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Reisetipp Archive • Beatrice Sonntag

Lindau – Die berühmteste Hafeneinfahrt

By Kurz und schmerzlos No Comments

Lindau – Altstadt auf der Insel im Bodensee

Die Stadt Lindau am Bodensee ist eine Besonderheit unter den Uferstädten, denn die Altstadt von Lindau liegt auf einer Insel nahe am Ufer, welche durch einen Damm mit der modernen Stadt Lindau verbunden ist. Es ist ein kleines bisschen so wie in Venedig, nur ohne Gondeln, ohne die vielen Brücken und Lindau ist auch nicht ganz autofrei. Gut, es ist fast gar nicht wie Venedig. Es ist einfach Lindau.

Die Altstadt ist hübsch. Darin fallen vor allem einige Kirchen und das Rathaus auf. Letzteres ist mit vollständig bemalten Fassaden versehen, die dutzende Szenen aus der Geschichte der Stadt zeigen. Die drei Kirchen von Lindau könnten nicht unterschiedlicher sein. Eine von ihnen ist schon über 1000 Jahre alt und hat nur wenige Fenster, die zudem sehr hoch liegen und mit dunklen Farben versehen sind. Im Inneren sieht man daher kaum etwas von den uralten Fresken, die an den Wänden noch zart zu erkennen sind.

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Hobbiton – Tolkiens Auenland mitten in Neuseeland

By Vielleicht bald noch mehr Geschichten No Comments

Hobbiton – Man muss kein Nerd sein, aber es hilft

Liebt Ihr die Filme der Trilogie „Herr der Ringe“? Oder vielleicht das Buch? Oder die Hobbit-Filme? Ich bin ein mittelgroßer Fan. Nicht zu ekstatisch. Also ich kann die Filme nicht mitsprechen, aber ich habe sie zu Hause auf DVD und schon mindestens fünfmal gesehen. Als ich in Neuseeland die Möglichkeit hatte, mir das Filmset von Hobbiton anzusehen, war ich sofort Feuer und Flamme.

Ende der 90er Jahre haben die Macher von Herr der Ringe sich in Neuseeland umgeschaut und nach den einzelnen Orten gesucht, die im Film vorkommen sollten. Sie haben am Mount Cook beziehungsweise Aoraki tolle Kulissen gefunden. Matamata erschien ihnen perfekt für das Auenland, in dem die Hobbits wohnen.

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Addo Elephant Nationalpark – die höchste Dichte an Dickhäutern

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Addo Elephant Nationalpark – Über 600 Elefanten

Auf meiner Reise durch Südafrika kam ich dieses Mal beim Addo Elephant Nationalpark vorbei. Der trägt diesen Namen, weil es hier jede Menge Elefanten gibt. Wer die dicken Riesen mit dem guten Gedächtnis mag, wird den Nationalpark in der Nähe von Port Elizabetz lieben. Ach ja, Port Elizabeth heißt jetzt Gqeberha. Wenn Ihr euch jetzt fragt, wie man GQ ausspricht – gute Frage. Es ist einer dieser speziellen Klicklaute aus der Xhosa Sprache. Erstaunlich, wie schwierig es ist, das zu lernen. Gqeberha liegt aber immer noch etwa 50 Kilometer vom Nationalpark entfernt.

Ich bin in einer Lodge untergekommen, die ein paar Kilometer außerhalb des Haupteingangs des Parks gelegen ist. Wahrscheinlich waren die Unterkünfte im Park für meine Budget-Tour zu teuer. Ich bin aber vollkommen zufrieden mit meiner Lodge, wo ich in einem fest installierten Zelt mit eigener Dusche und stundenweise Elektrizität sowie warmem Wasser wohne. Es gibt sogar eine Bar und wenn man viel Geduld hat, sieht man vielleicht sogar ein paar Gnus und Zebras, die in der Umgebung der Lodge leben.

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Malta – Von Buttigieg und World War Z

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Malta – Wo wohnen die leckeren Hasen?

