Notice: Trying to get property of non-object in /var/customers/webs/SchirraM/blog_dagmar_beatrice_sonntag/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-seo/frontend/schema/class-schema-utils.php on line 26
Tag

Zentralasien Archive • Beatrice Sonntag

Khujand – Eine der ältesten Städte der Welt

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Khujand – Goldzähne und unglaubliche Augenbrauen

Wer hat schon von Khujand oder Chudschand gehört? Nein? Leninabad – so hieß es früher? Auch nicht unbedingt? Ging mir ähnlich, bis ich mich auf die Reise nach Tadschikistan vorbereitet habe. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes und sie ist mindestens 2.500 Jahre alt. Kyros der Große oder Kyros II soll die Stadt im 6. Jahrhundert gegründet haben, indem er eine Festung baute. Das tat er nicht aus Freundlichkeit. Er war gerade auf einem Feldzug, um sein persisches Reich noch größer zu machen.

Auf jeden Fall stand dann hier eine Festung und so blieben ein paar Leute in der Gegend. Bis heute. Vor Kurzem hat Khujand sein 2.500. Stadtjubiläum gefeiert. Von der Festung sind nur noch Bruchstücke und ein paar Münzen übrig. Leider haben die Tadschiken beschlossen eine neue Festung zu bauen, die der alten möglicherweise ähnelt. Im Zentrum von Khujand steht also nun eine brandneue Festung. Seltsam.

Read More

Duschanbe – die Montagsstadt macht sich chic!

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Duschanbe – Eine Stadt im Umbruch

Duschanbe ist die Hauptstadt von Tadschikistan, dem kleinsten der zentralasiatischen Staaten. Von Duschanbe haben vielleicht die Gebirgsfans von euch schon mal gehört, weil man hierher fliegt, um ins Pamirgebirge zu kommen. Viele Menschen auf der Welt haben von Duschanbe noch nie gehört und bestimmt auch nicht wenige wollen nichts davon hören. Ich will ja grundsätzlich immer etwas über Städte, Berge, Seen, Meere, Wüsten, Wälder, Tiere, Traditionen und Legenden hören. Und das schließt Duschanbe ein.

Die erste Geschichte, die ich erzählt bekomme ist, dass das Wort Duschanbe Montag heißt. Für Mitteleuropäer und Garfield-Fans ist das im Grunde eine Strafe. Wer will sich schon permanent irgendwo aufhalten, wo ständig Montag ist? Benannt wurde die Stadt vor einigen hundert Jahren, als in Duschanbe immer montags ein riesiger Markt stattfand, zu dem alle aus der Umgebung kamen. Damals war der Montag also nichts, was man schmerzhaft hinter sich zu bringen versucht, sondern etwas, auf das man sich freute. Andere Länder, andere Sitten.

Read More

Darwaza – das Tor zur Hölle

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Darwaza – Ein Unfall wird zur Touristenattraktion

Darwaza ist ein Loch im Boden. Aber nicht irgendein Loch. Hier ging vor vielen Jahren eine Probebohrung nach Gas etwas schief und es entstand ein Krater von etwa 70 Metern Durchmesser. Man weiß bis heute nicht genau, wie das Gas sich entflammte. Vermutlich waren es die Bewohner der Umgebung, die es leid waren, dass ihre Ziegen in den Krater fielen oder sich Gasvergiftungen in der Nähe holten, die etwas Brennendes hinein warfen.

Seither brennt auf jeden Fall dieser Krater. Tag und Nacht. Das aus Sitzen und Öffnungen entweichende Gas brennt lichterloh. Am Boden in der Mitte gibt es eine fünf Meter hohe Stichflamme und rundherum brennen zahlreiche kleinere Flammen. Seit fast 50 Jahren brennt der Krater, den man liebevoll als das Tor zur Hölle bezeichnet.

Read More

Aschgabat – die weiße Stadt

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Aschgabat – einzigartige Mischung aus Dubai und Pjöngjang

Die Hauptstadt von Turkmenistan ist Aschgabat. Zunächst dachte ich, dass es sich einfach um eine dieser typischen zentralasiatischen Städte handelt. In meiner Vorstellung ähnelte sie Almaty und Bischkek. Aber weit gefehlt. Aschgabat ist eine ganz außergewöhnliche Stadt, die mit eigentlich keiner anderen zu vergleichen ist. Im äußersten Falle könnte man sie einen Hybriden aus Pjöngjang und Dubai nennen.

