Paramaribo – Eine Stadt aus Holz
Aus Guyana kommend wirkt Surinam wohlhabender und irgendwie aufgeräumter. Dazu viel leiser, denn nicht jedes Auto und jedes Restaurant spielen ohrenbetäubende Musik. Paramaribo finde ich auf Anhieb sympathisch, mit seinen schönen Holzhäusern und der ruhigen entspannten Atmosphäre.


Bei einem Stadtrundgang lerne ich die Hauptstadt von Surinam etwas besser kennen und sehe Kirchen, eine Synagoge, eine Moschee, ein uraltes Kino, den lebendigen und bunten Markt sowie natürlich die typische Architektur.
Sie ist von den Franzosen, den Briten, den Holländern geprägt und macht Paramaribo zu einem Freilichtmuseum der Kolonialarchitektur. Das gesamte Ensemble aus schön gepflegten Holzhäusern in der Innenstadt steht auf der Liste des UNESCO Welterbes. Zurecht.


In Paramaribo ist es nicht allzu leicht, am Abend etwas zu essen zu finden, das nicht Fastfood und nicht zu touristisch ist. Neben den hippen Bars und internationalen Burgerketten gibt es nur wenige einheimische Lokale. Dort mischt sich die kulinarische Bandbreite der vielen Einwanderer wie es die Menschen im Land auch getan haben. Alle Hautfarben und Kulturen leben friedlich miteinander. Wenn einer etwas zu feiern hat, haben alle etwas zu feiern.
Die Synagoge hat geschlossen, aber die zweitgrößte Holzkirche in Südamerika kann ich mir von innen ansehen. Das ist schon etwas besonderes. Der gesamte Innenraum besteht aus Holz, was für ein ungewöhnliches Design sorgt.


Etwas außerhalb von Paramaribo liegt der Peperpot, ein Naturschutzgebiet, in dem es viele verschiedene einheimische Tiere gibt. Mein Ziel, einen großen Ameisenbär zu finden, habe ich leider nicht erreicht. Dafür habe ich aber jede Menge Äffchen, einige wirklich schöne Vögel und einen riesigen Leguan gesehen. Was den Ameisenbär angeht, so muss ich wohl irgendwann noch einmal nach Südamerika reisen. Kein Problem.
Eure Beatrice!


