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Dinajpur – Religionenmix in Nordwestbangladesch

Dinajpur – Der schönste Tempel und eine preisgekrönte Schule

Dinajpur ist noch so eine Stadt deren Name so klingt, als müsse sie in Indien liegen. Tut sie aber nicht. Bangladesch und Indien haben so viel Geschichte gemeinsam. Daher klingen viele Namen ähnlich. Ich war in Dinajpur, um mir dort einige aufregende Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den schönsten Hindutempel des Landes anzusehen.

Dieser Tempel nennt sich Kantajew Tempel und er ist Krishna geweiht. 300 Jahre hat das schöne Gebäude schon auf dem Buckel und es ist hervorragend erhalten bis auf die neun Spitzen beziehungsweise Kuppeln, die das Erdbeben 1897 nicht überstanden haben.

So viele Pilger sind unterwegs und vor allem die Frauen sehen so schön aus in ihren bunten Saris. Sie beten und umrunden den Tempel, zünden Räucherstäbchen an und bringen ihren Göttern Blumen. Die Fassaden des Tempels sind grandios und in einem sehr guten Zustand. Unendlich viele winzige Details sind zu sehen, Götter, Soldaten, Szenen aus der Ramayana Geschichte.

Die zweite Attraktion ist die Moschee, die einst von den Arbeitern gebaut wurde, welche mit dem Bau des Hindutempels betraut waren. Sie stammten aus Persien und brauchten einen Platz zum beten. Ihre Nachfahren leben noch hier und passen auf die schöne kleine Moschee auf, sodass auch dieses Gebäude in einem hervorragenden Zustand ist.

Dinajpur hat aber nicht nur Tempel und Moscheen zu bieten, sondern auch ein ganz besonderes modernes Gebäude. Es hat vor ein paar Jahren den Aga Khan Award für Architektur gewonnen und war ein Studienprojekt einer deutschen Architektin. Sie hatte eine gute Idee, nachdem sie hier als Freiwillige für eine Weile gearbeitet hatte. Sie wollte eine Schule bauen für die Kinder hier in Dinajpur. Aber sie wollte das mit lokalen Materialien tun. Also hat sie Geld gesammelt und ein paar Leuten davon erzählt und so entstand ein Bauwerk aus Bambus und Lehm. Vollkommen nachhaltig, umweltfreundlich und auch noch günstig. Für 35.000 Dollar hat sie hier eine Schule hingestellt für sechs Klassen. In der Zwischenzeit sind weitere Gebäude entstanden, denn die Schule wurde populär und hat jetzt einen guten Ruf. So ein Architekturpreis hat auch sein Gutes.

Ich kann euch Dinajpur also wärmstens empfehlen, eine Stadt mit lauter Überraschungen, alt und neu.

Eure Beatrice!

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