schon teilweise über 1000 Jahre alt. Es handelt sich um Grunde nur um ein paar alte Mauern und Gemäuer, in denen irgendwann einmal indische Buddhisten gebetet haben. Später haben dann  die Leute übernommen, die den Lehren Zarathustras folgten. Read More

Brüssel zwischen Fußballparty und historischen Pferdeäpfeln

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Brüssel – immer wieder von seiner schönsten Seite

Ich mag Brüssel sehr gerne. Vor allem im Sommer ist die Stadt lebendig, international und voller Leute, die in den Straßen Bier trinken. Zumindest an den Wochenenden. Zudem riecht es in Brüssel überall nach Waffeln, was die Stadt gleich sympathisch macht.

Dieses Mal habe ich mir für meinen Besuch in Brüssel ein ganz besonders passendes Wochenende ausgesucht: erstens war es Anfang Juli und damit sommerlich warm bis spät in die Nacht, was noch mehr Menschen auf die Straßen gelockt hat. Und zweitens war es das Wochenende an dem die belgische Fußballmannschaft erstaunlicherweise im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen Brasilien gewonnen hat. Das hat die Menschen nicht nur auf die Straßen gebracht, sondern sie auch noch in eine extreme Ekstase versetzt. Read More

Abidjan – Eine ungewöhnlich abwechslungsreiche Stadt

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Abidjan – Millionenmetropole und Fischerdorf in einem

Abidjan ist die mit Abstand größte Stadt an der Elfenbeinküste. Knapp fünf Millionen Menschen leben hier in den sehr sehr verschiedenen Stadtteilen. Es gibt Viertel, in denen Bürogebäude, Botschaften und Hotels mit mehreren Etagen stehen, Viertel, in denen die High Society in Villen hinter dicken Mauern mit Stacheldraht wohnt, Viertel, in denen alte Kolonialbauten vor sich hin verfallen und die Menschen in den Hinterhöfen Attiéké aus Maniok herstellen aber auch Viertel, in denen moderne Shoppingcenter stehen oder Fischer am Strand ihre frisch gefangenen Meeresfrüchte in kleinen Bretterbuden anbieten.

Abidjan sieht eigentlich hinter jeder Straßenecke wieder anders aus. Im Zentrum steht eine ungewöhnlich geformte recht moderne Kathedrale. Ein paar Kilometer vom Flughafen gibt es eigen gigantischen Viehmarkt, auf dem jeden Tag tausende von Rindern, Schafen, Ziegen, Hühnern und auch ein paar Fasane, Schweine, Esel und Pferde den Besitzer wechseln. Wer am Morgen hier unterwegs ist, hat das zweifelhafte Vergnügen, bei der Schlachtung zusehen zu dürfen. Read More