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Reiseberichte Archive • Seite 2 von 9 • Beatrice Sonntag

Kambodscha – Killing Fields und Tuol Sleng

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | No Comments

Erinnerungsstätten an eine grausame Geschichte

Heute berichte ich über ein Ausflugsziel, das nichts schönes an sich hat, aber dennoch ein interessant und in meinen Augen ein Must Do ist, wenn man Kambodscha besucht. Die Killing Fields und das berühmt berüchtigte Gefängnis Tuol Sleng, auch S 21 genannt, gehören leider auch zu diesem wunderschönen Land Kambodscha und sie informieren den Besucher über das wohl traurigste und grausamste Kapitel der kambodschanischen Geschichte.

Es gab zwischen 1975 und 1979 mehrere hundert von diesen Killing Fields in ganz Kambodscha während die Roten Khmer die Macht über das Land innehatten. Eine besondere Konzentration dieser Tötungsgelände, auf denen wahrscheinlich insgesamt um die 200.000 Menschen starben, befindet sich in der Nähe der Hauptstadt. Eines dieser Gelände ist als Gedenkstätte hergerichtet worden. Um es zu erreichen, muss man sich durch einige der weniger privilegierten Viertel der Vorstadt kämpfen.

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New York – Filmkulisse und kulinarische Weltmetropole

By | Kurz und schmerzlos | No Comments

Mit offenem Mund einfach nur Hochhäuser anstarren

New York ist wohl mit die faszinierendste Stadt dieser Welt. Kaum eine Metropole hat so viele Wahrzeichen und Gebäude, die man auf den ersten Blick erkennt. New York begegnet einem in tausenden von Büchern, Filmen, auf Bildern und im Fernsehen. Ich war bisher zweimal in dieser bezaubernden Stadt, in der es unendlich viel zu erleben gibt und sicherlich werde ich noch einige Male hin fahren.

Beim meinen ersten beiden Besuchen in New York war ich noch eine arme Studentin, die zu geizig war, 22 Dollar für die Fahrt mit dem Lift auf einen der Zwillingstürme des World Trade Center zu bezahlen. Zwei Wochen nach meinem zweiten Besuch waren diese beiden Türme plötzlich nicht mehr da und niemand mehr würde 22 Dollar bezahlen. Mittlerweile gibt es einen neuen Turm, von dem aus ich die Aussicht genießen werde, wenn ich wieder in New York bin. Das passiert mir nicht noch einmal!

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Chatyn – Ein Denkmal für 186 Tote

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Ein trauriges Kapitel: das Massaker von Chatyn

Nicht umsonst erinnern gefühlte 95% aller Denkmäler in Weißrussland an den Zweiten Weltkrieg, der hier der Große Vaterländische Krieg genannt wird. Es ist eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte von Weißrussland, das zahlreiche Schlachten miterlebt hat. Die deutsche Wehrmacht kam auf dem Weg nach Moskau hier vorbei und wurde dann wieder zurückgedrängt, wobei wieder verheerende Kämpfe in Belarus stattfanden.

Eines der traurigsten Denkmäler erinnert an eine der traurigsten Geschichten aus diesem Krieg: In Chatyn fand eines von mehreren ähnlichen Massakern statt. Chatyn war einst ein kleines Dorf mit weniger als 200 Einwohnern unweit von Minsk. Die deutsche Armee hatte die Gegend besetzt und irgendwo in der Nähe von Chatyn wurde ein deutscher Offizier bei einem Angriff von Partisanen getötet. Die Wehrmacht rief daraufhin die Bewohner von Chatyn dazu auf, die Verantwortlichen für diesen Angriff auszuliefern. Read More

Vitebsk – Von Chagall bis Lenin

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Geburtsort von Marc Chagall mit falschverstandener Fußgängerzone

Vitebsk liegt im Norden von Weißrussland und bevor ich den Entschluss gefasst hatte, dieses Land zu besuchen, hatte ich den Namen dieser Stadt noch nie gehört. Im deutschen Sprachraum wird der Name oft Wizebsk geschrieben, aber auch das half mir nicht auf die Sprünge. Tatsächlich ist es eine der bedeutenderen Städte in Belarus und ein Muss, wenn man auf schon mal in der Gegend ist.

