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Reisetipp Archive • Beatrice Sonntag

Bangkok – Zwischen goldenen Tempeln und Ping Pong

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Bangkok –  endlich wieder authentisches Thai-Food!

In Bangkok gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Bangkok ist einfach riesig, lebendig, laut und bunt. Ich kam dieses Mal gegen Abend am Flughafen an, fand schnell ein Taxi und ließ mich zum Hotel fahren. Auf der mautpflichtigen Schnellstraße, die auf Pfeilern über die verschiedenen Stadtviertel hinweg führt, sah ich tausende von Lichtern an mir vorbei fliegen. Es war heiß und schwül, sogar noch nach Sonnenuntergang.

Das erste, was ich nach dem Check tat, war, mir etwas zu Essen zu suchen – und zwar etwas richtig thailändisches, leckeres und spottbilliges. Schließlich saß ich auf einem Plastikhocker an einem Plastiktisch mitten auf einer der Hauptverkehrsstraßen der Metropole und ließ mir ein hervorragendes Pad Thai für weniger als 1,50 Euro schmecken, während zwischen den kleinen Garküchen eine mittelgroße Ratte vorbeihuschte. Perfektes Urlaubsfeeling. Read More

Shamakhi – sieben Gräber und jede Menge Joghurt

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Shamakhi ist eine recht normale Stadt im Kaukasus

Shamakhi liegt irgendwo in Aserbaidschan zwischen der Hauptstadt Baku und der Stadt Sheki im Nordwesten. Shamakhi hat diesen einmaligen Charme, den nur kleine Städte im Kaukasus haben. Alte russische Autos stehen in den Straßen vor unscheinbaren Steinhäusern, an denen Gasleitungen entlang führen, die überall dort, wo eine Einfahrt ist, nach oben abknicken und eine Art Tor formen.

Shamakhi hat eine sehr hübsche und ganz moderne Moschee, die Juma Moschee. Sie ist erbaut auf den Ruinen einer viel viel älteren Moschee. Das heutige Gebäude ist einwandfrei sauber, reich verziert und makellos. Wenn man Glück hat und gerade kein Gebet im Gange ist, dann dürfen sogar Frauen in den großzügigen Innenraum, der mit Teppichen ausgelegt und mit tollen Deckenmalereien und Verzierungen versehen ist. Read More

Koh Samui – Paradies mit Abendunterhaltung

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Koh Samui – Knockouts und riesige Genitalien

Bisher hatte ich die thailändischen Inseln nicht wirklich auf meinem Reiseprogramm stehen, weil viele von ihnen einfach traumhaft idyllisch sind und Idylle ist nicht so sehr mein Ding. Als ich dann aber Koh Samui auf dem Programm meiner Thailand-Rundreise fand, war ich doch irgendwie neugierig. Wie viel Idylle gibt es wohl auf Koh Samui?

Nun, das Koh Samui, das ich erlebt habe, hatte mit Idylle nichts zu tun. Es war wunderbar laut, lebendig und voller Aktivitäten. Eine Inselrundfahrt führt zu Wasserfällen, Elefanten, riesigen Buddhastatuen und verschiedenen Tempeln. Besonders eindrucksvoll war der Tempel des mumifizierten Mönches. Der Hausherr sitzt im Schneidersitz in seiner orangenen Robe einbalsamiert und für die Ewigkeit hergerichtet in einem Glaskasten und schaut auf die Gläubigen herab. Read More

Kondeyaokro – Raffia ist immer gut!

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In Kondeyaokro bei den Raffia-Tänzern

Eines der Highlights auf meiner Reise durch die Elfenbeinküste waren die verschiedenen Tänze der einzelnen Stämme und Volksgruppen, von denen es hier in Westafrika jede Menge gibt. In Kondeyaokro sollte ich einen besonders tollen Tanz miterleben.

Die Tänze, bei denen Raffiabast eingesetzt wird, sind mir immer am liebsten. Die Kostüme aus Raffia sind einfach am eindrucksvollsten und in meinen Augen am exotischsten. Als ich also hörte, dass in Kondeyaokro Bast zum Einsatz kommt, war ich glücklich. Read More

Die Absheron Halbinsel ganz im Zeichen des Feuers

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Auf Absheron: ein ewiges Feuer aber kein Berg!

Die Absheron Halbinsel ist der Zipfel von Aserbaidschan, der sich östlich von der Hauptstadt Baku ins kaspische Meer hinein erstreckt. Dort gibt es einiges zu sehen, denn dieses Eckchen war schon vor tausenden von Jahren stark umkämpft und beliebt. Heute kann man von Baku aus prima einen kleinen Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Absheron unternehmen. Alles ganz bequem.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist der zoroastrische Feuertempel. Dieser Tempel ist schon teilweise über 1000 Jahre alt. Es handelt sich um Grunde nur um ein paar alte Mauern und Gemäuer, in denen irgendwann einmal indische Buddhisten gebetet haben. Später haben dann  die Leute übernommen, die den Lehren Zarathustras folgten. Read More

Brüssel zwischen Fußballparty und historischen Pferdeäpfeln

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Brüssel – immer wieder von seiner schönsten Seite

Ich mag Brüssel sehr gerne. Vor allem im Sommer ist die Stadt lebendig, international und voller Leute, die in den Straßen Bier trinken. Zumindest an den Wochenenden. Zudem riecht es in Brüssel überall nach Waffeln, was die Stadt gleich sympathisch macht.