Die kleine Insel Malta erschien mir um die Osterzeit ein lohnendes Ziel, um dem noch immer kühlen Wetter zu Hause für ein paar Tage zu entkommen. Leider war das Wetter in Valletta am Ostersonntag genauso kalt wie zuhause. Aber immerhin gab es einiges zu sehen und der Ortswechsel tat trotzdem recht gut.

Vor ein paar Jahren hatte ich ja schon herausgefunden, dass es in Malta viel Unaussprechliches und viel Katholisches gibt. Diesmal habe ich daher an einer Stadtführung teilgenommen, um mehr über die Geschichte von Valletta zu erfahren. Die Stadt ist zum Beispiel die einzige Hauptstadt der Welt, die vollständig unter dem Schutz der UNESCO steht. Sie ist ja auch recht klein. Da noch Abstriche zu machen, wäre der UNESCO wohl kleinlich erschienen.

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Schiras – Bunter Basar und eine Rosenmoschee

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Schiras – Lebendige Millionenstadt mit Tschador

Schiras oder Shiraz ist eine der größten Städte im Iran. Daher hat sie auch ein ähnliches Verkehrsproblem wie die Hauptstadt Teheran. Die Staus zur Rush Hour sind nicht ganz so grausam wie in der 14 Millionen Metropole weiter nördlich, aber durchaus ähnlich nervtötend.

Hat man sich aber erst einmal durchgekämpft und hat auch noch mitten in Schiraz irgendwo einen Parkplatz gefunden, dann beginnt der Zauber dieser Stadt jeden Besucher in seinen Bann zu ziehen. Allein der Basar ist schon die Reise wert. Er kommt mir noch bunter und lebendiger vor, als der Basar in Isfahan. Viele Nomaden verkaufen ihre bunten Teppiche und Kleider. Sie sind – was ich gut nachvollziehen kann – keine Fans dieser grässlichen schwarzen Tschadors, sondern ziehen lieber farbenfrohe Gewänder an.

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Lesotho – Ein Tag im Königreich über den Wolken

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Lesotho – Das Land der Decken

Ich hatte diese Reise nach Südafrika eigentlich gebucht, weil sie einen dreitägigen Aufenthalt in Lesotho einschloss und ich dieses Königreich, das versteckt oben auf einem Berg mitten in Südafrika liegt, unbedingt einmal sehen wollte. Leider bekam ich ein paar Wochen vor Abflug dann die Nachricht, an die ich mich in der Corona-Zeit fast schon gewöhnt hatte. Es war nicht die schlimmste Nachricht: Ihre Reise ist abgesagt. Sondern die zweitschlimmste: Ihre Reise findet statt, aber es gibt eine Planänderung.

Also befand ich mich im September 2022 auf einer Reise durch Südafrika ohne den Abstecher nach Lesotho. Als ich auf dieser Reise in Himeville am Fuße der Drakensberge angelangt war, war ich Lesotho so nahe. Weniger als 30 Kilometer entfernt. Durch einen glücklichen Zufall fand ich dort jemanden, der mich für sage und schreibe 850 Rand, also weniger als 50 Euro, doch noch nach Lesotho brachte. Zwar nur für einen Tag, aber immerhin.

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Isfahan – Die Hälfte der Welt

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Isfahan – Karottensaft und riesige Moscheen

In späten Mittelalter war Isfahan als die Hälfte der Welt bekannt. Der Imam-Platz oder Naqsch-e Dschahan, wie er früher hieß, liegt mitten in der Altstadt und ist sogar für heutige Verhältnisse noch riesig. Er ist einer der größten Plätze der Welt. Zuerst stand da im 16. Jahrhundert ein Palast. Dann kamen weitere Gebäude dazu, schließlich die Frauenmoschee, die heute Lotfollah Moschee genannt wird und dem Palast gegenüber steht.

