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Tag

Natur

Madeira – 150 Tunnel und 40.000 Kilo Honig

By Kurz und schmerzlos No Comments

Madeira – über den Wolken, mitten im Ozean

Madeira soll ja die schönste Insel der Welt sein. Nachdem ich Madagaskar, Kuba, La Digue und Bali besucht habe, fällt es schwer, das zu glauben. Aber immerhin nachsehen muss ich ja wohl. Das habe ich an einem langen Osterwochenende getan, Anfang April, und ich hatte ein Riesenglück mit dem Wetter. Noch in der Woche vor meiner Ankunft war es stürmisch und kalt. Immer wieder konnten Flugzeuge auf dem kleinen Flughafen nicht landen oder starten. Aber als mein Flieger aus Porto schließlich auf der vor einigen Jahren verlängerten Landebahn aufsetzt, herrscht herrlicher Sonnenschein.

Das Klima und das Wetter auf Madeira sind eine spannende Sache. Wenn man über die Insel fährt, von Osten nach Westen durch einige der über 150 Tunnel oder von der Süd- an die Nordküste, ändern sich die Bedingungen ständig. So erlebe ich in den 5 Tagen fast jede Art von Frühlingswetter. An der Ponta de Sao Lourenco im äußersten Osten von Madeira war es windig und kühl. Hier hat mich die Vegetation ein wenig an die Osterinsel erinnert. Robustes Gras, das dem Wind standhält, dunkle Steine und ein paar wenige Büsche. Sieht es auf den Azoren nicht auch so aus?

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Antigua – 365 Strände und kein Wasser

By Kurz und schmerzlos No Comments

Antigua und Barbuda – Zwergstaat mit 40 Festungen

Der winzige Staat Antigua und Barbuda liegt auf meiner Route durch die Karibik und ich habe eine Tour mit Kim gebucht, die mir ihre schöne Insel Antigua zeigen will. Wir haben einen ganzen Tag Zeit, aber schon nach einer halben Stunde sind wir von einem Ende der Insel zum anderen gefahren. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten auf der Insel, die im Vergleich zu ihren Nachbarinseln sehr viel flacher ist. Barbuda ist jedoch noch flacher, eigentlich nur eine Sandbank, die maximal 10 Meter aus dem Meer herausragt. Antigua hat immerhin ein paar Hügel, die ein paar hundert Meter aufragen. Auf vielen davon stehen alte Festungen.

Die Festungen sind von den Briten gebaut worden. Etwa vor 300 Jahren, zu der Zeit, als die Briten auch 90% aller Mahagonibäume gefällt und geklaut haben. Stattdessen haben sie Zuckerrohr gepflanzt.

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Sint Maarten – Europas Außenposten

By Kurz und schmerzlos No Comments

Sint Maarten / Saint Martin – Leguane und Flugzeuge

Die Insel Saint Martin oder Sint Maarten ist zweigeteilt, nämlich in den etwas kleineren niederländischen Teil und den etwas größeren französischen Teil. Während der französische Teil, Saint Martin, ein Département d’outre mer ist und damit Teil von Frankreich, ist der niederländische Teil ein unabhängiger Bestandteil des niederländischen Königreiches, so wie Curacao.

Die Unterschiede sind sichtbar. So ist die niederländische Seite bunter, geschäftiger, lauter und kommerzieller als die französische. Riesige Hotelresorts säumen die Strände. Restaurants, Bars, Casinos und Bordelle werben um Kundschaft. Ganz offensichtlich wird hier das US-amerikanische Publikum angesprochen. Auf der französischen Seite ist alles etwas ruhiger, die Hotels sind kleiner und es herrscht allgemein weniger Treiben.

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Lopé – Ein Wald voller Tiere

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Lopé – Mit dem Zug in den Dschungel

Der Lopé Nationalpark liegt knapp 300 Kilometer von Libreville entfernt. Um dorthin zu gelangen kann man entweder eine Tagesfahrt mit einem Geländewagen unternehmen oder in einen Zug einsteigen, der gegen Abend in Libreville losfährt und in den frühen Morgenstunden Lopé erreicht.

Wenn langsam die Sonne aufgeht, ist die beste Zeit, um sich in den Urwald zu begeben. Angeblich. Bei meiner ersten Wanderung hatte ich nicht viel Glück. Zwar konnte ich immerhin Cephus Affen und schwarze Colobusaffen finden, aber sie waren recht weit über mir in den hohen Bäumen versteckt.

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St. Kitts – Ein amerikanischer Urlaubstraum

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St. Kitts und Nevis – Hauptstadt mit Huhn und Graffiti

Auf meiner Karibikreise kam ich auch auf der Insel St. Kitts vorbei, die zu dem kleinen Staat St. Kitts und Nevis gehört. Viele Dinge hat St. Kitts mit anderen westindischen Inseln gemeinsam. Mit St. Lucia und Grenada zum Beispiel die Währung, aber auch die Sprache und die Tatsache, dass alle ehemalige britische Kolonien sind.

