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Kurz und schmerzlos

Grenzenlos – Boah, ich komme ins Fernsehen!

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Abenteuer Dreharbeiten

Das Saarland ist klein. Das hat sich sicher schon rumgesprochen. Im Saarland ist es auch so, dass jeder immer jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt… Und auf diese Weise kennt man am Ende das ganze Saarland. Das kann unangenehm sein (Szenario: Man bewirbt sich um eine Stelle und will total professionell rüberkommen und dann: „Ach, bist du nicht die Tochter der Cousine der dicken Betty, die in der peinlichen Schlagerband gesungen hat?“ oder „Bist du der Sohn vom Backes Hannes, der viermal in Rümmelbach beim Rostwurst-Wettessen gewonnen hat?“)

Das nur nebenbei. Wer aus dem Saarland kommt, der kennt das. So geschah es auch, dass die Crew vom Saarländischen Rundfunk, SR, auf mich aufmerksam geworden ist. Einer der Kamera-Männer hat vor etwa 20 Jahren in derselben Disco die Nächte durchgemacht wie ich. Dank Facebook hatten wir auch die ganze Zeit ganz locker Kontakt gehalten.

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Corona – Jahr Nummer 2

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Die Zeit der Langeweile

Es ist nun fast April 2021. Die Pandemie hat die Welt seit nunmehr über einem Jahr im Griff. Gab es im Sommer 2020 eine leichte Auszeit und die Möglichkeit, ein wenig umher zu reisen, ist die Welt aktuell wieder genauso unerreichbar wie vor einem Jahr.

Seit ziemlich genau 18 Wochen bin ich nun an mein Haus gefesselt. Ganze neun Urlaubstage habe ich inzwischen verschwendet, einfach, weil ich sie nehmen musste. Natürlich ist ein freier Tage zu Hause immernoch besser als ein Tag auf der Arbeit. Aber es war für mich eine vollkommen neue Erfahrung, einen solchen Tag zu verbringen und dann auch noch zu genießen.

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Bad Ems – Wunderbare Langeweile

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Bad Ems – Gemach, Gemach mit einem Touch Exotik

Bad Ems war auf meiner coronabedingten Deutschlandreise eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp, denn ich brauchte zwischen meinen Zielen einen Ort zum übernachten. Erstaunlicherweise fand ich in diesem fast schon noblen und recht bekannten Kurort ein wirklich günstiges Hotel mit Frühstück und allem Komfort, den ich mir nur wünschen konnte.

Da ich also schon einmal da war, wollte ich natürlich auch einen kurze Spaziergang durch Bad Ems machen. Dabei wurde schnell klar, dass die kleine Gemeinde nicht am Hungertuch nagt. Bad Ems hat einen riesigen Park, von dem Teile nur für Inhaber einer Kurkarte zugänglich sind. Die Uferpromenade an der Lahn ist nicht von schlechten Eltern. Gepflegte Blütenpracht säumt die Flaniermeile.

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Buchenwald – Ein Ort des Grauens

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Buchenwald – Ein Ort der Erinnerung und des Nie Wieder!

Nur wenige Kilometer von Weimar entfernt befindet sich das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Es liegt nicht, wie man sich das immer vorstellt, irgendwo versteckt in der Ödnis, sondern auf einem bewaldeten Hügel, den man von weither sehen kann. Heute ragt auf diesem Hügel das riesige Mahnmal aus Beton auf, welches dort errichtet wurde, wo riesige Massengräber gefunden wurden.

Das Mahnmal steht an der Blutstraße, die von den Häftlingen so genannt wurde, weil bei ihrem Bau viele viele Liter Blut geflossen sind und viel zu viele Menschen umgekommen sind. Fährt man auf der Blutstraße weiter, gelangt man zu einem großen Parkplatz, der sich direkt bei den ehemaligen Gebäuden befindet, in denen einst die Ausbildungsstätte für den Nachwuchs der SS-Totenkopfverbände befand. Sowohl für die Errichtung des Arbeitslagers als auch für die Ausbildungsstätte der künftigen KZ-Aufseher musste sich Weimar bewerben. Es war eine öffentliche Ausschreibung. Und das Lager für Zwangsarbeiter brachte der Region den erwünschten Aufschwung. Viele Aufträge ergaben sich allein durch den Bau. Zwar bewältigten die Häftlinge die Arbeit, aber es musste ja jede Menge Material geliefert werden.

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Marburg – Eine Schönheit auf dem Hügel

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Marburg – Mitten in Deutschland

Unter Marburg stellte ich mir irgendwie eine hippe Studentenstadt vor. Umso erstaunter war ich, als ich an einem wunderschönen Spätsommertag schließlich mitten in einer traumhaften Fachwerkhauskulisse stand, die sicherlich zu den schönsten in Deutschland gehört.

Erstaunlich viele Treppen und steile Gässchen gibt es in Marburg, die sich zwischen dem Fachwerk entlang schlängeln und die Stadt noch malerischer machen. Der Marktplatz ist trotz Corona ein Quell der Lebendigkeit. Viele Restaurants haben ihre Tische ins Freie verlagert und Gäste wie auch Gastronomen freuen sich unheimlich darüber, dass der Sommer so lange andauert. Das gefällt natürlich auch mir.

