Miami – Modernes Florida mit viel Verkehr und einem Hauch Nationalpark

Ich war mir nicht ganz sicher, was ich von Miami zu erwarten hatte. Ich freute mich auf Hochhäuser, tropisches Klima, einen riesigen Nationalpark und karibische Küche. Im Grunde war das auch ungefähr das, was ich am Ende auch vorfand.

Mein Hotel war leider etwas enttäuschend, vor allem, weil in den vier Tagen, die ich darin verbrachte, niemand auch nur den Versuch unternahm, das Zimmer zu reinigen. Ich fand aber bald heraus, dass ich an der Rezeption meine schmutzigen Handtücher gegen saubere eintauschen konnte. Immerhin etwas. Im Hotel habe ich natürlich so wenig Zeit wie möglich verbracht, denn schließlich war Miami direkt vor der Haustür und ich hatte viel vor.

Ein Ausflug brachte mich ins Art Deco Viertel von Miami Beach. Tatsächlich gibt es dort ein paar hübsche Gebäudefassaden aus den 1930r Jahren. Die eigentliche Attraktion von Miami Beach sind jedoch – wie es der Name schon vermuten lässt – die Strände, die wirklich schön und breit sind. Das Klima ist zudem nahezu perfekt. Vom Meer her weht immer eine leichte Brise, die die Hitze erträglich macht. Überall sind Poolparties im Gange, Musik ist allgegenwärtig und die Mehrzahl der Menschen, die in Miami Beach unterwegs sind, scheinen Touristen auf der Suche nach Alkohol zu sein.

Ein anderer Ausflug führte mich nach Westen, in den Everglades Nationalpark. Aus Gründen der Bequemlichkeit hatte ich eine Halbtagstour mit Transfer gebucht, die mich tatsächlich auch nach etwa eineinhalb Stunden Wartezeit in den Everglades Nationalpark brachte, allerdings gab es dann dort nur eine enttäuschend kurze Bootsfahrt in einem dieser lustigen Boote, die einen großen Ventilator am Heck haben und mit dessen Hilfe übers Wasser flitzen. Die wenigen Minuten auf dem Wasser und im Gras des unglaublich riesigen flachen Everglades Nationalparks habe ich wirklich genossen. Ich hatte mir jedoch etwas mehr von dieser Tour erhofft. Glücklicherweise bekam ich am Ende doch noch den versprochenen Alligator zu Gesicht – sogar zwei. Ich habe vom mehr als 6.000km² großen Nationalpark zwar nur wenige Quadratmeter gesehen, aber immerhin konnte ich einen Eindruck von der Natur gewinnen.

Von Miami aus kann man über dutzende von Brücken bis ganz hinunter nach Key West, der südlichsten Insel der Florida Keys fahren. Die Inselkette, die bis zum südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten führt, ist ziemlich lange und die Fahrt dauert bei guten Verkehrsverhältnissen mindestens dreieinhalb Stunden. Da tagsüber mit guten Verkehrsverhältnissen in und um Miami natürlich nicht gerechnet werden kann, erreicht ich nach etwa zweieinhalb Stunden Key Largo, die erste der Florida Keys. Damit gebe ich mich zufrieden und spaziere also ein wenig an den Stränden von Key Largo entlang. Mangroven säumen die teils sandigen und teils etwas kiesigen Strände. Leguane, Eichhörnchen und Vögel sind unterwegs und das Wetter ist auch hier einfach traumhaft.

Den Rest der Zeit, die mir in Miami bleibt, verbringe ich in Downtown, wo es einige wirklich eindrucksvolle und architektonisch kreative Gebäude gibt. Vom Wolkenkratzer aus Glas und Stahl bis hin zu einigen fast historisch anmutenden Gebäuden und hypermodernen Wohnpalästen am Wasser findet man verschiedene architektonische Meisterwerke.

Alles in allem hat mir Miami gefallen, allein schon deshalb, weil es einfach traumhaft ist, am Hafen abends auf einer der Terrassen zu sitzen und Burger oder Eiscreme zu essen. Es könnte durchaus sein, dass auch ich irgendwann in einem der Altenheime hier lande, um nie mehr eine Heizung aufdrehen zu müssen.

 

Eure Beatrice!

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