Dann kam Anfang des 17. Jahrhunderts die Schah Moschee oder Königsmoschee, die heute Imam-Moschee genannt wird, dazu. Als Schah Abbas I. den Palast bauen ließ, hatte er nicht so weit gedacht, dass da auch noch ein paar Moscheen dazukommen würden und dass diese ja Richtung Mekka ausgerichtet werden müssen. Er entschied sich gegen einen Neubau des Palastes und baute die beiden Moscheen so, dass man darin vom Eingang aus um die Ecke gehen muss, um schließlich den Mirhab doch Richtung Mekka ausrichten zu können.

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Oxford – Universitätsstadt mit zauberhaftem Flair

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Oxford – Wo das Englisch herkommt

Oxford. Diesen Städtenamen habe ich immer mit einer Universität, mit einem Wörterbuch und natürlich mit der englischen Sprache in Verbindung gebracht. Oxford musste es sein, wo das Oxford Englisch herkommt, welches ich im Alltag immer wieder gegen die amerikanische Variante dieser Sprache verteidigen muss. Englisch ist eine interessante Sprache, nicht nur wegen der Unterschiede auf den Kontinenten, sondern weil es immer komplizierter wird, je mehr ich lerne. Französisch fand ich am Anfang schwer und es wurde immer leichter, je mehr ich lernte. Beim Englischen ist es genau umgekehrt. Zumindest kommt es mir so vor.

Genug davon. Kommen wir zu Oxford, der Stadt. Sie ist nicht weit von London entfernt. Wie ich es schon geahnt habe, ich Oxford eine der bekanntesten und renommiertesten Universitätsstädte Europas. Oder vielleicht sollte ich sagen Großbritanniens. Die Briten wollen ja nicht Europa sein. Es gibt sogar jede Menge Unis und Hochschulen in Oxford. Diejenige, die so berühmt ist, heißt Christchurch Universität. Wieder was dazu gelernt.

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Leeds Castle – Ein Schloss aber nicht in Leeds

By Kurz und schmerzlos No Comments

Leeds Castle – Ein Vogelparadies im Grünen

Offenbar fahren viele Menschen nach Leeds und wollen dort das Leeds Castle besichtigen. Dann sind sie erstaunt oder enttäuscht, denn in Leeds gibt es kein Schloss. Mir ging es genau andersherum. Ich war in London und habe einen Ausflug zum Leeds Castle gebucht. Und dann war ich dort und es gab weit und breit kein Leeds. Nur ein Schloss mitten im Grünen.

Aber immerhin war ich da, wo ich sein wollte. Am Leeds Castle. Das Schloss ist von einem Wassergraben umgeben und weit und breit ist nichts als Wald und Wiesen zu sehen. Man könnte kaum idyllischer wohnen. Bisschen langweilig vielleicht, aber idyllisch.

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Sbeitla – Die Tempeltriade, die Karthago schlägt

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Sbeitla – Grandiose Ruinen und Mosaike in Tunesiens Osten

Viele Besucher sind von Karthago ja ein wenig enttäuscht, weil dort so viel weniger erhalten geblieben ist, als man sich vorstellt und wünscht. Nur 15% von Karthago sind überhaupt ausgegraben, weil auf dem Rest die moderne Stadt Karthago steht und wahrscheinlich sind viele Kunstwerke und Gebäude schon früher geplündert oder kreativ umfunktioniert worden. Die Marmorsäulen der Tempel von Karthago, die in Kairouan beim Bau der Großen Moschee eingesetzt wurden, sind nur ein Beispiel.

Wer also von Karthago etwas enttäuscht ist, sollte nicht aufgeben, sondern weiter Richtung Süden fahren. Da kommt man zunächst einmal an den alten römischen Aquädukten vorbei, von denen Teile noch eindrucksvoll gut erhalten sind. Dann kommt man auch an Zaghouan vorbei, wo die Quelle war, deren Wasser über ebendiese Aquädukte befördert wurde. In Zaghouan steht der römische Wassertempel oder was von ihm übrig ist. Übrig sind von diesem Neptun-Tempel immerhin deutlich mehr als 15%.

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