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Städtereise Archive • Beatrice Sonntag

Thessaloniki – Enge Gassen und unhygienische Kirchen

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Thessaloniki – Schlecht gelaunte Griechen und gut gelaunten Katzen

Die Stadt Thessaloniki stand nicht unbedingt auf meiner Reiseliste. Ich mochte nur irgendwie den Namen. Der klingt so typisch griechisch. Zudem waren die Flüge zu den griechischen Inseln irgendwie unpraktisch und langwierig… also fiel die Wahl kurzfristig auf Thessaloniki. Einfach mal schauen, was es da zu sehen gibt. Griechenland ist schließlich Griechenland und sollte voller Altertümer stecken!

Zunächst muss ich Thessaloniki ein wenig rügen, denn die ersten Menschen, die mir begegnet sind, waren alle ausnahmslos schlecht gelaunt und geradezu mürrisch. Der Taxifahrer war griesgrämig, kurz angebunden und unfreundlich. Der Mann am Hotelempfang stand ihm in nichts nach. Schließlich war auch noch die Eintrittskartenverkäuferin an der Rotunde sehr wortkarg und schaute mich an, als hätte ich ihre Schwester erschlagen.

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Lissabon – Erdbeben, Tsunami, Feuer – lobet Gott!

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Lissabon – Auch bei wolkenverhangenem Himmel dramatisch schön!

Nach einem langen und trockenen Sommer regnet es in Lissabon an diesem Wochenende im September seit langer Zeit zum ersten Mal. Unglücklicherweise habe ich mir dieses Wochenende für meinen Besuch ausgesucht. Dicke Wolken hängen über der schönen Altstadt und sorgen für einen Hauch Dramatik auf den Fotos.

Ich bin mal wieder überrascht, wie hässlich manche Stadtteile von Lissabon sind und wie wunderschön und fotogen dafür Alfama und die Umgebung der Festung sind. Von der Festung Sao Jorge aus ist der Blick auf die Stadt auch bei wolkigem Himmel einfach hübsch. Nach einem typisch portugiesischen Mittagessen, das natürlich Bacalau beinhaltet, fängt es dann so richtig an zu schütten. Daher habe ich einige Stunden dieses wasserspendenden Samstages im Hotel verbracht. Schande über mich.

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Zürich – Seeblicke und Einblicke in die Schweizer Kultur

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Zürich – Sommer, Sonne, Schwingerfestival?

Die Schweiz ist neutral und hat eine ganz eigene Demokratie mit vielen Volksentscheiden. Sie verhält sich fast immer so neutral wie möglich, wenn es um Streitigkeiten geht. Die Schweizer streiten wohl nicht gerne  und sie haben auch kein Interesse daran, dass sich alle anderen streiten. Sie wollen ihre teuren Uhren in alle Welt verkaufen und haben in den vergangenen Jahrzehnten alle Bankenkunden mit offenen Armen empfangen ohne viele Fragen zu stellen. Das Konzept hat definitiv gut funktioniert. In Zürich habe ich in diesem Sommer an einem Wochenende mehr Luxusautos gesehen als an einem Wochenende in Dubai – und das will schon was heißen.

Auch wenn die Banken in der Schweiz nun strengeren Auflagen gehorchen müssen, findet die Schweiz doch immer einen diplomatischen Weg, um innerhalb von Europa eine Sonderstellung einzunehmen. Alle mögen die Schweizer, denn sie sprechen viele Sprachen und das auch noch mit einem zauberhaften Akzent und sie sind bekannt als freundliche und friedliche Zeitgenossen. Die Schweizer sind quasi die Kanadier Europas. Nur etwas blonder und nicht ganz so gut im Eishockey.

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Dublin – 1000 Wolken und 1001 sagenhafte Geschichten

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Dublin – Elefantenschmuggel und Alkoholexzesse

Dublin hat mich in diesem Sommer unter einer dichten Wolkendecke empfangen. Der Regen hat jedoch erst eingesetzt, als ich schließlich am Sonntagabend auf dem Weg zum Flughafen war. Sehr aufmerksam. Mit etwas Sonne wären die Fotos schöner geworden, aber in Irland darf man sich nicht auf allzu viel Sonnenschein gefasst machen.

