Toliara – Traumstrände und Baobabs

Toliara – Traumstrände Reisebericht von Beatrice Sonntag

Toliara oder auf Französisch Tuléar ist die letzte Station meiner Reise nach Madagaskar. Nach den Tagen, die ich auf dem Hochplateau in relativer Kühle verbracht habe, freue ich mich auf den Strand und die Wärme der Küste. Hier am indischen Ozean im Südwesten des Landes versteckt Madagaskar einige traumhafte Strände. Diese sind wohl auch die Hauptattraktion für die wenigen Touristen, die sich hierher bemühen. Es gibt einige wenige Hotels und kaum etwas, das man als touristische Infrastruktur bezeichnen könnte. Schon das macht einen Teil des Zaubers dieser Gegend aus.

 Tuléar  Toliara Strand

Ich komme einige Kilometer nördlich von Toliara in dem kleinen Ort Mangily bei Ifaty in einer überschaubaren Bungalowanlage unter. Hier gibt es in der Nähe der Rezeption sogar WIFI, allerdings auch jede Menge Moskitos.

In der Nähe gibt es eine Art botanischer Garten. Audier empfiehlt diesen Garten nachdrücklich und da es sonst nicht viel zu unternehmen gibt, schaue ich mir das Gelände an. Tatsächlich stehen in dem kleinen Garten zahlreiche Baobabs von beeindruckender Größe. Ich erinnere mich an die Baobabs, die ich auf anderen Reisen in Afrika gesehen habe und frage bei jedem neuen Baum wieder den freundlichen kleinen Herrn, der mich durch das dornige Gestrüpp führt, ob das denn wirklich ein Baobab ist. Sie sehen alle so anders und so unterschiedlich aus. So erfahre ich schließlich, dass es auf der Erde acht verschiedene Arten von Baobabs gibt: eine Art in Australien, eine in Afrika und sechs weitere hier auf Madagaskar. Einige der Bäume sind mehrere hundert Jahre alt. Ich darf mir auch die Zuchtstation ansehen, wo ich Baobabs im zarten Alter von zwei oder fünf Jahren finde. Diese sind geradezu lächerlich winzig, sehen aus wie beliebige kleine Zweige und an ihnen ist überhaupt nichts Majestätisches zu erkennen. Ich drücke den Winzlingen die Daumen, dass sie es irgendwann schaffen, wie ihre Eltern ihre Äste der Sonne entgegen zu recken. Die Mitarbeiter dieses Gartens werden diesen Moment aber nicht mehr miterleben. Ihre Enkel auch nicht. Vielleicht deren Enkel.

Baobab  Baobab

Nachdem ich alles Mögliche über Baobabs gelernt habe, besuche ich auch noch die Schildkrötenrettungsstation. Hier werden alle die Schildkröten abgeliefert und aufgepeppelt, die an den Flughäfen und Häfen von Madagaskar als illegale Ware abgefangen werden. Und das sind erstaunlich viele! „Erst letzte Woche haben wir eine Lieferung von an die 1500 kleinen Strahlenschildkröten bekommen, die in einem Container als Textilien deklariert nach China verschifft werden sollten“, erklärt man mir hier.

Schildkröte Strand Madagaskar

Den Rest meiner zwei Tage, die hier zwischen Ifaty und Tuléar zum Entspannen vorgesehen waren, verbringe ich damit, am Strand entlang zu laufen, mich in einem selbstgebauten Segelboot übers Wasser schippern zu lassen, bis mir übel wird und durch die Straßen von Mangily zu schlendern, wo bereits vor Sonnenaufgang und bis spät in die Nacht hinein ein permanenter Markt stattfindet. Die Menschen verkaufen alles, was man sich denken kann, von Gemüse über Holzkohle bis hin zu Smartphones bleiben kaum Wünsche offen.

Wer in Madagaskar auf der Suche nach Idylle und unberührten Stränden ist, der ist hier im Südwesten genau richtig. Es gibt sogar einen kleinen Flughafen, der Tuléar mit Antananarivo verbindet. Allerdings sind die Flugzeiten nur sehr vage Schätzungen. Mein Flug, der für 11:45 Uhr auf dem Programm stand, flog kurzerhand um 8:30 Uhr ab. Glücklicherweise wurde meine Reiseagentur am Vorabend um 23:15 Uhr über diese Änderung in Kenntnis gesetzt.

Eure Beatrice!

 

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