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USA Archive • Beatrice Sonntag

Las Vegas – beschauliche Weihnachten in der Stadt der Lichter

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Las Vegas – Weihnachten und Museen in der Stadt der Sünde

Las Vegas ist wahrscheinlich neben Mekka und vielleicht Varanasi die Stadt, die man sich am wenigsten für eine stille und friedliche Weihnachtsfeier aussuchen würde. Tatsächlich ist es in Las Vegas nie, aber auch wirklich nie, still. Allerdings ist Las Vegas dann doch berühmt für seine kostspieligen und überschwänglichen Weihnachtsdekorationen.

2017 hatte ich das Pech, dass das Venetian, das sonst immer den größten Weihnachtsbaum auf dem Las Vegas Strip aufstellt, entweder vom christlichen Glauben abgefallen war oder einem Sparkurs folgte, denn von dem gigantischen Weihnachtsbaum, der in den vergangenen Jahren immer auf der Brücke über dem falschen Canale Grande gestanden hatte, war nichts zu sehen. Read More

Goldfield – Nevadas (fast) ausgestorbene Goldgräberstadt

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Faszinierend: Goldrausch in Nevada

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben in Goldfield an die 20.000 Menschen gelebt. Sie haben nach Gold gesucht, dieses auch gefunden, abgebaut und verkauft. Sie haben sich gegenseitig geliebt und erschossen und sind dann schließlich weitergezogen, als der Abbau sich nicht mehr lohnte. Heute leben in Goldfield etwas mehr als 250 Einwohner, Tendenz fallend.

800 Tonnen Gold hat das kleine Städtchen zu Tage gefördert. Heute sind nur noch ein paar Gebäude mit einigen schrulligen Bewohnern, ein toller alter Friedhof, zwei Gaststätten, eine hübsch restaurierte alte Feuerwache und der skurrile International Car Forest übrig. Goldfield ist wirklich einen Abstecher wert. Schon allein der Friedhof mit seinen um die 100 Jahre alten Gräbern und den informativen Grabinschriften ist sehenswert. Read More

Death Valley – die mühsame Reise zu den mysteriösen Steinen

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Death Valley – Wandernde Steine auf ihrer Rennstrecke in freier Wildbahn

 

Die wandernden Steine gehören sicherlich zu den faszinierendsten Naturphänomenen in Kalifornien. Sie werden immer wieder gerne fotografiert und haben Forschern viele Jahrzehnte lang Rätsel aufgegeben. Nun haben wohl einige Wissenschaftler herausgefunden, dass diese Steine sich über ihre Rennstrecke bewegen, wenn des nachts Feuchtigkeit gefriert und ihnen eine glatte Oberfäche zum Rutschen liefert. Der Wind spielt bei diesem Szenario auch eine Rolle.

Auch wenn einige der kreativeren Theorien reizvoller waren, scheint diese doch recht nah an der Wahrheit zu liegen. Das macht die wandernden Steine jedoch nicht weniger faszinierend und sehenswert. Sie liegen allerdings nicht gerade auf dem Weg – egal welchen Weg man nimmt. Read More

Miami – Modernes Florida mit viel Verkehr und einem Hauch Nationalpark

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Ich war mir nicht ganz sicher, was ich von Miami zu erwarten hatte. Ich freute mich auf Hochhäuser, tropisches Klima, einen riesigen Nationalpark und karibische Küche. Im Grunde war das auch ungefähr das, was ich am Ende auch vorfand.

Mein Hotel war leider etwas enttäuschend, vor allem, weil in den vier Tagen, die ich darin verbrachte, niemand auch nur den Versuch unternahm, das Zimmer zu reinigen. Ich fand aber bald heraus, dass ich an der Rezeption meine schmutzigen Handtücher gegen saubere eintauschen konnte. Immerhin etwas. Im Hotel habe ich natürlich so wenig Zeit wie möglich verbracht, denn schließlich war Miami direkt vor der Haustür und ich hatte viel vor. Read More

New Orleans – Voodoo und Party mit starkem Akzent

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New Orleans – Tod, Voodoo, Balkone und Südstaatenakzent bei sommerlichen 35 Grad

