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Horn von Afrika Archive • Beatrice Sonntag

Gondar – Herrschaftlich, blutig und historisch

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Gondar – Löwenkäfige und Massentaufen

Um nach Gondar zu gelangen hatte ich damals die Wahl zwischen einer endlosen Fahrt auf einer Offroad-Strecke und einem relativ kurzen Flug, der jedoch auch eher offroad war. Immerhin ist das Abenteuer in einer Propellermaschine von Lalibela nach Gondar nach einer halben Stunde vorbei.

Das absolute Highlight in Gondar ist die Palastanlage von König Fasilidas. Er hat hier gelebt und viele Nachkommen gehabt. Das Interessante an der Palastanlage ist, dass jeder neue König einen neuen Palast gebaut hat. Offenbar war es damals inakzeptabel, in Papas Palast einzuziehen, selbst dann nicht, wenn Papas Palast großartig war und wen Papa gerade verstorben war.

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Wukro – Wunderschöne uralte Wandmalereien

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Wukro – Judith Gudit und Wukro Wikro

Die Stadt Wukro, die auch Wikro heißen könnte, ist ein weiteres Highlight in Äthiopiens Norden. Tatsächlich gelingt es mit beim Akzent meines Reiseleiters Wondy oder Windy nie genau den Unterschied zwischen U und I herauszuhören, was mich fasziniert, denn im Deutschen oder auch im Französischen kann ich diese beiden Laute immer sehr gut auseinanderhalten.

Um nach Wukro oder Wikro zu gelangen, muss man sich auskennen. Irgendwo an einer mittelmäßig gut ausgebauten Landstraße zweigt ein staubiger Feldweg ab, der sich in nichts von allen anderen staubigen Feldwegen unterscheidet. Wenn man es aber bis zu seinem Ende schafft, wird man mit uralten Felsenkirchen belohnt. Sie sind lange nicht so eindrucksvoll wie die Felsenkirchen in Lalibela, aber schließlich hatten die Menschen in Wukro nicht die Hilfe des heiligen George oder Erscheinungen, in denen ihnen Gott Anweisungen erteilte.

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Lalibela – Zu Besuch beim heiligen Baumeister George

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Lalibela – Felsenkirchen und Knoblauchshampoo

Die Stadt Lalibela liegt im Norden von Äthiopien. Es ist einer dieser Plätze auf der Erde, an denen man sich der Magie, der Atmosphäre und der Mystik des Ortes einfach nicht entziehen kann. Ich kann mich noch so gut an das internationale Touristenhotel in Lalibela erinnern, das nur ein paar Stunden am Tag Strom und fließendes Wasser zu bieten hatte. Im Shop des Hotels wurden Trinkwasser in Flaschen, Pilze in Dosen und Shampoo in den Duftrichtungen Ei, Ingwer und Knoblauch angeboten. Warum der Shopbesitzer dachte, dass die betuchteren Touristen sich Dosenpilze und Knoblauchshampoo kaufen wollten, konnte ich nicht herausfinden.

Im Gegensatz zu den Hotels, in denen die einheimischen Pilger unterkommen, war es jedoch ein Luxusschuppen. Die meisten Besucher von Lalibela wohnten in Wellblechhütten ohne Strom oder festen Fußboden. Sie wollten aber alle unbedingt diesen magischen Ort besuchen. Immerhin das hatten wir gemeinsam.

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Aksum – Wo ist die Bundeslade?

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Aksum – Heilige uralte Stadt

Aksum liegt im Norden von Äthiopien. Einst war Aksum die Hauptstadt des mächtigen Reiches Abessinien. Heute ist Aksum einerseits interessant, weil sich hier Überbleibsel aus dieser Blütezeit entdecken lassen. Andererseits ist Aksum heute eine wichtige Pilgerstadt für äthiopisch-orthodoxe Christen, denn schließlich befindet sich in Aksum die Bundeslade. Ja. Wirklich. Die echte!

