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Tadschikistan Archive • Beatrice Sonntag

Istarafschan – Mausoleeun und brandneue Altertümer

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Istarafschan – Attraktionen hinter dem Höllentunnel

Istarafschan liegt im Norden von Tadschikistan ungefähr in der Mitte zwischen Aini und Chudschand (oder Khujand). Um dorthin zu gelangen, muss man von Duschanbe aus durch den Anzob Tunnel und den Schachristan Tunnel fahren. Sie beide sind je fünf Kilometer lang und ersparen den Menschen in Tadschikistan den bis zu siebenstündigen Umweg, den der Weg über den Pass bedeuten würde.

Das irre an den beiden Tunneln: sie haben keine Belüftung. Und kaum Beleuchtung. Man fühlt sich darin mehr als beklommen und hätte man Platzangst, würde man wahrscheinlich spätestens in der Hälfte beginnen zu hyperventilieren. Das ist jedoch überhaupt keine gute Idee, denn die Luft in diesen Tunneln besteht zu 50 bis 90% aus Abgasen und Staub. Würde jemand diese Höllentunnel zu Fuß durchqueren, sänke er wahrscheinlich spätestens nach zwei Kilometern in eine tiefe Ohnmacht. Kaum zu glauben, was so ein paar Belüftungsturbinen alles können!

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Iskanderkul – Ein verrücktgewordenes Pferd im Fan Gebirge

By | Vielleicht bald noch mehr Geschichten | No Comments

Iskanderkul – Traumhafter Bergsee mit berühmtem Schutzpatron

Der Istanderkul-See liegt auf einer Höhe von etwa 2100 Metern in den Fan Bergen im Westen von Tadschikistan. Iskanderkul bedeutet See von Alexander. Aber nicht irgendein Alexander, sonder Alexander der Große, der hier an diesem See Rast gemacht haben soll auf seinem Weg nach Indien. Er kam ja auch bis Indien, ist dann aber auf dieser Eroberungsreise verstorben. Er war zwar erst 33 aber er hatte ja bis dahin auch schon genug Ärger gemacht und Länder erobert.

Der Iskanderkul ist heute ein beliebtes Fotomotiv und Ausflugsziel. Er liegt etwa in der Mitte zwischen der Stadt Pandschakent und der Hauptstadt Duschanbe weiter südlich. Die Straßen, die dahin führen, sind verglichen mit einigen Straßen in Tadschikistan eher schlecht. Verglichen mit anderen jedoch hervorragend. Es wird manchmal etwas staubig und man kommt nicht allzu schnell voran, aber man muss nicht ständig um sein Leben fürchten und wird auch nicht allzu sehr durchgeschüttelt.

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Pandschakent – Uralte Ruinen, mittelalte Ruinen und wunderschöne Seen

By | Sehnsucht nach Überall | No Comments

Pandschakent – Sieben Seen und 5500 Jahre Geschichte

Pandschakent liegt im Nordwesten von Tadschikistan, kurz vor der Grenze zu Usbekistan und mitten im Serafschan Tal. Hier fließt der Serafschan Fluss durch die Fan-Berge. Die Straße, die von Osten aus hierher führt, ist überraschend gut. Sie führt durch kleine Dörfer, die mal links mal rechts des Goldflusses liegen. Früher haben die Menschen hier dicke Knäuel Schafswolle in den Fluss gelegt und damit winzige Goldpartikel herausgefiltert. Heute ist im Serafschan Tal nicht mehr allzu viel los. Aber hin und wieder verirren sich ein paar Touristen in diese malerischen Berge.

Ich weiß nicht genau, warum ich mich für die Serafschan-Berge und die Fan-Berge statt des weltberühmten Pamir-Gebirges entschieden habe. Vielleicht war es Bequemlichkeit, vielleicht meine Begeisterung für archäologische Ausgrabungsstätten, vielleicht auch einfach der Name der Mitarbeitern, die gerade diese Tour zu einem halbwegs vernünftigen Preis im Programm hatte: sie hieß Gulsanam. Das gefiel mir auf Anhieb.

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Khujand – Eine der ältesten Städte der Welt

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Khujand – Goldzähne und unglaubliche Augenbrauen

Wer hat schon von Khujand oder Chudschand gehört? Nein? Leninabad – so hieß es früher? Auch nicht unbedingt? Ging mir ähnlich, bis ich mich auf die Reise nach Tadschikistan vorbereitet habe. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes und sie ist mindestens 2.500 Jahre alt. Kyros der Große oder Kyros II soll die Stadt im 6. Jahrhundert gegründet haben, indem er eine Festung baute. Das tat er nicht aus Freundlichkeit. Er war gerade auf einem Feldzug, um sein persisches Reich noch größer zu machen.

Auf jeden Fall stand dann hier eine Festung und so blieben ein paar Leute in der Gegend. Bis heute. Vor Kurzem hat Khujand sein 2.500. Stadtjubiläum gefeiert. Von der Festung sind nur noch Bruchstücke und ein paar Münzen übrig. Leider haben die Tadschiken beschlossen eine neue Festung zu bauen, die der alten möglicherweise ähnelt. Im Zentrum von Khujand steht also nun eine brandneue Festung. Seltsam.

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Duschanbe – die Montagsstadt macht sich chic!

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Duschanbe – Eine Stadt im Umbruch

Duschanbe ist die Hauptstadt von Tadschikistan, dem kleinsten der zentralasiatischen Staaten. Von Duschanbe haben vielleicht die Gebirgsfans von euch schon mal gehört, weil man hierher fliegt, um ins Pamirgebirge zu kommen. Viele Menschen auf der Welt haben von Duschanbe noch nie gehört und bestimmt auch nicht wenige wollen nichts davon hören. Ich will ja grundsätzlich immer etwas über Städte, Berge, Seen, Meere, Wüsten, Wälder, Tiere, Traditionen und Legenden hören. Und das schließt Duschanbe ein.

Die erste Geschichte, die ich erzählt bekomme ist, dass das Wort Duschanbe Montag heißt. Für Mitteleuropäer und Garfield-Fans ist das im Grunde eine Strafe. Wer will sich schon permanent irgendwo aufhalten, wo ständig Montag ist? Benannt wurde die Stadt vor einigen hundert Jahren, als in Duschanbe immer montags ein riesiger Markt stattfand, zu dem alle aus der Umgebung kamen. Damals war der Montag also nichts, was man schmerzhaft hinter sich zu bringen versucht, sondern etwas, auf das man sich freute. Andere Länder, andere Sitten.

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