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Wien – Zwischen Sissi und Schnitzel

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Wien – noch schöner im Sommer

Ich esse keine Wiener Schnitzel und keine Wiener Würstchen. Ich mag keine Sachertorte. Ich habe noch nie den berühmten Sissi-Film gesehen und habe auch nicht vor, das jemals zu tun. Aber Wien mag ich. Wien ist eine dieser Städte, bei denen man sich gut vorstellen kann, da zu wohnen.

In diesem Corona-Sommer habe ich mich ganz besonders auf die Reise nach Wien gefreut, denn es war nach sieben abgesagten Trips der erste, der tatsächlich stattfand. Ich hatte fast schon nicht mehr daran geglaubt und dann saß ich endlich wieder in einem Flieger. Und dann gab es bei der Luxair auch noch Cremant, für den man 15 Minuten lang seine Maske abnehmen durfte. Ich war also schon entsprechend gut gelaunt, als ich nach einem kurzen Flug in Wien ankam.

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Quedlinburg – Acht Jahrhunderte voller Schiffskehlen

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Quedlinburg – Die Hauptstadt der Zuckerrüben

Eigentlich wollte ich nicht unbedingt in den Harz fahren. Vor allem nicht im Herbst. Aber bei der Vorbereitung meiner Corona-Reise habe ich einige Online-Listen konsultiert, die „die zehn schönsten Altstädte Deutschlands“ oder „die zwölf malerischsten Innenstädte in Deutschland“ aufzeigten. Und der ulkige Name Quedlinburg tauchte gleich mehrfach auf. Es stellte sich heraus, dass Quedlinburg von Weimar weniger als zwei Stunden entfernt liegt. Wunderbar.

Einen Parkplatz zu finden, ist nicht schwer. Weil Quedlinburg eher übersichtlich ist, kann ich wenige hundert Meter von der Altstadt entfernt mein Auto abstellen und finde im Handumdrehen die Touristeninformation. Lustigerweise gibt es in Quedlinburg zwei Touristeninformationszentren. Eines mit grüner Schrift und eines mit roter. Die beiden stehen in einem erbitterten Wettstreit um Besucher. Die rote Touristeninformation ist die offizielle von der Stadt. Die grüne ist die private Konkurrenz, welche mit riesigen Schildern, Megafondurchsagen und dem Slogan „die freundliche Stadtführung“ Touristen abwerben will.

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Kassel – Museum für Sepulkralkultur

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Kassels kleines morbides Juwel

Im Grunde ist das Museum für Sepulkralskulptur nicht klein. Das Gebäude ist sogar recht stattlich. Und es befindet sich in guter Gesellschaft, direkt neben dem noch größeren Brüder Grimm Museum. Morbide ist das Museum für Sepulkralkultur allerdings wirklich. Und genau deshalb wollte ich dahin.

Das Museum besteht aus einer Dauerausstellung, die geöffnet ist und wechselnden Ausstellungen, die wegen Corona geschlossen sind. Die Dauerausstellung unterteilt sich in eine umfangreiche Sammlung zum Thema Tod und Sterben im europäischen abendländischen Kulturkreis und eine kleinere Sammlung mit einer bunten Mischung aus Bestattungsriten von anderen Kontinenten.

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Kassel – Workout Wilhelmshöhe

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Kassel – Ein kleines bisschen Größenwahn

Kassel lag irgendwo in der Mitte der Ziele, die ich ansteuern wollte. Was gibt es also in Kassel? Einer meiner Freunde sagte, dass Kassel hässlich ist und wisst Ihr was? Er hatte recht. Die Innenstadt ist keine Schönheit. Wahrlich nicht.

Allerdings gibt es in Kassel ein UNESCO Welterbe, die Wilhelmshöhe. Und die ist auch nur sehr schwer zu übersehen, thront sie doch über der Stadt in der Achse der hässlichen Hauptverkehrsstraße. Nachdem die Parkplätze in der Innenstadt zwei Euro pro Stunde gekostet haben, ist es erfreulich, dass man an der Wilhelmshöhe umsonst parken kann.

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Wernigerode – Idylle hinterm Hexenberg

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Wernigerode – Wo der Kaiser seine eigene Toilette hatte

Im Harz liegt die kleine Stadt Wernigerode. Auf dem Weg dorthin fährt man durch viele Städtchen und Dörfer, die auf „rode“ enden. Autobahnen und moderne Gebäude gibt es hier nicht. Mal abgesehen von Tankstellen und Supermärkten. Alles zwischen Quedlinburg und Wernigerode sieht irgendwie gemütlich aus. Und grün.

In Wernigerode angekommen, ist es unproblematisch, den Marktplatz und damit den Mittelpunkt der schönen mittelalterlichen Stadt zu finden. Leider ist der vollgestellt mit Marktständen. Das Rathaus steht hier am Marktplatz und ist eines der schönsten Fachwerkhäuser des Landes.

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