Die Äthiopier verstehen den ganzen Hype um die Suche nach der Bundeslade und die Geheimnisse, die darum gemacht werden, überhaupt nicht, denn sie wissen ja, wo die Bundeslade ist. In Aksum. In der St- Mary Kathedrale. Genauer gesagt, in einem kleinen Gebäude hinter der Kathedrale.

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Danakil Senke – Trockenheit bis zur Perfektion

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Die Danakil Depression in Farbe und Hitze

Endlich scheint es wieder halbwegs sicher zu sein in der Danakil Wüste. Ich habe mich zwar nicht auf die eritreische Seite getraut, aber immerhin recht nah dran. In Dallol waren es nur noch etwa zehn Kilometer bis zur Grenze. Während der gesamten Fahrt von der dschibutischen Grenze bis hinauf nach Dallol haben mich bewaffnete Eskorten begleitet. Meist waren das winzige Männchen, die gerade mal so groß waren, wie das Gewehr, das

Es ist uns auch niemand begegnet, auf den die kleinen Männer mit ihren alten Gewehren hätten abschreckend wirken können. Ich kann also nichts über die Wirksamkeit der Eskorte sagen, außer dass mir nichts passiert ist.  Was will man mehr?

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Goda-Berge – Bankoualé und die Einsamkeit

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Goda-Berge – Dschibutis bergiger Norden

Die Goda-Berge liegen nördlich von Tadjoura in der nördlichen Hälfte von Dschibuti. Nicht weit vom tiefsten Punkt des Kontinents entfernt erheben sich hier Berge von bis zu 1.800 Metern. Von Tadjoura aus führt eine super ausgebaute Straße ein paar Kilometer nach Norden und dann geht es links ab auf eine Schotterpiste, die kaum als solche zu erkennen ist. Das liegt unter anderem daran, dass die Piste mehrmals im Jahr während und nach der Regenzeit von heftigen Fluten fortgespült wird. Wer ein bisschen Pech hat, muss zwei oder drei tage warten, bis die Goda-Berge wieder erreichbar sind.

Den Menschen, die hier in den Bergen leben, scheint es nichts auszumachen, dass sie immer mal wieder von der Zivilisation abgeschnitten sind. Die meisten von ihnen haben ohnehin kein Fahrzeug und verbringen eigentlich ihrb ganzes Leben in einem der kleinen Dörfer in einem Wadi. Es gibt sogar eine Schule, zu der die Kids oft kilometerweit laufen müssen. Aber immerhin. Dort erfahren sie alles, was der Lehrer weiß. Und das ist je nachdem, wer gerade der Lehrer ist, entweder viel, oder wenig.

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Tadjoura – die nicht ganz weiße Stadt

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Tadjoura – Unfreiwillige Wrackausstellung

Die Stadt Tadjoura liegt am Golf von Tadjoura am Roten Meer in Dschibuti. Dschibuti Stadt befindet sich quasi gegenüber des Golfs und der Hafen der Hauptstadt ist am Abend als helles Licht am Horizont erkennbar. Tadjoura hat den Spitznamen “La Blanche”, die weiße Stadt. Diesen Spitznamen scheinen mehrere Städte in der Region zu tragen, unter anderem auch Harar in Ostäthiopien. Genau wie Harar ist auch Tadjoura nur sehr wenig weiß. Ein paar teure Villen am Strand östlich der Stadt mögen weiß sein, aber die Innenstadt, oder was man als solche bezeichnen will, ist eher ein wenig schmutzig.

Ich habe noch selten so viele Autowracks in einer Stadt gesehen wie in Tadjoura. Sie gehören zum Stadtbild, als habe vor Jahrzehnten eine Automobilausstellung hier stattgefunden, nach der niemand aufgeräumt hat.

