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UNESCO Archive • Beatrice Sonntag

Naqa – Ziegen, Esel und Tempel

By Auf nach Anderswo No Comments

Naqa – Es lebe der Löwe!

Naqa liegt mitten in der Wüste. Auf dem Weg von Khartum nach Naqa sehe ich eine Landschaft die irgendwo zwischen Steppe und Wüste anzusiedeln ist. Viele Ziegenherden sind unterwegs. Auch Kamele.

Direkt am berühmten Löwentempel von Naqa befindet sich ein Brunnen, der über 80 Meter tief ist. Mehrere Männer ziehen mit Leibeskräften an den Seilen, die über Rollen in die Tiefe gelassen werden. Dann kommt ein Gespann von zwei Eseln zum Einsatz, an dem eines der Seile befestigt ist. Die Esel bekommen ein paar Stockschläge ab und schon rennen sie vom Brunnen fort. So befördert man hier das Wasser hinauf. Meine Güte, was für eine Arbeit. Aber es funktioniert ganz hervorragend.

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Ouadane – Imposante Ruinenstadt in der Wüste

By Auf nach Anderswo No Comments

Ouadane – 1000 Jahre alte Moschee mit Ausblick

Im Nordosten von Mauretanien liegt die uralte Stadt Ouadane oder Wadane. Heute finden Besucher eine kleine Oasenstadt mit einer riesigen imposanten Ruinenstadt vor. Die Ruinen sind so perfekt getarnt, dass ich sie erst sehe, als ich tatsächlich davor stehe. Zweimal habe ich sie tatsächlich beim Vorbeifahren einfach übersehen. Sie sind aus den Steinen gebaut, die hier ohnehin überall herumliegen.

Als ich dann aber endlich in der Ruinenstadt stehe, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Rundgang beginnt im oberen Teil von Ouadane. Dort steht die alte Moschee. Interessanterweise ist es die jüngere der beiden Moscheen, da sie aber alt ist, heißt sie dennoch alte Moschee. Sie ist restauriert und wird noch genutzt.

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Faqra – Ein einsamer Tempel wartet auf Besucher

By Vielleicht bald noch mehr Geschichten No Comments

Faqra – Ägyptische und römische Ruinen im Skiparadies

Der Faqra Tempel liegt außerhalb des gemütlichen Dorfes Kfardebian. Um nach Kfardebian zu kommen, gibt es zwischen Beirut und Jounieh irgendwo eine Abfahrt in Richtung Landesinneres. Diese Straße ist sehr kurvenreich und schlängelt sich langsam bergan. Hier befinden sich mehrere Wintersportorte, in denen im September allerdings noch kein Schnee liegt. Ich kann spüren, dass es ein paar Grad kühler ist, als an der Küste, aber es ist noch immer sommerlich warm.

An der Hauptstraße stehen ein Wachturm, ein winziger Tempel und ein Turm, der einst dazu gedient hat, ein weithin sichtbares Feuer zu beherbergen. Schließlich wollten die Römer, die ihn gebaut haben, dass Karawanen und Händler die Siedlung schon von Weitem sehen können. Der Wachturm dient offenbar Jugendlichen aus der Gegend am Abend als Zuflucht, denn neben den mächtigen Steinblöcken, die teilweise noch aufeinander stehen und teilweise verstreut um den Turm herumliegen, sind Zigarettenkippen, Bierflaschen und Keksschachteln zu finden. Leider werden offenbar Teile des Wachturms als Toilette genutzt.

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Anjar – Eine ganze Stadt für mich alleine

By Auf nach Anderswo No Comments

Anjar – Von den Umayyaden zu den Armeniern

Anjar liegt an der Autobahn, die Beirut mit dem etwa zwei Stunden entfernten Damaskus verbindet. Hinter Beirut steigt das Gelände schnell an. Das ist das Libanon-Gebirge. Hinter dem Libanon-Gebirge beginnt die Bekaa-Ebene und kurz bevor sich das Gelände erneut hebt, um die Anti-Libanon-Berge zu bilden, liegt Anjar. Hinter dem Anti-Libanon-Gebirge fängt Syrien an.

