Reykjavik – Stadt der Penisse und teuren Biere

Reykjavik – Eine Regenbogenstraße zwischen Harfe und Kirche

Vor einigen Jahren war ich schon einmal in Reykjavik. Schon damals dachte ich, dass die Stadt im Vergleich mit anderen nordischen Städten durchaus noch deutlich bunter sein könnte. Es gibt zwar einige schöne Häuser, die in knalligen Farben gestrichen sind und auch ein paar schöne Graffiti, aber die sind jeweils so über die Stadt verteilt, dass es nur vereinzelte Ecken sind, wo sich tolle Fotos schießen lassen. Da wurde in den vergangenen acht Jahren kaum nachgebessert. Eine ganze Straße, also der Asphalt selbst, wurde begrüßenswerterweise in den Farben des Regenbogens angemalt. Das macht schon etwas daher!

Die Halgrimmskirkja ist zugegebenermaßen – von außen – ein Meisterwerk. Gefällt mir gut. Ebenso die Harpa, das Opernhaus. Klar, bei Sonnenschein hätten beide noch viel schöner ausgesehen, aber ich habe diesmal nicht allzu großes Glück mit Island und seinem Wetter.

Insgesamt ist Reykjavik in meinen Augen ein wenig überbewertet. Alle, die davon erzählen, wie toll man hier shoppen kann und wie cool das Nachtleben ist, haben offensichtlich im Lotto gewonnen. Wenn ich acht Euro für ein Glas Bier ausgeben muss, dann hält sich meine Begeisterung für eine Kneipentour etwas in Grenzen.

Das beste an Reykjavik ist in meinen Augen noch immer das Phallusmuseum. Der Knaller. Aber dazu verfasse ich einen eigenen Blogpost. Mit einigen merkwürdigen Fotos. Ihr könnt gespannt sein. Sehr lehrreich.

Auch diesmal wurde mir eindrucksvoll in Reykjavik vor Augen geführt, wie unterschiedlich Menschen aus unterschiedlichen Klimazonen Temperaturen wahrnehmen. Während ich mit dicker Skijacke, zwei paar Socken, Wollmütze und Schal unterwegs war, begegneten mit zwei junge Männer mit kurzen Hosen und Flip Flops. Es waren zwischen 7°C und 8°C bei leichtem Dauerregen. Faszinierend.

Parken ist übrigens an Sonntagen frei. Zwar haben dann zwar nur wenige Geschäfte geöffnet, aber einen Spaziergang durch die Stadt kann man natürlich trotzdem machen. Ich habe in einer privaten Tiefgarage geparkt, weil ich nicht wusste, dass man sonntags umsonst im Freien parken kann. Am Ende wollte ich 425 Kronen mit meiner Karte zahlen. Ich habe es insgesamt 6 mal versucht und zwar mit drei verschiedenen Karten. Erfolglos. Am Ende habe ich auf den Schalter gedrückt und gesagt, dass der Automat meine Karten nicht wollte und dann hat ein freundlicher Herr kurz geseufzt und mir dann einfach die Schranke geöffnet. Nett diese Isländer. Und damit bleibt es dabei: Parken ist sonntags umsonst.

Danke Reykjavik. Danke störrischer Parkautomat.

Eure Beatrice!

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