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Dire Dawa – Es war einmal eine schöne Altstadt

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Dire Dawa – Das wahre Afrika

Die Stadt Dire Dawa lag eigentlich nur auf meiner Reiseroute zwischen Harar und Dschibuti. Da es in dieser Region der Erde nur sehr wenig Auswahl im Hotelsektor gibt, habe ich in Dire Dawa übernachtet und zwar in einem wirklich hübschen … naja, Hotel ist vielleicht zu viel gesagt. Es war ein Etablissement mit einem Dutzend kleiner Bungalows, einem Restaurant und einem schönen gartenähnlichen Innenhof. Das Schild am Eingang, das darauf hinwies, dass Doppelzimmer nur an verheiratete Paare vermietet werden, fand ich etwas merkwürdig. Später fand ich dann auch heraus, dass das Haus keinen Alkohol serviert.

Offenbar ist der Besitzer, ein ausgewanderter Schweizer, zu einer etwas übereifrigen protestantischen Sekte übergelaufen und hat hier im Land der Muslime sein Glück gefunden. Das Essen in dem kleinen protestantischen Paradies schmeckt hervorragend und die Unterkunft lässt fast nichts zu wünschen übrig. Sie stellt sozusagen eine grüne Oase in Dire Dawa dar, denn der Rest der Stadt ist eher zugebaut und auch etwas schmutzig. Zum Beispiel fließt mitten durch die Stadt ein gigantischer Fluss, der während 90% des Jahres nur aus einem steinernen Flussbett von mindestens 100 Metern Breite besteht. Leider wird das steinige Flussbett als Verkehrsweg und als Mülltonne der Stadt benutzt. Einmal im Jahr kommt eine heftige Sturzflut und spült den Müll fort.

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Harar – Islamische Hochburg in Ostäthiopien

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Harar – Zu Gast bei den Hyänenmännern

Die Stadt Harar ist schon deutlich älter als der Islam. Sie wuchs jedoch erst zu einer wichtigen Metropole an, nachdem der Islam hier Einzug gehalten hatte. Vor mehr als 1000 Jahren war Harar die Hauptstadt eines wichtigen Sultanats und für mehrere Jahrhunderte war es Nicht-Moslems verboten, den Bereich innerhalb der Stadtmauer zu betreten. Das ist heute nicht mehr der Fall. Trotzdem sind die Bewohner von Harar noch immer mehrheitlich Moslems.

Um in die Innenstadt zu gelangen, muss man durch eines von fünf Stadttoren gehen. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die moderne Stadt ist um die Stadtmauer herum gewachsen. Auf dem Gelände der Altstadt stehen die historischen Gebäude noch immer wie vor hunderten von Jahren. Zwei befahrbare Durchgangsstraßen sind mittlerweile durch das Gewirr von engen Gassen geschlagen worden. Das ist aber das einzige Zugeständnis an den modernen Straßenverkehr. Der Großteil der Straßen von Harar kann nach wie vor nur zu Fuß erreicht werden.

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Awash Nationalpark – Die letzten Wildtiere in Äthiopien

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Awash Nationalpark – Idylle am Awash Wasserfall

Der Awash Nationalpark liegt im Südosten von Äthiopien. Um ihn zu erreichen, muss man von Addis Abeba auf nach Osten fahren und einen ganzen Tag einplanen. Die Straße könnte durchaus schlechter sein und man kommt noch recht gut voran. Trotzdem erreicht man den Eingang zum Park erst am frühen Nachmittag.

In Äthiopien hatte ich eigentlich nicht mit viel afrikanischen Wildtieren gerechnet. Im Awash Nationalpark gibt es auch nicht unbedingt viele von ihnen, aber immerhin! Hier kann man so etwas wie eine Safari unternehmen. Auf meiner Fahrt durch den Park hin zur Awash Lodge, wo ich übernachten sollte, hat es der Fahrer geschafft, mehrere Oryx Antilopen zu finden, einige Springböcke, Warzenschweine und viele lustige bunte Vögelchen. Die Namen der Vögel habe ich vergessen, aber wie Ihr seht sind mir ein paar gute Fotos gelungen.

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