Als erstes besuche ich in Vitebsk das Geburtshaus von Marc Chagall. Von diesem Kerl hatte ich natürlich schon des Öfteren gehört und ich hatte auch schon das Vergnügen, einige seiner Werke in verschiedenen Museen in London, Paris und Madrid zu sehen. In Vitebsk stehe ich also vor einem winzigen Backsteinbau, in dem Moische Chazkelewitch Schagalow geboren wurde und aufgewachsen ist. Heute ist das Haus ein Museum, in dem Möbel aus der Zeit seiner Kindheit ausgestellt sind und Dokumente sowie Zeichnungen an den Wänden hängen. Read More

Phnom Penh – Quirlige Hauptstadt mit Geschichte

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Zauberhafter Königspalast und leckere Tom Yam Suppe

Phnom Penh ist mit Abstand die größte Stadt in Kambodscha und das wirtschaftliche wie auch politische Zentrum des Landes. Verglichen mit Bangkok oder Ho Chi Minh Stadt, könnte man Phnom Penh fast noch als verschlafen bezeichnen, aber auch hier tut sich einiges und die Hauptstadt Kambodschas entwickelt sich rasend schnell weiter.

Ich habe in Phnom Penh all das vorgefunden, was ich mir von einer quirligen asiatischen Hauptstadt erwartet habe. Tausende von Motorrollern, die fast ausnahmslos auch ihre Dienste als Taxi anbieten, wenn sich die Gelegenheit bietet, bevölkern die Straßen. Märkte sprießen am Morgen aus dem Boden und legen ganze Straßenabschnitte lahm. Garküchen erfüllen am Abend die Luft mit ihren Düften, die zwischen verlockend, exotisch und gewöhnungsbedürftig abwechseln. Nur ist eben alles ein wenig harmloser und friedlicher als zum Beispiel im Moloch Manila oder Bangkok.

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Brest – die Heldenfestung und der Urwald

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Die einzige Heldenfestung und der letzte Urwald

Wenn ich Brest höre, dann denke ich natürlich erst mal an Frankreich und die Bretagne. Aber es gibt da auch noch ein anderes Brest und zwar in Weißrussland. Wie das französische Brest liegt auch das weißrussische ganz im Westen des Landes. Das ist aber auch schon fast alles, was die beiden Städte – die übrigens passenderweise eine Städtepartnerschaft unterhalten – gemeinsam haben.

Das weißrussische Brest hat einiges zu bieten, was das französische Brest nicht hat: eine Lenin Statue, eine riesige Festung mit einem gewaltigen sozialistischen Heldendenkmal und jede Menge russisch orthodoxe Kirchen. Zudem ist Brest das Tor zum letzten europäischen Urwald, dem Bialowieza Nationalpark.Hier gibt es übrigens noch wilde Wölfe und Bisons. Und sogar Bären!

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Toronto – der vielleicht drittverrückteste Trip 2016

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Toronto für ein Wochenende? Warum nicht?

Es ist schon hin und wieder vorgekommen, dass mir jemand glaubhaft versichert hat, dass die Reise, die ich geplant hatte, sich nicht lohnt und dass es vollkommener Unsinn ist für so kurze Zeit irgendwo hin zu fahren. Für einen Abend nach Paris oder für eine Woche nach Nepal… alles schon vorgekommen und ich habe es in vollen Zügen genossen. So auch mein Wochenende in Toronto. Ich habe ein paar Tage darüber nachgedacht, ob es verrückt ist, Donnerstags nach Toronto zu fliegen und Sonntags wieder zurück nach Hause zu fliegen, um dann am Montag morgen direkt vom Flughafen aus auf die Arbeit zu fahren. Ich habe beschlossen, dass es ein wenig verrückt ist und dass es eine sehr gute Idee ist.