Dieses Mal habe ich mir für meinen Besuch in Brüssel ein ganz besonders passendes Wochenende ausgesucht: erstens war es Anfang Juli und damit sommerlich warm bis spät in die Nacht, was noch mehr Menschen auf die Straßen gelockt hat. Und zweitens war es das Wochenende an dem die belgische Fußballmannschaft erstaunlicherweise im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen Brasilien gewonnen hat. Das hat die Menschen nicht nur auf die Straßen gebracht, sondern sie auch noch in eine extreme Ekstase versetzt. Read More

Abidjan – Eine ungewöhnlich abwechslungsreiche Stadt

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Abidjan – Millionenmetropole und Fischerdorf in einem

Abidjan ist die mit Abstand größte Stadt an der Elfenbeinküste. Knapp fünf Millionen Menschen leben hier in den sehr sehr verschiedenen Stadtteilen. Es gibt Viertel, in denen Bürogebäude, Botschaften und Hotels mit mehreren Etagen stehen, Viertel, in denen die High Society in Villen hinter dicken Mauern mit Stacheldraht wohnt, Viertel, in denen alte Kolonialbauten vor sich hin verfallen und die Menschen in den Hinterhöfen Attiéké aus Maniok herstellen aber auch Viertel, in denen moderne Shoppingcenter stehen oder Fischer am Strand ihre frisch gefangenen Meeresfrüchte in kleinen Bretterbuden anbieten.

Abidjan sieht eigentlich hinter jeder Straßenecke wieder anders aus. Im Zentrum steht eine ungewöhnlich geformte recht moderne Kathedrale. Ein paar Kilometer vom Flughafen gibt es eigen gigantischen Viehmarkt, auf dem jeden Tag tausende von Rindern, Schafen, Ziegen, Hühnern und auch ein paar Fasane, Schweine, Esel und Pferde den Besitzer wechseln. Wer am Morgen hier unterwegs ist, hat das zweifelhafte Vergnügen, bei der Schlachtung zusehen zu dürfen. Read More

Korhogo – Im Norden der Elfenbeinküste bei den Fetischpriestern

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Korhogo und seine heiligen Steine

In Korhogo, im Norden der Elfenbeinküste, schlägt der Puls etwas langsamer als in der geschäftigen Stadt Abidjan im Süden. In Korhogo ist es etwas trockener aber auch etwas heißer als im Süden und die Menschen hier gehören anderen Volksgruppen an als weiter südlich. Wer einen guten Eindruck von der Vielfalt der Elfenbeinküste erhalten will, der muss also auch den Norden und Korhogo besuchen.

Das habe ich natürlich getan. Die Stadt hat ein lebendiges Zentrum mit einem überfüllten Markt, auf dem alles Mögliche angeboten wird. Es gibt eine Moschee und jede Menge Gebäude, die überhaupt nicht schön sind. Der Charme Korhogos liegt rund um die Stadt herum in den Landschaften, Dörfern und Wäldern beziehungsweise Savannen. Eine der Hauptattraktionen ist der heilige Wald von Korhogo, der überhaupt kein Wald ist. Read More

Neapel – Italien pur

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Neapel steckt voller winziger Gässchen und riesiger Burgen

Über Neapel hatte ich vor etwa 10 Jahren mal eine ziemlich beeindruckende Reportage gesehen. Allerdings ging es dabei um gigantische Müllberge, die ein normales Leben in dieser Stadt im Süden Italiens fast unmöglich gemacht hatten. Nun sind Müllberge natürlich kein Grund, um eine Stadt zu besuchen. Ganz im Gegenteil. Da ich aber Pompeji sehen, den Vesuv besteigen und Pizza essen wollte, stand Neapel dann doch bald auf meiner Liste der Reiseziele.

Neapel, Napoli, die Heimat der Spaghetti Napoli – ist tatsächlich eine Stadt, in der es erstaunlich viel Müll gibt. Das Problem hat sich aber seit der Reportage um ein hundertfaches verringert und der Müll ist nun nur noch am Rande ärgerlich – zumindest in der Stadt selbst. Was die illegalen Mülldeponien in der Umgebung betrifft, kann ich mich nicht äußern. Dort war ich nicht. Read More

Boundiali – der Norden der Elfenbeinküste

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Boundiali und seine verschiedenen Völker

Die Ortschaft Boundiali liegt etwa 30 Kilometer westlich von Korhogo im Norden der Elfenbeinküste. Das Städtchen hat um die 40.000 Einwohner und wirkt eher verschlafen und gemütlich. Nicht viele Besucher aus anderen Ländern kommen hierher. Ich habe in Boundiali auf jeden Fall niemanden gesehen, der auch nur entfernt an einen Touristen erinnert hat.

Boundiali hat eine kleine Moschee und einen geschäftigen Markt, auf dem es viele verschiedene Gemüse und im April vor allem Mango in allen erdenklichen Farben und Größen gibt. Mein Reiseleiter hat irgendwo an der lehmigen Piste, die Boundialis Hauptstraße darstellt, ein traditionelles Restaurant gefunden, in dem ich ein Mittagessen einnehmen konnte. Die Kellnerin kam erst gar nicht auf die Idee, mir die Speisekarte zu geben, um dann anschließend zu erklären, dass es die ersten sieben Gerichte, die ich bestellen will, nicht gibt. Stattdessen sagte sie mir einfach gleich, welche beiden Gerichte verfügbar waren. Eine clevere Frau. Ich entschied mich für Hühnchen in Erdnusssauce mit Reis und Erbsen. Eine hervorragende Wahl, wie sich herausgestellt hat. Vor allem die Erdnusssauce war großartig im Café 647. Read More