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Aniassué – Tag der offenen Tür in der Hexenschule

Aniassué – ein König und gleich mehrere Hexen

In Aniassué, einem Dorf in der Nähe von Abengourou im Osten der Elfenbeinküste, habe ich eine Audienz beim König. Zu dieser Audienz muss ich etwas Bargeld und eine Flasche Gin mitbringen, damit ich am königlichen Hof empfangen werde. Der König plaudert ein wenig und erklärt mir, welche Gemüse auf seinem Land angebaut werden oder wie lange man Yams Wurzeln aufheben kann, wenn man sie richtig lagert. Es kommt immer mal wieder vor, dass ausländische Touristen nach Aniassué kommen, aber es ist trotzdem noch eine willkommene Abwechslung.

Der Königshof ist aber nicht der eigentliche Grund, um nach Aniassué zu fahren. Vielmehr ist die Hexenschule die Hauptattraktion dieses Dorfes. In einem Komplex aus mehreren Lehmbauten, die einen großen Innenhof umgeben, leben mehrere Frauen zusammen. Eine von ihnen ist die erfahrene Oberhexe des Dorfes. Sie ist Heilerin, Fetischpriesterin und Seelsorgerin in einem.

Außerdem ist sie die Lehrerin in der Hexenschule und sie betreut etwa 10-15 junge Frauen, die bei ihr etwa 5 Jahre lang in die Lehre gehen. Sie lernen alles über Kräuter und Heilpflanzen, über Fetische, die Kommunikation mit der Geisterwelt und natürlich übers Tanzen. Wenn Touristen vorbeikommen, wird einer der Tänze aufgeführt, die auch im Alltag immer wieder benutzt werden, um mit den Ahnen in Kontakt zu treten.

Der Tanz, den ich sehe, wird von vier Frauen getanzt, die mit weißem Kalkpuder eingerieben sind und ausschließlich weiße Kleidung tragen. Im Laufe der Zeit erhalten sie mehrere Nachrichten von verschiedenen Geistern, die dann an den jeweiligen Empfänger im Publikum weiter gegeben werden.

Die Trommeln zum Tanz werden von Männern geschlagen. Es gibt ein paar Männer hier in der Hexenschule, aber sie haben keine wirklich wichtigen Aufgaben. Offenbar sind die angehenden Hexen eine gute Partie, weil sie nach der Schule und nach dem Abschluss in ihrem jeweiligen Dorf hoch geachtet sein werden und gutes Geld verdienen können.

Am Ende werde ich sogar nicht aufgefordert, mitzutanzen, was ich nur so mittelgut mache.

Ich darf mir auch zwei Räume ansehen, in denen Fetische aufbewahrt, verzaubert und benutzt werden. Allerdings soll ich mich nicht zu lange dort aufhalten, denn die Fetische mögen es nicht, wenn ahnungslose Touristen herumlungern. Ich war trotzdem begeistert von Aniassué!

Eure Beatrice!

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