Am Donnerstagmittag stand ich also in Toronto am Flughafen und wurde pünktlich abgeholt. Dreieinhalb erlebnisreiche Tage standen vor mir und das Wetter war traumhaft. Sonnenschein und mindestens 25 Grad, wovon Deutschland in diesem Juni 2016 nur träumen konnte. Ob ich mich kurz ausruhen wolle… Nein, Himmel, nur das nicht. Wenn ich jetzt nicht wach bleibe, dann liefere ich mich komplett dem Jetlag aus. Also stürzten wir uns gleich ins Gewimmel der Großstadt.

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Minsk – ein winziger Hauch von internationalem Flair

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Die internationalste Stadt in Weißrussland

Minsk ist mit Abstand die größte und auch die modernste Stadt in Weißrussland. Es ist eine schöne Mischung aus stalinistischen Gebäuden, einigen wenigen Überbleibseln von vor dem Zweiten Weltkrieg und modernen Hochhäusern entstanden. Zudem ist die Stadt unheimlich sauber und wirkt dadurch sehr einladend und vertrauenerweckend.

Natürlich gibt es hier – wie überall in Weißrussland – auch jede Menge Kirchen. Rund um den Freiheitsplatz und das alte Rathaus stehen sogar drei davon. Die schönste ist die Kathedrale der Heiligen Jungfrau von Minsk. Hier wird eine besonders mächtige Marienikone verehrt, die einen weiten Weg allen Gesetzen der Physik zum Trotz den Fluss hinauf geschwommen ist, um hier den Menschen zu helfen.

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Kiew – Viele tote Mönche in Disneyland

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Bunte Kirchen und ein Wahnsinnskloster

Nachdem ich ein paar Bilder aus Kiew auf Facebook gepostet hatte, fragte mich ein Freund, ob ich in Disneyland sei. Daraufhin habe ich mir meine Bilderauswahl noch einmal angesehen und festgestellt, dass ich tatsächlich eine hellblaue, eine weiß-grüne, eine safrangelbe und eine rötliche Kirche ausgewählt hatte. Zusammen sah das sehr bunt und fröhlich aus. Kiew hat also auch etwas mit Disneyland gemeinsam.

Ansonsten ist Kiew eine wirklich schöne und spannende Stadt, in der es viel zu sehen gibt. Von meinem Hotel aus habe ich einen tollen Blick auf den Maidan Platz, der spätestens seit 2014 traurige Berühmtheit in ganz Europa erlangt hat. Heute wirkt er wieder wie ein lebendiger Stadtplatz und bis auf die Fotos der ermordeten Demonstranten erinnert nichts mehr an die Revolution von vor zwei Jahren. Es ist tagsüber eher ruhig, aber am Abend finden sich viele junge Leute auf dem berühmten Unabhängigkeitsplatz ein und genießen das Leben. Read More

Montreal – Hitzewelle bei 22 Grad

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Bunte Stadt mit komischem Akzent

Montreal ist eine bunte und wunderschöne Stadt. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, zumindest im Sommer. Die Menschen hier unterteilen das Jahr in einen Winter, der etwa sechs Monate dauert und eisigen Frost und unmenschliches Wetter mit sich bringt und eine Bauphase, die im Sommer die ganze Stadt in eine einzige Baustelle verwandelt. Das ist natürlich nur ein Scherz. Etwa die Hälfte der Straßen sind trotz Baustellen befahrbar.

Das schöne an Montreal ist seine Vielseitigkeit. Es gibt eine Altstadt mit historischen Gebäuden – die ältesten darunter sind zwar nicht einmal 400 Jahre alt, aber sie sind sehr gepflegt. Dann gibt es das moderne Montreal, wo sich einige eindrucksvolle Wolkenkratzer um schluchtartige Straßen reihen, zwischen denen nur hier und da mal eine kleine Kirche steht. Es gibt das Quartier Latin, das sich im Sommer in ein Ausgehviertel mit dutzenden Straßenbars und –cafés wandelt und das bunte und flippige Schwulenviertel, in dem sich Gay-Clubs und Bars unter der Regenbogenflagge tummeln.

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