Vigan – Ein Gefängnis und ein Gartenbaumarkt

Von Glockentürmen, Kutschen und historischen Gemäuern

Die Stadt Vigan liegt im Norden der philippinischen Insel Luzon, und zwar im Westen, unweit der Küste. Es handelt sich um die zweitälteste Hafenstadt der Spanier auf den Philippinen und wohl um eine der schönsten Altstädte des Landes überhaupt. Das sieht auch die UNESCO so und hat die historische Kernstadt auf ihre Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis alle Gebäude fachgerecht restauriert werden können. Einige sehen schon wirklich hübsch aus. Andere harren noch immer der Dinge die da kommen und unterdessen verfallen sie mehr und mehr. Die einen haben noch einen morbiden Charme, für andere kommt jede Hilfe zu spät.

Für mich wurde eine Tour in einer Kalesa, einer traditionellen Pferdekutsche, gebucht. Zunächst ist das ganz nett, aber nachdem die Kutsche durch die Innenstadt gefahren ist, fährt sie mit mir in die Vororte von Vigan. Dort muss ich merkwürdigerweise eine Art Gartencenter besichtigen. Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass dieser Gartenbaumarkt mit angegliedertem Restaurant auf der Liste der Sehenswürdigkeiten von Vigan steht.

Die Kutsche bringt mich aber auch nach Bantay, einen Nachbarort von Vigan. Hier gibt es eine alte Kirche und einen Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert, der unter anderem auch als Wachturm genutzt wurde. Tatsächlich kann man von oben recht weit über die Umgebung schauen, die ziemlich flach ist.

In Vigan gibt es ein Museum. Es ist in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht und enthält eine Ausstellung über einen der Präsidenten der Philippinen, eine Sammlung von Gemälden, die mit der Revolution zusammen hängen und eine Ausstellung über Basi, ein alkoholisches Getränk. Wenn man sich länger in dem Museum aufhält, werden einem einige – aber nicht alle – Zusammenhänge klar.

Eure Beatrice!

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