Die Stadt Anjar ist mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Es sind allerdings Armenier, die Armenien irgendwann vor etwa 100 Jahren den Rücken gekehrt haben, wahrscheinlich kurz nach dem Genozid an den Armeniern. Heute sind sie alle Libanesen, aber irgendwie trotzdem Armenier. In einem Vielvölkerstaat wie dem Libanon ist es nicht leicht, mit den vielen Identitäten mitzuhalten. Auf jeden Fall macht das einen Teil des Reizes dieses Landes aus.

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Tyros – So viele alte Steine

By Auf nach Anderswo No Comments

Tyros – Weltkulturerbe im Grenzgebiet

Von Tyros aus sind es nur noch 25 Kilometer bis nach Israel. Bis nach Palästina, sagen die Menschen hier. Hunderttausende palästinensische Flüchtlinge leben hier seit 1948 oder seit 1967 unter miserablen Bedingungen. Ihre barackenartigen Behausungen stehen teilweise nur fünf Meter von den im Vergleich dazu eleganten Wohngebäuden der Libanesen. Es gibt keine Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat. Arbeiten dürfen die Palästinenser im Libanon nicht. Eine traurige Situation, gerade weil sie so aussichtslos erscheint und doch sicher mit etwas gutem Willen lösbar wäre.

Aber ich bin natürlich nicht nach Tyros gefahren, um mir elende Wohnviertel anzusehen. Mein Ziel in Tyros sind die Ruinen, die seit 1984 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen. Davon gibt es hier sogar jede Menge. Zuerst bringt mich mein Fahrer zum Hippodrom. Hier gibt es einen Parkplatz, der allerdings völlig leer ist. Jemand verkauft Eintrittskarten, die umgerechnet weniger als 50 Cent kosten. Das ist wohl auch der Inflation geschuldet. Das Tourismusministerium kommt wohl mit der Preisanpassung nicht so schnell nach wie der Bäcker um die Ecke und der Schuhverkäufer.

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Byblos – Alte Steine aus neun Jahrtausenden

By Auf nach Anderswo No Comments

Byblos – Antiker geht es eigentlich nicht!

Die Stadt Byblos liegt nur etwa 40 Kilometer nördlich von Beirut an der Mittelmeerküste im Libanon. Es handelt sich um eine ganz besondere Stadt, denn Byblos ist die älteste Stadt der Welt, die ununterbrochen bewohnt ist. Die kleine Hafenstadt blickt auf eine mindestens 9000 Jahre lange Geschichte zurück und diese hat natürlich ihre Spuren hinterlassen.

Es lohnt sich, einen Blick auf den winzigen Hafenbereich zu werfen. Ein Sandstrand grenzt an diesen Hafen und lockt viele Besucher an – zumindest dann, wenn nicht gerade eine Pandemie herrscht und alle behaupten, dass der Libanon gefährlich ist, nur weil die Menschen ihre korrupten Politiker immer wieder rauswerfen und nachhaltig darauf drängen, endlich mal eine anständige Regierung zu bekommen. Das macht die Libanesen sympathisch, nicht gefährlich.

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Uphlisziche – Der älteste Wein der Welt?

By Traumziel weit weg No Comments

Uphlisziche – Eine Stadt die in Stein gemeißelt ist

Der etwas komplizierte Name Uphlisziche steht für eine alte Felsenstadt, die vor etwa 4000 Jahren bewohnt gewesen ist und zwar von Menschen, die schon damals Wein hergestellt und ihn unter der Erde gelagert haben, damit er kühl bleibt. Uphlisziche liegt nicht weit von Gori in Georgien und ist eine der ältesten Sehenswürdigkeiten des Landes.

