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Monthly Archives

November 2021

Chinguetti – Eins, zwei drei Chinguettis

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Chinguetti – Die siebtheiligste Stadt der Welt

Eine der spannendsten und bekanntesten Touristenattraktionen in Mauretanien ist Chinguetti. Es sei einmal dahin gestellt, ob man bei Mauretanien überhaupt von bekannten Touristenattraktionen sprechen kann, aber Chinguetti ist auf jeden Fall ein faszinierendes Ziel und Historikern vielleicht sogar ein Begriff.

Im Vorfeld hatte ich einiges über Chinguetti gelesen, hauptsächlich auf französisch und auf englisch. Nun stehe ich vor dem ersten Chinguetti, das schon im 2. Jahrhundert hier gegründet wurde. Eigentlich stehe ich nicht davor, sondern darauf, denn das erste Chinguetti ist irgendwann im 7. Jahrhundert vollständig unter Sand verschwunden. Man hat eine der Moscheen wieder aufgebaut, ein paar Meter über der alten. Hier siedeln seit ein paar Jahren auch wieder ein paar Menschen, aber man sieht schon, dass es einfach kein guter Platz ist, weil der Sand sich schon wieder der neuen Häuser bemächtigt.

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Tunis – Bunte Medina und französischer Sumpf

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Tunis – Gut versteckte Restaurants hinter gelben Holztüren

Die tunesische Hauptstadt Tunis liegt am Meer. Oder besser gesagt, an einem Salzsee, der seinerseits am Meer liegt. Irgendwann einmal war dieser Salzsee ein Stück vom Mittelmeer. Tektonische Verschiebungen haben dafür gesorgt, dass sich die beiden getrennt haben. Eine traurige Geschichte. Und die Trennung hätte bis heute Bestand, hätten nicht die Franzosen einen Kanal gebaut, um die beiden wieder zu vereinen.

Die Araber haben ihre Medina, also ihre Altstadt von Tunis auf dem Terrain gebaut, das aus festem stabilem Land bestand. Die Altstadt platzte natürlich bald aus allen Nähten und schließlich haben die Franzose ihre Neustadt mitten auf den Sumpf gebaut, der zwischen Medina und Salzsee vor sich hin blubberte. Mit den damals modernsten Methoden haben sie alles trocken gelegt. Das Projekt war ein Erfolg. Selbst die Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert steht auf ehemals sumpfigem Gelände.

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Anjar – Eine ganze Stadt für mich alleine

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Anjar – Von den Umayyaden zu den Armeniern

Anjar liegt an der Autobahn, die Beirut mit dem etwa zwei Stunden entfernten Damaskus verbindet. Hinter Beirut steigt das Gelände schnell an. Das ist das Libanon-Gebirge. Hinter dem Libanon-Gebirge beginnt die Bekaa-Ebene und kurz bevor sich das Gelände erneut hebt, um die Anti-Libanon-Berge zu bilden, liegt Anjar. Hinter dem Anti-Libanon-Gebirge fängt Syrien an.

Die Stadt Anjar ist mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Es sind allerdings Armenier, die Armenien irgendwann vor etwa 100 Jahren den Rücken gekehrt haben, wahrscheinlich kurz nach dem Genozid an den Armeniern. Heute sind sie alle Libanesen, aber irgendwie trotzdem Armenier. In einem Vielvölkerstaat wie dem Libanon ist es nicht leicht, mit den vielen Identitäten mitzuhalten. Auf jeden Fall macht das einen Teil des Reizes dieses Landes aus.

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Bischarri – Zwischen Klöstern und Zedern

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Bischarri – Zu Besuch bei Khalil Gibran

Kurz vor Tripoli liegt man von Beirut kommend nach links ab und nach einigen Kilometern schon wird das Klima angenehmer. Ein kühleres Lüftchen weht und die Luft wirkt sauberer als unten an der Küste. Bald öffnet sich zur linken das Qadischa-Tal. Steile Felswände fallen nach unten ab und ich kann es kaum glauben, dass die berühmten maronitischen Klöster alle da unten an diesen Felsen irgendwo hängen.

Von mehreren Aussichtspunkten aus kann man sich aber erkennen. Es sind Gebäude, die halb in den Fels hinein gehauen sind. Die Maroniten haben sich hier vor den Mamelucken und den Osmanen versteckt, die aus welchen Gründen auch immer Christen hassten. Ein gutes Versteck ist das Tal auf jeden Fall, denn bis heute kann man nicht mit dem Auto runter fahren.

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