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Rundreise Archive • Beatrice Sonntag

Masada – Festung und Nationalstolz

By | Traumziel weit weg | No Comments

Nationalstolz und tragische Geschichten mitten in der Wüste

Die Festung von Masada im Süden von Israel mitten in der Wüste und unweit des Toten Meeres ist nicht nur ein starkes Symbol für die jüdische Glaubensgemeinschaft und den israelischen Staat, sondern auch eine UNESCO Welterbestätte und ein faszinierendes Ausflugsziel für alle, die sich für Architektur und Geschichte interessieren oder grandiose Ausblicke lieben.

In nicht einmal eineinhalb Stunden Fahrt erreicht man von Jerusalem aus den Masada Nationalpark. Man kann entweder am Toten Meer entlang fahren oder durch das Westjordanland über Hebron fahren, was die Touristenbusse der israelischen Agenturen in der Regel nicht tun. Ein Vorteil der Strecke am Wasser entlang ist die Landschaft. Das Tote Meer ist eine der extremsten Naturlandschaften dieses Planeten.

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Peru – Ruinen in buchstäblich schwindelnder Höhe

By | Berufswunsch Tourist | No Comments

Wenig Sauerstoff und viele tolle alte Steine

Peru stand von Anfang an auf meiner damals noch etwas weniger ausgefeilten Liste der Orte, die ich unbedingt besuchen will. Ich habe mich schließlich für eine Reise zum Machu Picchu entschieden. Heute steht zum Beispiel Nasca auf meiner aktuellen Liste.

Machu Picchu war schlicht und einfach der Hammer. Ich war hellauf begeistert, habe auch seither kaum mehr eine so gut aufgeräumte, saubere und authentische UNESCO Welterbestätte gesehen. Oben auf dem eigentlichen Gelände der Ruine gibt es nämlich keine Hinweisschilder, keine Mülleimer, Werbung oder sonstige moderne Errungenschaften, die den Eindruck von einer uralten verlassenen Inka-Stadt ruinieren könnten. Das Dumme daran ist, dass es auch keine Toiletten gibt und man nach ein paar Stunden auf dem riesigen Areal entweder wieder zum Eingang muss, oder wenn man sich schon zu weit von diesem entfernt hat, hinter die Ruinen pinkeln muss.

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Mazedonien – Alexander, Phillip und die Ohrid-Forelle

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | One Comment

Ein holländisches Mallorca und der heilige Naum

Im Rahmen meiner Balkan-Rundreise kam ich auch nach Mazedonien. Mein erstes Ziel in diesem Land war die kleine Stadt Ohrid am Ohrid-See, der ein ganz besonderer See mit vielen Eigenheiten ist. Zunächst einmal gibt es darin eine Forellenart, die nur hier vorkommt. Man streitet sich darüber, wer daran schuld ist, dass diese Forellenart durch das Aussetzen von sich schneller vermehrenden Fischen fast ausgestorben ist. In Mazedonien ist man sich weitestgehend einig, dass daran wahrscheinlich Enver Hoxha schuld ist. Auf jeden Fall ist es mittlerweile gelungen, die Lebensbedingungen wieder soweit herzustellen, dass die Ohrid-Forelle sich im See wieder vermehrt.

Am Ohrid See gibt es ein tolles altes Kloster, das leider im Zuge der finanziellen Probleme an einen Investor verkauft und zu einem Hotel umgebaut wurde. Hier kann man alles Mögliche und Unmögliche über den heiligen Naum erfahren, von dem ich noch nie in meinem Leben gehört hatte, der aber hier in der Umgebung ein regelrechter Star ist. Überhaupt ist der Glaube der Menschen hier unerschütterlich und interessant.

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Grodno – Kathedrale, Apotheke, Knast

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Jüdisches Ghetto und schöne Innenstadt

Die Hauptsehenswürdigkeiten in Grodno oder Grodna sind der alte und der neue Palast. Beide stehen am Flussufer und wirken wenig einladend. Ein paar Geschichten umgeben die Paläste, aber mir gefiel die Innenstadt Grodnos deutlich besser als die wenig auffälligen Paläste. Daran mag auch das Wetter schuld gewesen sein, das die tristen grauen Mauern nicht in ihrem besten Licht erscheinen ließ.

In der Innenstadt steht die St Francis Xavier Kathedrale, in der es eine besonders heilige Ikone gibt. Das winzige Bildchen zeigt die Mutter Gottes mit ihrem Kind und rund um sie herum haben hunderte von Gläubigen kleine silberne Plaketten und Medaillen hinterlassen zum Dank dafür, dass die Ikone sie von irgendeiner Krankheit geheilt hat. Viele der Plaketten haben die Form von Armen, Füßen oder anderen Körperteilen, die ganz konkret geheilt wurden.

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Welche Reiseart passt?

By | Reisetipps | No Comments

Welche Art von Reise passt? Das hängt immer mit der Länge der Tour zusammen und damit, was man alles sehen will. Ich nehme immer eine stressige Rundreise oder Kombination, damit ich meine Zeit optimal nutze und in den wenigen Tagen, die mir bleiben, so viel wie möglich erleben kann.

Deshalb habe ich auch seit Jahren kaum mal einen Tag am Strand verbracht.

Verständlicherweise nehme ich mir für meine Lieblingsziele etwas mehr Zeit, als für Länder, von denen ich nur die besonderen Highlights sehen möchte.