Im modernen Teil von Aschgabat fällt zunächst auf, dass alles weiß ist. Die Gebäude bestehen nahezu alle aus weißem Marmor. Sie wirken, als sei keines von ihnen älter als 10 oder 15 Jahre und für die meisten trifft das auch zu. Zudem sind 80% aller Autos weiß. Die Straßenlaternen sind weiß ebenso wie Brücken, Monumente und Bushaltestellen. Weiß ist die Farbe des Glücks in Turkmenistan.

Read More

Konye Urgench – Stadt der Mausoleen und der Wünsche

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Konye Urgench – UNESCO Welterbe einer unbekannten Zivilisation

Ich hatte bis vor wenigen Monaten noch nie vom Reich Choremien gehört. Wer jedoch nach Turkmenistan reist, der wird diesen Namen unweigerlich hören. Schließlich war es eines der wichtigsten, bekanntesten und prunkvollsten Reiche an der Seidenstraße. Mit Unterbrechungen gab es hier vom 6. Jahrhundert vor bis zum 13. Jahrhundert nach Christus zahlreiche Choresm-Shahs, die eine blühende Region beherrschten, die immer mal wieder angegriffen wurde. Ganz gründlich wurde Konye Urgench von den Mongolen Anfang des 13. Jahrhunderts zerstört. Es wurde aber wieder aufgebaut, nur um das von Tamerlan richtig gründlich zerstört zu werden.

Sooo viel Geschichte! In Konye Urgench kann man sich heute zahlreiche Überbleibsel dieser langen und bewegten Geschichte ansehen. Es stehen noch einige Mausoleen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert. Verschiedene Ehefrauen von Herrschern, Herrscher selbst und religiöse Gelehrte wurden hier bestattet, obwohl es ja im Islam eigentlich nicht unbedingt Sitte ist, prachtvolle Grabmäler zu bauen.

Read More

Die Balkan Region in Turkmenistan – Das Tor zu Yangikala

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Turkmenbashi – keine Schönheit am Kaspischen Meer

In Turkmenbashi gibt es einen internationalen Flughafen, der jedoch keine internationalen Flüge hat. Hier ist also alles ein wenig anders, als man es erwarten würde. Die Stadt ist hässlich. Sie ist jung und hässlich, denn sie wurde erst vor etwa 150 Jahren gegründet. Schuld daran waren die gigantischen Ölvorkommen, die man in der Region Balkan im Westen von Turkmenistan gefunden hat. Das ganze Öl muss ja von jemandem gefördert, verarbeitet und verschifft werden. Deshalb gibt es Turkmenbashi.

Früher hieß es Krasnovodsk. Dann wurde es von Turkmenbashi, dem ersten und unsterblichen Präsidenten des unabhängigen Turkmenistan umbenannt. In aller Bescheidenheit nach ihm selbst, also besser gesagt, nach seinem Spitznamen. Diesem Präsidenten werde ich in meinem nächsten Buch ein, zwei Kapitel widmen, denn er hat so seine Eigenheiten. Ich hätte ja eine schönere Stadt nach mir benannt, aber was weiß ich schon.

Read More

Mary – 5000 Jahre alte Ruinen und brandneue goldene Paläste

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Mary – Die Wiege der turkmenischen Reitpferde

Die Stadt Mary liegt im Osten von Turkmenistan, einen etwa 40-minütigen Flug von der Hauptstadt Aschgabat entfernt. Sie hat einen winzigen Flughafen, einige Prachtbauten im Zentrum und ehrwürdige uralte Ruinen in der näheren Umgebung. Letztere ziehen täglich etwa ein Dutzend Touristen an. Vielleicht auch ein wenig mehr.

Im Zentrum von Mary wird gerade eine riesige Moschee mit einer gigantischen goldenen Kuppel gebaut. Auch die anderen schmucken Prachtbauten scheinen das architektonische Thema Gold gemeinsam zu haben. Da wäre der alte Präsidentenpalast von vor einigen Jahren, der eine goldene Kuppel trägt und die Bibliothek mit ihren goldenen Verzierungen. Auch das Fünfsternehotel, in dem ich untergebracht bin, ist hauptsächlich mit Gold dekoriert. Kein echtes Gold natürlich, aber goldene Möbel, goldene Tapeten, goldene Liftauskleidungen, goldene Wandspiegel, goldene Fliesen, goldene Lampen, goldene Wasserhähne – ihr wisst schon!