New Orleans ist die Stadt des Jazz, die Stadt des Voodoo, der französischen Kolonialarchitektur und die Stadt der Hurrikans. Bis auf letzteres sind das alles Gründe, um einmal dorthin zu fahren. Leider wurde die Hälfte der Bourbon Street gerade umfangreichen Kanalarbeiten unterzogen, weshalb ich ein klein wenig des perfekten Gesamteindrucks beraubt wurde, den man wohl normalerweise hat, wenn man von der Canal Street in die Bourbon Street einbiegt und vor sich die Partyzone sieht. Ein paar Blocks weiter, wo die Lokale schon mehr Restaurants als Strip Clubs sind, kann ich dann aber auch auf der legendären Partymeile laufen.

Am Abend erwacht diese Gegend zum Leben. Schon gegen drei Uhr am Nachmittag begegnet man den ersten Opfern des Alkoholeinflusses. Die sommerlichen Temperaturen um die 35 Grad tun ihres dazu. Ich fühle mich pudelwohl mit einer großen Flasche Wasser, auf der Suche nach den verschiedenen Gebäuden, in denen es spukt und wo alte Damen ihre Dienste als Voodoo-Priesterin anbieten. Read More

Atlanta – Coca Cola und Dr. Martin Luther King Jr

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In Atlanta findet man eine geniale Marketingstrategie und einen amerikanischen Helden

Alles, was ich über Atlanta wusste, war, dass zwei legendäre Berühmtheiten aus dieser Stadt kamen: nämlich Dr. Martin Luther King Jr. und Coca Cola. Damit hatte ich also schon zwei Ziele in der Hauptstadt von Georgia.

Die Coca Cola World ist erwartungsgemäß eine Hommage an den Zucker. Es werden Videos gezeigt, die unwiderlegbar beweisen, dass Coca Cola die Menschheit fest im Griff hat, dass quasi alle diese flüssige Süßigkeit lieben. Es wird ein Riesenwirbel um die supergeheime Formel gemacht, die bisher noch niemand knacken konnte. Ein paar Gerüchte werden gestreut, zum Beispiel das, dass es nur zwei Menschen auf der Welt gibt, die das Rezept kennen und dass diese beiden Personen nicht gemeinsam in einem Zug oder Flugzeug reisen dürfen. Interessant ist, dass die Formel einst für 2.300 Dollar verkauft wurde und die Firma Coca Cola dann Anfang des 20. Jahrhunderts für 25 Millionen weiterverkauft werden konnte.

Alles in allem lernt man in der World of Coca Cola sehr viel über eine absolut geniale Marketingstrategie und darüber, wie man mit gezielter Werbung, die überhaupt nichts mit dem eigentlichen Produkt zu tun hat, unglaublich erfolgreich eine Nachfrage für ein Produkt kreiert, das wirklich niemand braucht. Faszinierend. Zudem ist die Abteilung interessant, in der man an die 50 verschiedene Sorten Limonade probieren kann und sich eine Zuckerüberdosis verschaffen kann. Read More

Red Rock Canyon – es gibt zwei davon!

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Red Rock Canyon State Park in Kalifornien

Meine Überraschung war groß, als ich auf der Landkarte einen zweiten Red Rock Canyon entdeckte. Bei einem meiner letzten Besuche in der Mojave Wüste hatte ich die Red Rock Canyon National Conservation Area in Nevada besucht und dort tolle Fotos von roten Felsen gemacht.  Etwa 25 Meilen davon entfernt befindet sich der Red Rock Canyon State Park in Kalifornien.

Der Red Rock Canyon State Park liegt ein wenig vergessen an einer Seitenstraße der Route 58. In einer kleinen Ortschaft finde ich eine Tankstelle und ein hervorragendes Thai-Restaurant, dessen Inneneinrichtung kaum scheußlicher sein könnte. Aber darauf kommt es ja bekanntlich nicht an. Read More

Savannah – Von Forrest Gump und der Prohibition

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Eine wunderschöne Altstadt mit besonderer Atmosphäre am Ostrand von Georgia

Savannah liegt im Osten von Georgia an der Mündung des Savannah Flusses in den Atlantik. Die Altstadt von Savannah soll eine der schönsten in ganz Nordamerika sein. Außerdem hat Forrest Gump in Savannah in einem Park auf der Bank gesessen und über seine berühmte Pralinenschachtel sinniert. Das sind schon genügend Gründe, sich diese Stadt einmal anzusehen.