St. Kitts war die erste Insel, die „entdeckt“ und besetzt wurde und zwar 1624 von den Briten sowie ein Jahr später auch noch von den Franzosen. Diese beiden Besatzungsmächte haben sich die Insel aufgeteilt. Das Fort Brimstone Hill ist daher eines der ältesten Forts in der Region und steht seit Ende des letzten Jahrhunderts auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

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Nyonie – Paradies zwischen Dschungel und Meer

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Nyonie – Wildnis am Äquator

Nyonie ist ein Nationalpark, der südlich von Libreville an der Küste von Gabun liegt. Mit einem Schnellboot erreicht man die Mangrovensümpfe innerhalb von weniger als zwei Stunden. Dann fährt man mit einem Jeep durch Grasland und Wälder, um eine kleine Lodge zu erreichen. Dabei passiert man den Äquator, auf den durch einen sehr unauffälligen winzigen Pfosten im hohen Gras aufmerksam gemacht wird.

Die Lodge, in der es weder Schlüssel noch Handtücher gibt, liegt zwischen Strand und Dschungel. Es ist ein Paradies. Jeder Gast hat die Möglichkeit, mit einem Safarifahrzeug Streifzüge in die Umgebung zu unternehmen. Diese finden am frühen Morgen und am späten Nachmittag statt, wenn die Chancen, Tiere zu sehen, am größten sind.

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Kaieteur – Einsamer Nationalpark

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Kaieteur – Ein Wasserfall und drei Felsenhähne

Für den Flug zum Kaieteur Wasserfall hatte ich – optimistisch, wie ich bin – genau einen Tag eingeplant. Er wurde spannend, denn das kleine Flugzeug hebt nur dann ab, wenn das Wetter entsprechend gut ist. Am Vortag war der Flug ausgefallen und in Georgetown hat es an dem Morgen trotz hervorragender Wettervorhersage stark geregnet.

Dann hatte ich aber mal wieder Glück und mein Flugzeug konnte pünktlich abheben. Dazu hatte ich noch mehr Glück, denn jeder Passagier wird für den Flug gewogen, damit das winzige Flugzeug gut ausbalanciert werden kann. Und siehe da, ich wiege mit meiner Handtasche genauso viel wie die kleine Pilotin, die mich und zwölf anderen Passagiere sicher zum Nationalpark und zurück bringen soll. Deshalb darf ich auf dem Sitz des Copiloten Platz nehmen und habe die beste Aussicht.

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Lesio Louna – Immerhin Gorillas

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Lesio Louna – Das Gewitterzentrum

Der Nationalpark Lefini oder Lesio Louna liegt etwa eine dreistündige Fahrt von Brazzaville entfernt. Zunächst bewegt man sich auf einer erstaunlich gut ausgebauten Strecke fort, die man nach etwa zweieinhalb Stunden verlässt, um in einen Pfad einzubiegen, der zwischen meterhohem Gras hindurch führt.

Dieser Pfad ist eine einzige Pfütze, vor allem, wenn man dort ist, während es regnet. Lesio Louna hat aber nicht nur einfach irgendeinen Regen. Hier regnet es und zwar ernsthaft. Es ist tatsächlich – das habe ich irgendwo gelesen – der Ort auf der Welt, wo es am meisten Gewitter gibt. Es blitzt und donnert, es schüttet.

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Nordirland – Die Küste der Riesen

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Nordirland – Wo Game of Thrones lebendig wird

Die Tour entlang der nordirischen Nordküste wird angepriesen als eine Reise in die Welt von Game of Thrones. Gleich an mehreren Stellen können sich Fans und solche, die es werden wollen, in die Szenerie der Geschichte von George R.R. Martin begeben. Die Busfahrer, die auf der malerischen Küstenstraße unterwegs sind, kennen all diese Orte und fahren für die Passagiere gerne etwas langsamer, dort, wo Aria Stark vorbei gekommen ist.

Ich weiß nicht, ob George R.R. Martin je in Nordirland war, aber seine Geschichte passt perfekt in diese wunderschöne, raue und gleichzeitig magische Landschaft hinein. Ich habe mir die Burgen angesehen, die zu Schauplätzen wurden und die zauberhaften Dark Hedges, eine Allee von majestätischen Bäumen, die 1775 gepflanzt wurden und seither auf ihren Durchbruch als Filmkulisse gewartet haben.

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Tombwa – Fisch kommt, Fisch geht

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Tombwa – Zwischen Meer und Sand

Tombwa ist eine Stadt an der angolanischen Küste südlich von Namibe. Zwischen Tombwa und der Grenze zu Namibia gibt es nicht mehr viel. Da liegt eine einzige kleine Stadt, aber dorthin zu gelangen, ist mühsam und kann gefährlich sein, je nach Wetter und Gezeiten. Wovon es aber in dieser Region viel gibt ist Sand. Eigentlich gibt es fast nur Sand zwischen Tombwa und Namiba. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen riesige Sanddünen, soweit das Auge reicht. Und weit darüber hinaus.

Hier bei Tombwa heißt dieser Sand Nationalpark do Iona. Ich hatte ein bisschen Pech mit dem Wetter, denn es war den ganzen Tag über wolkig und diesig. Dennoch waren die Sanddünen im Nationalpark eindrucksvoll. Bei Sonnenschein wären sie sicherlich noch einen Hauch rötlicher gewesen. Und sicher auch fotogener. Wir auch immer. Sand fasziniert mich, vor allem, wenn er in solchen Mengen auftritt und ich ihn mit niemandem teilen muss. Kein Tourist weit und breit. Auch nicht am Wüstenschiff Vanessa, das einer der Foto-Spots in der Region ist. Das Wrack eines indischen Fischerbootes, das aus ungeklärten Gründen Vanessa getauft wurde. Sehr cool.

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