Gobustan – Ein paar Botschaften aus der Steinzeit

Gobustan – von Petroglyphen und Schlammvulkanen

Wer sich schon mal nach einer Tour durch Aserbaidschan umgeschaut hat, der hat vielleicht auch schon mal von Gobustan gehört. Mir ging es auf jeden Fall so, dass dieser Name bei eigentlich jeder möglichen Rundreise aufgeführt war.

Tatsächlich war Gobustan einer der Orte, an denen man ein paar Touristen antreffen konnte. Ich habe gleich drei Reisebusse dort gesehen, einen mit chinesischen, einen mit koreanischen und einen mit kanadischen Touristen. Gobustan ist also quasi the place to be. Das hat auch die UNESCO bestätigt, als sie vor ein paar Jahren die Petroglyphen hier auf ihre Liste des Welterbes gesetzt hat.

Das eigentliche Gobustan ist eine großes Gelände, auf dem Petroglyphen gefunden wurden und ein paar Überreste von Siedlungen aus er Steinzeit. An mehreren Felsen kann man Zeichnungen von Tieren und Menschen in den Stein geritzt erkennen, die aus verschiedenen Perioden stammen. Einige sind sehr einfach. Diese stammen aus der frühen Steinzeit. Andere sind etwas klarer und detailreicher. Diese stammen aus späteren Perioden. Wissenschaftler haben ein Wikingerschiff ausmachen können und erkannt, wann die Menschen hier vom Jagen und Sammeln zur Viehhaltung übergegangen sind.

Am Eingang gibt es ein sehr modernes Museum mit interaktiven Bildschirmen und zahlreichen Erklärungen – einige sogar in Englisch.

Spannend in der Region Gobustan ist aber noch eine andere Sehenswürdigkeit: die Schlammvulkane. Offenbar befindet sich die Hälfte aller Schlammvulkane auf der Welt in Aserbaidschan. Verrückterweise ist der Schlamm, der aus der Erde blubbert, kalt. Das fand ich etwas enttäuschend. Auf jeden Fall mal für etwas, das sich Vulkan nennt. Aber im Grunde haben diese Vulkane nicht viel mit anderen Vulkanen gemeinsam.

Trotzdem habe ich diesen Platz geliebt, an dem überall grauer Schlamm vor sich hin brodelt und gluckst. Die Zufahrtstraße ist miserabel, aber die Fahrt mit einem alten Taxi aus Russland dauert auch nur etwa 15 Minuten. Mit den eleganten Reisebussen kommt man nicht zum eigentlichen Schlamm. Der soll dann auch noch gut für die Haut sein. Zu gerne hätte ich ein Bad genommen…

Eure Beatrice!

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