In Dublin gibt es ein Leprechaun Museum, was allein deshalb schon bemerkenswert ist, weil es Leprechauns ja nur in der Fantasie der Menschen gibt. Trotzdem ist das Museum sogar ein wenig wissenschaftlich aufgebaut. Zum Beispiel wird man gleich zu Anfang darüber aufgeklärt, dass Disney durch einen seiner frühen Filme dafür gesorgt hat, dass die Menschen auf der ganzen Welt denken, Leprechauns trügen grüne Kleider und Hüte. Das ist falsch. Leprechauns tragen braune Kleider und rote Hüte. Gut zu wissen. Das Museum war möglicherweise ein wenig albern, aber es gibt offenbar an manchen Tagen auch Führungen ab 18 Jahren. Was genau es damit auf sich hat, konnte (wollte) ich allerdings nicht herausfinden.

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Amsterdam – Alle sind tolerant, außer die Radfahrer

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Amsterdam – etwas kühl aber geruchlich und geschmacklich exotisch

Amsterdam hat mich dieses Mal mit einem wolkenverhangenen Himmel empfangen. Es war für ein Juliwochenende irgendwie zu kalt. Trotzdem war es im Grunde ganz angenehm, durch die Straßen und Gassen zu laufen und den Fahrrädern auszuweichen, die rücksichtslos auf den für Auswärtige nicht immer als solche identifizierbaren Fahrradwegen in teilweise halsbrecherischem Tempo unterwegs sind.

Eindrucksvoll ist nicht nur die Tatsache, dass Amsterdam wirklich eine Fahrradstadt ist und sowohl Autos als auch Fußgänger das Nachsehen haben. Mich hat wieder einmal die schiere Menge an Fahrrädern fasziniert. Am besten kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, wenn man zum Hauptbahnhof geht und sich die Fahrradparkplätze dort anschaut. Vor dem Bahnhof steht ein dreigeschossiges Parkhaus, daneben gibt es weitere ebenerdige Stellplätze und im mittlerweile topmodernen und hübschen Bahnhofsgebäude sind noch mehr Stellplätze auf mehreren Ebenen untergebracht. Und die sind alle voll!

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Chicago – Wolkenkratzer und urbane Kunst der Spitzenklasse

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Chicago – lebendig und majestätisch, amerikanisch und gleichzeitig unamerikanisch

Chicago ist die viertgrößte Stadt der USA. Einst war es die zweitgrößte, dann die drittgrößte…. Das hört sich nun nach einem Abstieg an – ist es aber nicht. Es sind nur einige andere einfach rasend schnell gewachsen. Chicago hat noch immer einen Teil des Zaubers, den es kurz vor der Jahrhundertwende in den 1890er Jahren hatte. Damals war Chicago im Rausch der Weltausstellung von 1893. Eine Menge weißer und faszinierender Gebäude modernster Technik entstanden einige Kilometer vom Zentrum entfernt. Unter anderem entstand das erste Riesenrad. Die Gebäude der Ausstellung waren allesamt mit elektrischem Licht beleuchtet. Millionen von Besuchern waren begeistert.

Ungefähr so begeistert war ich, als ich zum ersten Mal durch die engen Straßenschluchten zwischen den Wolkenkratzern des modernen Chicago spaziere. Zunächst einmal hat es mich überaus schockiert, dass hier 10 US-Dollar für eine Stunde parken verlangt werden. Dann aber konnte ich mich doch noch auf die Gebäude konzentrieren. Der Park ist an einem sonnigen Tag so voller Menschen, die sich zudem auch noch bewegen, dass ich einen Moment lang nicht glauben kann, dass ich tatsächlich in den USA bin.

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Rilas Kloster – Heilige Knochen in den Bergen Bulgariens

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Rilas Kloster – Ein buntes orthodoxes Kloster in malerischer Umgebung

Das Rilas Kloster befindet sich etwa zweieinhalb Fahrstunden südlich von Bulgariens Hauptstadt Sofia in den Bergen. Nach etwa einer Stunde auf der Autobahn geht es weiter auf kleinen Landstraßen, durch urige Dörfer, die seit 100 Jahren kaum eine bauliche Veränderung erfahren haben und dann auf kurvenreichen Wegen, die in die Berge führen.

Das Rilas Kloster liegt malerisch im Gebirge zwischen Gipfeln, die Mitte April noch immer schneebedeckt sind. Es trägt den Namen von Sankt Ivan Rilski oder Sankt Johann von Rilas oder Saint John, der als der Klostergründer gilt. Er lebte im 10. Jahrhundert und er war als Kind schon etwas merkwürdig. So spielte er zum Beispiel nie mit anderen Kindern, sondern verbrachte seine Zeit damit, in die Kirche zu gehen und die Bibel zu studieren. Als er 25 Jahre alt war, starben seine Eltern. Nun hielt ihn nichts mehr davon ab, seiner Merkwürdigkeit freien Lauf zu lassen. Er spendete das gesamte Familienvermögen der Kirche und zog sich in die Berge zurück.

