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Sahara Archive • Beatrice Sonntag

Khartum – Ausgestopfte Krokodile am Nil

By Auf nach Anderswo No Comments

Khartum – Vorm Ertrinken gerettete Tempel

Die Hauptstadt des Sudan empfängt ihre Besucher am internationalen Flughafen, der mitten in der Stadt liegt. Ich weiß nicht, ob ich jemals so lange auf meinen Koffer gewartet habe wie hier. Und das Verrückte war, dass während einer Stunde und 50 Minuten kontinuierlich Koffer auf dem Band rundliefen und ständig neue dazu kamen, nur eben nicht meiner. Glücklicherweise kam er aber dann doch noch.

In Khartum fließen der weiße und der blaue Nil zusammen, um fortan nur noch Nil zu heißen. Hier leben acht Millionen Menschen. Vielleicht auch etwas mehr. Das kann keiner so genau sagen. Zu Khartum gehört auch Omdurman, wo sich der alte Souk befindet. Hier ist den ganzen Tag über ganz schön was los. In der Gewürzgasse riecht es zauberhaft, in der Fleischergasse weniger zauberhaft. In der Souvenirgasse werden verdächtig viele ausgestopfte Krokodile angeboten.

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Von Choum nach Nouadhibou – Vor, hinter, neben dem Zug

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Im Reich des längsten Erzzuges der Welt

Der Nordwesten von Mauretanien besteht aus viel Sand. Das ist nicht weiter etwas Besonderes, denn das hat der Nordwesten mit dem Nordosten und im Grunde auch dem Zentrum gemeinsam. Im Nordwesten trennt eine mit dem Lineal gezogene Grenze Mauretanien von dem umstrittenen Gebiet der Westsahara. Es ist ein ungemütlicher Ort mit einem Grenzwall, dem größten dieser Art auf der Welt und dem wohl auch größten Minenfeld, das es noch auf der Welt gibt. Traurige Rekorde.

Wenige Kilometer südlich dieser grausamen Grenze verläuft das Gleis des Erzzuges von Mauretanien. Dieser Zug ist ein weiterer Weltrekord, denn er hat bis zu 250 Waggons und ist ein wahres Monstrum, zumindest dann, wenn er vollgeladen ist mit Eisenerz. Dieses wird im Norden von Mauretanien bei F’Derik und Zouérate abgebaut und dann auf die 700 Kilometer lange Reise bis nach Nouadhibou am Meer geschickt.

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Von Akjoujt nach Atar – Offroad durch die Wüste

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Rund um Atar – Sand bis zum Abwinken

Von Nouakchott bis Atar zieht sich ein riesiger Erg, also eine Sandwüste, die 375 km lang ist. Dieser Erg scheint immer schöner zu werden, je weiter man sich von Nouakchott entfernt. Die Fahrt ist etwas mühsam und am Akjoujt geht es auf sandigen oder steinigen Pisten mitten durch die herrliche Natur.

Die Sanddünen sind an manchen Stellen bis zu 300 Metern hoch und sie bilden ein traumhaftes Fotomotiv. Es ist zwar im Grunde nur Sand, aber irgendwie bekommt Sand etwas Magisches, wenn er in diesen Mengen auftaucht. Ich musste immer wieder daran denken, dass in Europa gerade Knappheit an Sand herrscht. Wer hier auf der Düne steht, kann sich sowas kaum vorstellen.

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Ouadane – Imposante Ruinenstadt in der Wüste

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Ouadane – 1000 Jahre alte Moschee mit Ausblick

Im Nordosten von Mauretanien liegt die uralte Stadt Ouadane oder Wadane. Heute finden Besucher eine kleine Oasenstadt mit einer riesigen imposanten Ruinenstadt vor. Die Ruinen sind so perfekt getarnt, dass ich sie erst sehe, als ich tatsächlich davor stehe. Zweimal habe ich sie tatsächlich beim Vorbeifahren einfach übersehen. Sie sind aus den Steinen gebaut, die hier ohnehin überall herumliegen.

Als ich dann aber endlich in der Ruinenstadt stehe, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Rundgang beginnt im oberen Teil von Ouadane. Dort steht die alte Moschee. Interessanterweise ist es die jüngere der beiden Moscheen, da sie aber alt ist, heißt sie dennoch alte Moschee. Sie ist restauriert und wird noch genutzt.

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Chinguetti – Eins, zwei drei Chinguettis

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Chinguetti – Die siebtheiligste Stadt der Welt

Eine der spannendsten und bekanntesten Touristenattraktionen in Mauretanien ist Chinguetti. Es sei einmal dahin gestellt, ob man bei Mauretanien überhaupt von bekannten Touristenattraktionen sprechen kann, aber Chinguetti ist auf jeden Fall ein faszinierendes Ziel und Historikern vielleicht sogar ein Begriff.

Im Vorfeld hatte ich einiges über Chinguetti gelesen, hauptsächlich auf französisch und auf englisch. Nun stehe ich vor dem ersten Chinguetti, das schon im 2. Jahrhundert hier gegründet wurde. Eigentlich stehe ich nicht davor, sondern darauf, denn das erste Chinguetti ist irgendwann im 7. Jahrhundert vollständig unter Sand verschwunden. Man hat eine der Moscheen wieder aufgebaut, ein paar Meter über der alten. Hier siedeln seit ein paar Jahren auch wieder ein paar Menschen, aber man sieht schon, dass es einfach kein guter Platz ist, weil der Sand sich schon wieder der neuen Häuser bemächtigt.

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