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Minsk – ein winziger Hauch von internationalem Flair

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Die internationalste Stadt in Weißrussland

Minsk ist mit Abstand die größte und auch die modernste Stadt in Weißrussland. Es ist eine schöne Mischung aus stalinistischen Gebäuden, einigen wenigen Überbleibseln von vor dem Zweiten Weltkrieg und modernen Hochhäusern entstanden. Zudem ist die Stadt unheimlich sauber und wirkt dadurch sehr einladend und vertrauenerweckend.

Natürlich gibt es hier – wie überall in Weißrussland – auch jede Menge Kirchen. Rund um den Freiheitsplatz und das alte Rathaus stehen sogar drei davon. Die schönste ist die Kathedrale der Heiligen Jungfrau von Minsk. Hier wird eine besonders mächtige Marienikone verehrt, die einen weiten Weg allen Gesetzen der Physik zum Trotz den Fluss hinauf geschwommen ist, um hier den Menschen zu helfen.

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Vigan – Ein Gefängnis und ein Gartenbaumarkt

By | Nach der Reise ist vor der Reise | No Comments

Von Glockentürmen, Kutschen und historischen Gemäuern

Die Stadt Vigan liegt im Norden der philippinischen Insel Luzon, und zwar im Westen, unweit der Küste. Es handelt sich um die zweitälteste Hafenstadt der Spanier auf den Philippinen und wohl um eine der schönsten Altstädte des Landes überhaupt. Das sieht auch die UNESCO so und hat die historische Kernstadt auf ihre Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis alle Gebäude fachgerecht restauriert werden können. Einige sehen schon wirklich hübsch aus. Andere harren noch immer der Dinge die da kommen und unterdessen verfallen sie mehr und mehr. Die einen haben noch einen morbiden Charme, für andere kommt jede Hilfe zu spät.

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Banaue und Batad – Tagelang auf Reis starren!

By | Nach der Reise ist vor der Reise | No Comments

Reis – so weit das Auge reicht!

Es ist eine Wohltat, den Lärm und das Gedränge auf den Straßen Manilas hinter sich zu lassen und auf der gut ausgebauten Autobahn diesen Moloch schnell hinter sich zu lassen. Die Autobahn führt nach Norden zu den friedlicheren und grüneren Regionen der Insel Luzon. Der Norden der Philippinen ist berühmt für seine Reisterrassen, die sogar auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen und die ich mir deshalb unbedingt einmal anschauen muss.

 Reisterrassen in Batad, Philippinen Banaue auf Luzon

Ich habe mir sagen lassen, dass die Ortschaft Banaue mit den sie umgebenden kleineren Orten der ideale Ort fürs tagelange „Auf-Reis-Starren“ ist. Tatsächlich habe ich vor, mir drei Tage lang den Reis und alles, was irgendwie damit zu tun hat, anzuschauen. Klingt langweilig, ist es aber nicht!

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Georgien – Stalin im Land der Konsonanten

By | Traumziel weit weg | One Comment

Georgiens Hinterland – Konsonanten, Höhlen und ein einmaliges Museum

In Georgien gibt es so viel mehr als nur die Stadt Tbilissi oder Tiflis zu sehen. Das wahre Georgien und einige Abenteuer erlebt man, wenn man sich aus der Hauptstadt heraus begibt. Ich bin eigentlich in alle Richtungen gefahren, nach Norden in Richtung Kaukasus, nach Süden und auch nach Westen, wo es Höhlenstädte und Kirchen zu bestaunen gibt.

Kasbek  Ananuri

Die Höhlenstadt Uplisziche wurde 600 vor Christus in den Fels gehauen und ist erstaunlich gut erhalten. 5000 Menschen sollen hier zwischen den Steinen gewohnt haben und man kann sogar nicht die Regale ihrer Apotheke erkennen und die Vertiefung in der Erde, wo sie ihren Wein hergestellt haben. Durch einen gut zu verteidigenden engen Tunnel gelangt man zu den Höhlen, die von den Russen für Märchenfilme missbraucht wurden. Das kann man jedoch irgendwie gut verstehen, denn die Kulisse ist einfach märchenhaft. Read More

Moskau – Goldene Kuppeln und alter Glanz

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Moskau Russland Reisebericht von Beatrice Sonntag

Schon als kleines Kind wollte ich immer nach Moskau fahren, hauptsächlich, weil mein Großvater in den höchsten Tönen von dieser Stadt geschwärmt hat. Er berichtete von goldenen Kuppeln, von prachtvollen Straßen und von Menschen mit Pelzmützen. Er war außerdem ein großer Fan von Michail Gorbatschow. Und wer meinen Großvater gekannt hat, der weiß, dass das eine große Ehre ist. Er hasste im Grunde alle Menschen, außer vielleicht mich und Michail Gorbatschow. Seinen Zahnarzt hat er besonders gehasst, denn der hatte ihm angeblich mal einen falschen Zahn gezogen. Auf jeden Fall liebte ich meinen Großvater, denn er ließ mich immer unerlaubte Dinge essen und erzählte so schöne Geschichten über Moskau.

Basiluis Kathedrale  Kreml

Mein Großvater war schon eine Weile gestorben, als ich mich schließlich auf den Weg nach Moskau machte, um mir alles mit eigenen Augen anzusehen. Goldene Kuppeln fand ich tatsächlich, prachtvolle Straßen auch. Es mangelte sehr an Pelzmützen, das mag aber wohl daran gelegen haben, dass ich mir für meine Moskau-Reise den August ausgesucht hatte. Den Winter in Russland wollte ich nicht unbedingt live erleben. So weit geht meine Abenteuerlust dann auch wieder nicht. Read More