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Los Angeles – Sternchen im Nebel

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Los Angeles – Von Gaywatch, Muskeln, Möwen und Koriander

Es ist ungeheuer praktisch, Freunde und Verwandte in Los Angeles zu haben, denn Hotels sind dort auch nicht gerade günstig. Los Angeles ist auch immer mal wieder einen Besuch wert, denn die Stadt ist riesig. Im November ist es jedoch eher neblig und wolkig, wenn auch nicht kalt. Mit einer leichten Jacke am Strand entlang zu spazieren, ist eine willkommene Abwechslung zum dunklen und feucht-kalten Europa.

Der Strand von Venice Beach hat mir schon immer am besten gefallen, wahrscheinlich wegen seiner entspannten und etwas freakigen Atmosphäre. Obdachlose und Geschäftsleute, denen die hippen Läden hier gehören, tragen sehr ähnliche Kleidung. Es riecht überall verdächtig nach Cannabis und auf den Rolltoren der Geschäfte, die um die Mittagszeit noch geschlossen sind, ergänzen kunstvolle und farbenfrohe Graffitis das gesamte Bild von bunter Harmonie. Read More

Sevilla – Eine Kathedrale der Superlative

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Sevilla – 200 Gramm Kolumbus und 2 Kilo Churros

Nachdem ich letztes Jahr im November ein wunderschönes Wochenende in Malaga verbracht habe, stand in diesem Jahr Sevilla auf dem Programm, ungefähr um dieselbe Zeit. Leider hat sich Sevilla als etwas weniger sonnig erwiesen. Es hat sogar für ein paar Stunden richtig geregnet, bevor sich das südspanische liebliche Wetter wieder gezeigt hat. Der Vorteil war, dass ich einige spektakuläre Wolken auf den Fotos ablichten konnte. Grundsätzlich appelliere ich aber an alle spanischen Städte, für Touristen eher Sonne bereit zu halten.

Interessant in Sevilla ist auf jeden Fall die Kathedrale. Es handelt sich um ein eindrucksvolles Monstrum aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, das in vielen Etappen erbaut wurde auf den Grundsteinen einer noch älteren Moschee. Der damalige Herrscher wollte nicht weniger als die größte Kathedrale der Welt. Die bekam er auch, allerdings erst einige Jahrzehnte nach seinem Ableben. Heute ist die Kathedrale von Sevilla noch immerhin die drittgrößte Kathedrale der Welt nach Rom und Sao Paulo aber die größte gotische Kathedrale der Welt. Es bleibt also ein Superlativ. Read More

León – Zwischen Denkmälern und Hot Dog Buden steht eine riesige Kathedrale

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León – eine Stadt der Revolutionäre

Die Stadt León liegt im Westen von Nicaragua, etwa 20 Kilometer von Pazifik und 30 Kilometer vom Managuasee entfernt. Sie war eine der ersten Städte, die von den Spaniern hier in Nicaragua gegründet wurde. Die Spanier, die hierher kamen, stammten aus León und gaben der neuen Stadt kreativerweise den Namen ihrer Heimatstadt. Eine lästige Angewohnheit, die Reisenden und Google Schwierigkeiten bereitet und sicher auch bei der Kolonialisierung des Mondes angewendet werden wird.

Trotzdem ist dieses León natürlich ein wunderschönes Reiseziel, auch wenn es ganz anders aussieht als das spanische León. Es gibt eine ganze Reihe von richtig alten Kirchen, die das typische spanische Kolonialstädte-Flair verbreiten. Pferdekutschen tun ihr übriges dazu. Die Kathedrale ist ziemlich eindrucksvoll, weiß und wuchtig. Es ist die größte Kathedrale Mittelamerikas. Sie wurde nach einem Konzept errichtet, das sie erdbebensicher macht und das bisher ja auch ziemlich gut funktioniert hat. Eine größere Bedrohung als Erdbeben stellen allerdings die Vulkane dar, welche in den vergangenen Jahrhunderten auch immer wieder Städte verschüttet haben. Da kann dann nur Gott einschreiten und seine Kathedrale beschützen. Read More