Read More

Kirgistan – Radon, Märchen und Komfortverzicht

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | One Comment
  DSC01166k  Kirgistan

 

Nachdem ich mit Anastasia durch den Südosten von Kasachstan gefahren bin, übergibt sie mich an den etwas schüchternen Serik, der mir sein Land: Kirgistan zeigen soll. Serik ist halb Kasache und halb Kirgise, er lebt in der Hauptstadt Bishkek und hat eine Frau geheiratet, die halb Kirgisin, halb Usbekin ist. Die junge Familie bildet das Völkergewirr in Kirgistan sehr gut ab und trägt wohl entscheidend zur Völkerverständigung bei.

Serik findet es ein wenig schade, dass die Hauptstadt Bishkek vor einigen Jahren anlässlich der Unabhängigkeit des Landes von Frunze in Bishkek umbenannt wurde. In meinen Ohren klingt Frunze irgendwie nicht so hübsch. Aber wer in Frunze aufgewachsen ist, der hängt vielleicht aus nostalgischen Gründen an diesem Namen.

Meine Reise durch Kirgistan beginnt in der Nähe des Issyk Kul Sees. Da dieser mehr als elf mal so groß ist wie der Bodensee, kann man sich eine ganze Weile in der Nähe dieses Sees aufhalten, ohne dass einem langweilig wird. Zu allererst schaue ich mir einen echt großen Haufen Steine an. Er hat eine recht traurige Geschichte: Tamerlan war ein berühmter Kriegsheld und ein Truppenführer, der von hier aus seine Leute in eine wichtige Schlacht nach China führte. Da er sich mit Buchhaltung und Mathematik nicht sehr gut auskannte, nutzte er ein etwas primitiveres System, um einen Überblick über seine Verluste zu haben. Auf dem Hinweg schnappte sich jeder seiner Soldaten einen Stein. So entstand dieser Haufen Steine. Auf dem Rückweg entfernte jeder Überlebende wieder einen der Steine. Man muss kein mathematisches Genie sein, um zu sehen, dass es einige Verluste in der Schlacht gab.

Historische Steinhaufen und ganz besonders schöne Toiletten!

 Kirgistan  Toilette Kirgistan

Read More

Kasachstan – das vergessene Ende der Seidenstraße

By | Lieblingskrankheit: Reisefieber | One Comment

Von Kasachstan hatte ich bisher nur wenig gehört. Ich habe mal einen Artikel über den amtierenden Präsidenten / Diktator gelesen und dann einen Zeitungsbericht über ein Verbot von Reizwäsche. Beides machte wenig Lust auf eine Reise dorthin, aber ich sagte mir, dass ein Land, das so groß ist, allein schon deshalb einige Sehenswürdigkeiten haben muss. Wegen seiner schieren Größe muss man sich jedoch für einen kleinen Zipfel des großen Kasachstans entscheiden. Ich habe die Südostecke gewählt.

 Moschee Almaty  Basschi

Von Almaty nach Basschi und dann ins Nirgendwo!

Die Reise beginnt in Almaty, dem ehemaligen Alma Ata, einer Stadt an der Seidenstraße, die einst ein prunkvolles Handelszentrum gewesen sein muss. Von der einstigen Pracht ist jedoch nur noch wenig übrig. Kaum ein Gebäude ist älter als 100 Jahre. Als Sehenswürdigkeiten werden die hölzerne und erdbebensichere Kathedrale, eine nicht erdbebensichere Moschee mit goldenen Kuppeln, ein riesiger Markt unter einem grünen Blechdach und eine Süßigkeitenfabrik präsentiert, die einem hohen ukrainischen Politiker gehört. Sie versorgt das ganze Land zuverlässig mit klebrigem Zuckerzeug.

Read More

Usbekistan – Modern Talking statt Muezzin

By | Berufswunsch Tourist | No Comments

usbekische Zum Handarbeit auf dem Markt in Taschkent

Für dieses Kapitel habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut und bin auf Umwegen nach Taschkent geflogen. Ich habe an gleich mehreren Orten, eigentlich allen, die ich in Usbekistan bereist habe, das beste Fladenbrot Usbekistans gegessen und mir bei angenehm heißen 45°C im Schatten dieses schöne noch junge und gleichzeitig schon auf eine so uralte Geschichte zurück blickende Land angeschaut. Zu meiner Entscheidung für die Sommerhitze führte die Tatsache, dass in Usbekistan im Winter bis zu 40 Grad minus herrschen. Sandstürme sind mir einfach lieber als Schneestürme.

SamarkandJurte in der Wüste Kisilkum

 

Politisch gibt es noch das ein oder andere Problem zu lösen, aber für den aufkeimenden Tourismus ist die Lage in Usbekistan schon deutlich besser, als in manch anderem Land der Welt.

Read More