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Istarafschan – Mausoleeun und brandneue Altertümer

Istarafschan – Attraktionen hinter dem Höllentunnel

Istarafschan liegt im Norden von Tadschikistan ungefähr in der Mitte zwischen Aini und Chudschand (oder Khujand). Um dorthin zu gelangen, muss man von Duschanbe aus durch den Anzob Tunnel und den Schachristan Tunnel fahren. Sie beide sind je fünf Kilometer lang und ersparen den Menschen in Tadschikistan den bis zu siebenstündigen Umweg, den der Weg über den Pass bedeuten würde.

Das irre an den beiden Tunneln: sie haben keine Belüftung. Und kaum Beleuchtung. Man fühlt sich darin mehr als beklommen und hätte man Platzangst, würde man wahrscheinlich spätestens in der Hälfte beginnen zu hyperventilieren. Das ist jedoch überhaupt keine gute Idee, denn die Luft in diesen Tunneln besteht zu 50 bis 90% aus Abgasen und Staub. Würde jemand diese Höllentunnel zu Fuß durchqueren, sänke er wahrscheinlich spätestens nach zwei Kilometern in eine tiefe Ohnmacht. Kaum zu glauben, was so ein paar Belüftungsturbinen alles können!

Istarafschan ist nicht unbedingt berühmt – das werdet ihr schon erraten haben. Aber es gibt zwei wichtige Pilgerstätten: das Mausoleum von Hasrati Shah aus dem 18. Jahrhundert und das Mausoleum von Abdullatif Sultan, einem Urenkel von Tamerlan aus dem 15. Jahrhundert. Ersteres ist etwas weniger spektakulär, hat aber einen tollen Turm aus Backsteinen. Letzteres ist ein wicklich schmuckes Gegäude im typisch zentralasiatischen Stil mit einer blauen Kachel-Kuppel. Der Mausoleumswächter lässt Besucher gerne auf das Blechdach hinauf steigen, um den Ausblick zu genießen und die Kuppel besser sehen zu können.

Dann gibt es in Istarafschan noch einen riesigen Markt und eine Festung hoch auf einem Hügel. Leider ist von der Festung Mug Teppa, die von Kyros II, dem legendären Herrscher Persiens erbaut und dann von Alexander dem Großen zerstört wurde, nichts übrig geblieben. Fast nichts. Ein paar Fundstücke sind in einem kleinen Museum zu bewundern. Trotzdem steht auf dem Hügel eine eindrucksvolle Festung in all ihrer Pracht. Die Festung stammt aus dem Jahr 2005 und sieht möglicherweise genauso aus, wie die Festung aus der Zeit um 500 vor Christus ausgesehen haben mag. Es ist wirklich eine Unsitte der Tadschiken, alles nachzubauen.

Faszinierend an der neuen Festung finde ich, dass sie ein Amphitheater mit 6000 Plätzen beherbergt und genau 4 Toiletten hat.

Ich bin halt auch von Kleinigkeiten leicht zu beeindrucken.

Eure Beatrice!

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