In Uphlisziche sind von einst etwa 700 Höhlenwohnungen noch etwa 270 zu erkennen. Manche besser, manche etwas weniger gut. Im Zentrum der einstigen Höhlenstadt, die buchstäblich in den Stein hinein gehauen ist, befinden sich alle wichtigen Annehmlichkeiten einer Stadt. Hier befand sich eine Apotheke. Die Regale sind noch deutlich zu sehen.

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Kassel – Workout Wilhelmshöhe

By Kurz und schmerzlos No Comments

Kassel – Ein kleines bisschen Größenwahn

Kassel lag irgendwo in der Mitte der Ziele, die ich ansteuern wollte. Was gibt es also in Kassel? Einer meiner Freunde sagte, dass Kassel hässlich ist und wisst Ihr was? Er hatte recht. Die Innenstadt ist keine Schönheit. Wahrlich nicht.

Allerdings gibt es in Kassel ein UNESCO Welterbe, die Wilhelmshöhe. Und die ist auch nur sehr schwer zu übersehen, thront sie doch über der Stadt in der Achse der hässlichen Hauptverkehrsstraße. Nachdem die Parkplätze in der Innenstadt zwei Euro pro Stunde gekostet haben, ist es erfreulich, dass man an der Wilhelmshöhe umsonst parken kann.

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Harar – Islamische Hochburg in Ostäthiopien

By Sehnsucht nach Überall No Comments

Harar – Zu Gast bei den Hyänenmännern

Die Stadt Harar ist schon deutlich älter als der Islam. Sie wuchs jedoch erst zu einer wichtigen Metropole an, nachdem der Islam hier Einzug gehalten hatte. Vor mehr als 1000 Jahren war Harar die Hauptstadt eines wichtigen Sultanats und für mehrere Jahrhunderte war es Nicht-Moslems verboten, den Bereich innerhalb der Stadtmauer zu betreten. Das ist heute nicht mehr der Fall. Trotzdem sind die Bewohner von Harar noch immer mehrheitlich Moslems.

Um in die Innenstadt zu gelangen, muss man durch eines von fünf Stadttoren gehen. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die moderne Stadt ist um die Stadtmauer herum gewachsen. Auf dem Gelände der Altstadt stehen die historischen Gebäude noch immer wie vor hunderten von Jahren. Zwei befahrbare Durchgangsstraßen sind mittlerweile durch das Gewirr von engen Gassen geschlagen worden. Das ist aber das einzige Zugeständnis an den modernen Straßenverkehr. Der Großteil der Straßen von Harar kann nach wie vor nur zu Fuß erreicht werden.

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Ha Long Bucht – Zauberhafte Landschaft und viel zu viele Touristenboote

By Sehnsucht nach Überall No Comments

Ha Long Bucht – zurecht ein Unesco Weltnaturerbe

Die Anzahl der Boote, die auf der Halong Bucht unterwegs sind hat sich seit meinem letzten Besuch 2007 wohl verzehnfacht. Zudem sind die Boote auch noch auf die zehnfache Größe angewachsen. Es hat sich eingebürgert, dass die Touristen nun eine oder zwei Nächte auf einem der Boote verbringen. Daher gibt es größere Boote mit tollen Kabinen, einer Kombüse, einem kleinen Speisesaal und Bar. Ich war mehr als positiv überrascht von dem Komfort, der mich auf dem mittelgroßen Holzboot mit 6 Kabinen erwartete.

Das Bett in der Kabine war bequem. Ich konnte im Liegen aus dem Fenster schauen und die anderen Boote sowie die charakteristischen Kalksteinfelsen vorbeiziehen sehen. Am Abend saß ich dann an einem hübsch eingedeckten Tisch und ein Kellner in einem weißen Hemd servierte Getränke mit Schirmchen sowie verschiedene vietnamesische Köstlichkeiten. Es gab Frühlingsröllchen, Kürbissuppe, Hähnchencurry und natürlich auch Fisch und Shrimps. Das Meer um das Boot herum liefert schließlich Nahrungsmittel zu Hauf. Den ganzen Tag über konnte ich Fischer auf ihren kleinen Booten mit Netzen und Angeln hantieren sehen. Read More