Mein Hotel lag ein wenig außerhalb im Stadtteil Garden City, aber zum Zentrum waren es nur wenige Minuten und es war auch immer leicht, einen Parkplatz zu finden. Das muss man den Amerikanern ja lassen, dass sie für ihre Autofahrer recht gut sorgen. In der Altstadt von Savannah habe ich mich dann allerdings zu Fuß fortbewegt. Tatsächlich ist Savannah alles andere als eine rückständige alte Südstaatensiedlung. Die Innenstadt wirkt sehr modern, Geschäfte und Restaurants machen das Erdgeschoss der alten Gebäude zu einem Touristenparadies. Read More

Orlando – Zwischen Nasa und Disney

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Mehr als nur Disneyland: Orlando

Mit Orlando verband ich bisher nur ein Basketballteam, das ich sehr mochte und Disneyland. Tatsächlich gibt es an die 50 Themenparks rund um Orlando, die jedes Jahr mehr als 60 Millionen Besucher anziehen. Obwohl ich kein Freund von Disneyland und ähnlichen Unterhaltungsangeboten bin, habe ich auf meiner Reise durch die amerikanischen Südstaaten einen Stopp in Orlando eingeplant.

Die Altstadt, in der es tatsächlich ein paar Gebäude gibt, die nicht ganz neu sind, ist hübsch. Es gibt viele Bars und Restaurants, die wirklich kreative Gerichte wie zum Beispiel einen Burger mit Erdnussbutter servieren. Ich fand außerdem ziemlich guten Tee und ein authentisches Thai-Lokal, in dem zu meinem großen Erstaunen eine Gruppe von über und über tätowierten mexikanischen Gangstertypen zu Mittag aß. Sie sprachen kein Wort, setzten sich nur an einen Tisch, an dem ihre Mahlzeiten etwa eine Minute zuvor bereitgestellt worden waren. Sie aßen brav auf, nickten der kleinen Thailänderin freundlich zu und verließen dann wortlos das Etablissement. Wahrscheinlich ein alltägliches Ritual. Read More

Memphis – Teil 2: Memphis und der Ku Klux Klan

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Es gibt eine fröhliche und eine traurige Geschichte aus Memphis. Das hier ist die traurige.

Nach dem Morgen in Graceland, verbringen wir den Nachmittag in einem kleinen Museum im Norden von Memphis: das Slave Haven Underground Railroad Museum von Memphis. Das Museum ist klein, aber ausgesprochen interessant und informativ. Es befindet sich in einem einstigen Farmhaus, das dem deutschen Immigranten Jakob Burkle gehört hatte und das eine Station auf der Underground Railroad war. Das bedeutet nicht, dass hier tatsächlich Züge unter der Erde fuhren, sondern nur, dass Burkle in dem Haus entflohene Sklaven aufnahm und sie weiter zur nächsten Station dieser geheimen Fluchtroute brachte.

Vor dem Haus stehen zwei Magnolienbäume, die den Flüchtenden anzeigten, dass es sich hier um ein sicheres Haus handelte. Wir sehen den geheimen Kellerraum und erfahren dann vieles darüber, wie die Sklaven, denen es verboten war, lesen und schreiben zu lernen, die Informationen über die Fluchtmöglichkeiten zu verbreiten. Dabei spielte Musik in Form von Spirituals und Gospels eine wichtige Rolle. Außerdem wurden Informationen durch in Stoffe gewebte Muster verbreitet, ohne dass die Sklavenhalter etwas ahnten.

Besonders grausam und schockierend sind die Beschreibungen der Bedingungen auf den Schiffen, die Sklaven zum Beispiel von Ghana nach Amerika brachten. Die Menschen wurden schlechter behandelt als Tiere und auch wenn zwanzig oder gar fünfzig Prozent die Überfahrt nicht überlebten, so war das ja kein Problem, denn die Sklavenschiffe waren versichert, unter anderem bei namhaften Unternehmen wie AETNA, NY Life Insurance oder Lloyd of London. Noch heute folgen die Haie aus Gewohnheit den blutigen Routen der Schiffe. Read More